Solidarisch. Kämpferisch. Vielfältig.

Unsere Ziele für Dinkelsbühl

 

1. Solidarisch.

Dinkelsbühl ist eine Stadt, in der Platz für jede*n ist. Wir als DIE LINKE haben diejenigen im Blick, die oft vergessen werden. Niemand soll zurückbleiben!

Bezahlbares Wohnen

  • Wir setzen uns dafür ein, die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften zu stärken und auszubauen. Jährlich sollen mindestens 50 % der neu entstehenden Wohnungen in Dinkelsbühl Sozialwohnungen sein – für Alleinstehende und Familien.
  • Wir lehnen eine Zweckentfremdung von Wohnraum, zum Beispiel durch gezielten Leerstand oder Ferienwohnungen, entschieden ab.
  • Wir führen eine Meldepflicht für Wohnungsleerstand ab vier Monaten ein. So schaffen wir Transparenz und verhindern, dass Wohnungen zum Spekulationsobjekt werden.
  • Privatisierung von kommunalem Grund und Boden ist für uns keine Option. Stattdessen möchten wir diesen gezielt an gemeinnützige Träger und Genossenschaften vergeben.

Gute Arbeit

  • Gute Arbeit verdient guten Lohn. Darum setzen wir uns für die Einführung eines städtischen Mindestlohns von 15,00 € pro Stunde ein.
  • Wir überwachen die strikte Einhaltung von Tarifverträgen bei allen kommunalen Aufträgen und in öffentlichen Betrieben – insbesondere durch Vergabe- und Tariftreuesatzungen.

Unsere Altstadt

  • Unsere Altstadt ist das Herzstück von Dinkelsbühl. Darum fördern wir eine lebendige Altstadt, die Touristinnen willkommen heißt, aber auch Rücksicht auf die Bewohnerinnen der Stadt nimmt.
  • Mensch vor Auto: Wir schaffen dauerhafte, autofreie Zonen, um unsere Altstadt zu entlasten. Gleichzeitig setzen wir uns für Bewohnerparkzonen und ein grundlegendes Verkehrskonzept ein.
  • Dinkelsbühl gehört den Menschen, die hier leben. Darum setzen wir uns für Begegnungsplätze ein. Statt noch mehr Flächen für die Gastronomie zu schaffen, wollen wir begrünte Schattenplätze und flächendeckend Sitzgelegenheiten ohne Kauf- oder Konsumzwang.

Keiner bleibt zurück

  • Kultur-, Sport- und Freizeitangebote dürfen keine Frage des Geldbeutels sein. Wir setzen uns für die Einführung eines städtischen Sozialpasses ein – damit jede*r teilhaben kann.
  • Wir fördern niedrigschwellige Beratungsangebote, kommunale Gewerbehöfe mit fairen Mieten sowie gezielte Programme für inhabergeführte Geschäfte, Kultur und soziale Treffpunkte.
  • Nicht jede*r ist im eigenen Zuhause sicher. Darum stellen wir offene Räume bereit, in denen Menschen Zuflucht vor Hitze oder Kälte finden, ohne etwas kaufen zu müssen.
  • Wir schaffen Mehrgenerationen-Begegnungsstätten als Orte des Austauschs und der gegenseitigen Unterstützung.
  • Leerstand als Chance: Wir setzen uns für die Umwandlung gewerblicher Leerstände zu öffentlichen Räumen, kulturellen Einrichtungen und bezahlbarem Wohnraum ein.

Kultur

  • Unser Landestheater in Dinkelsbühl ist ein kultureller Leuchtturm in unserer Region. Damit jede*r daran teilhaben kann, lehnen wir eine Erhöhung der Ticketpreise ab.
  • Kultur ist mehr als Theater. Wir schaffen einen städtischen Fördertopf für freie Kulturangebote und Kulturschaffende in unserer Stadt.

2. Kämpferisch.

Kämpferisch setzt sich DIE LINKE Dinkelsbühl im Stadtrat und vor Ort für Krankenhauserhalt, verlässliche Mobilität, gleiche Chancen für alle Kinder sowie eine nachhaltige Wirtschaft im Einklang mit Umwelt und Stadtgesellschaft ein.

Gesundheit statt Profite

  • Wir stehen hinter unserem Krankenhaus. Darum fordern wir einen langfristigen Erhalt des Dinkelsbühler Krankenhauses mit allen Abteilungen und einer 24/7-Notfallversorgung über 2030 hinaus.
  • Gleichzeitig müssen wir die Gesundheitsangebote in Dinkelsbühl stärken. Wir setzen uns für ein kommunales Förderprogramm zur Ansiedlung von Haus- und Fachärzt*innen sowie den Ausbau von Gesundheitszentren mit umfassenden Angeboten ein.
  • Vorsorge statt Nachsorge: Wir fördern kostenlose, niedrigschwellige Präventionsangebote sowie kostenlose und anonyme Test- und Behandlungsangebote gegen sexuell übertragbare Krankheiten. Ebenso ermöglichen wir einen niedrigschwelligen Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen.

Mobilität

  • Jedes Kind sollte sicher zum Kindergarten, zur Schule oder zu Spielplätzen kommen. Darum schaffen wir verkehrsberuhigte Zonen in Wohngebieten und rund um Schulen.
  • Damit niemand zurückbleibt: Wir bauen das Rufbussystem aus und schaffen flexiblen Nahverkehr für eine gute Anbindung aller Ortsteile.

Umwelt

  • Wir müssen unsere Natur erhalten. Darum fordern wir die Einführung einer Baumschutzverordnung und einen Geburtenwald, in dem für jedes neugeborene Dinkelsbühler Kind – und auch für Sternenkinder – ein eigener Baum gepflanzt wird.
  • Pflanzen statt Beton: Neben der flächendeckenden Begrünung von Fassaden, Plätzen und Dächern setzen wir uns für die Entsiegelung städtischer Flächen ein.
  • Wir fordern die Einführung eines kommunalen Klimarates, der Bürger*innen aktiv in die Planung einbindet und die Auswirkungen auf die Umwelt bei jeder Stadtratsentscheidung berücksichtigt.

Gleiche Chancen für Kinder und Jugendliche

  • Schule vor Ort erhalten: Wir setzen uns für den langfristigen Erhalt der Grundschule Segringen ein.
  • Wir sichern Schulsozialarbeit in allen städtischen Bildungseinrichtungen, schaffen wieder eine Streetworker-Stelle und fördern selbstverwaltete Treffpunkte für unsere Jugendlichen.
  • Musikalische Bildung darf keine Frage des Geschlechts und des Geldbeutels sein. Darum fordern wir die Öffnung der Knabenkapelle auch für Mädchen.
  • Wir setzen uns für die Modernisierung der Spielplätze in den Siedlungen und Ortsteilen ein.

Wirtschaft

  • Ausbildung in kleinen Betrieben werden wir stärken – dazu stellen wir gezielte Programme bereit. Ein kommunales Förderprogramm soll nachhaltige, regionale und gemeinwohlorientierte Betriebe stärken, besonders Handwerksbetriebe und soziale Einrichtungen.
  • Großinvestoren, die nur auf Profit aus sind und nicht auf Stärkung unserer Region, werden nicht im Mittelpunkt unserer Förderpolitik stehen. Die Gewerbesteuer für große Betriebe erhöhen wir.
  • Gründerinnen und Gründer unterstützen wir mit gezielten Beratungs- und Förderangeboten, damit neue Unternehmen gut starten können.

3. Vielfältig.

Dinkelsbühl ist bunt. DIE LINKE Dinkelsbühl setzt sich dafür ein, dass das so bleibt.

Queer

  • Sichtbarkeit schafft Sicherheit. Wir fordern die Einrichtung von städtischen Unisex-Toiletten und das Hissen der Regenbogenfahne am Rathaus zum IDAHOBIT, im Pride Month und zur Kinderzeche.
  • Wir fördern queere Projekte und Netzwerke in Dinkelsbühl durch die Bereitstellung von kostenfreien Räumen und Strukturen.
  • Diskriminierung? Nein, danke! Wir fordern einen diskriminierungsfreien Zugang zu städtischen Leistungen und die Verwendung geschlechtersensibler Sprache in allen städtischen Bereichen.
  • Trans Menschen werden in unserer Stadt niedrigschwellig bei der Änderung des Personenstandes oder der Namensänderung im städtischen System (z. B. beim Landestheater) unterstützt. Zudem führen wir einen monatlichen queeren Bade- und Saunatag für trans, nichtbinäre, inter und agender Menschen in unserem Hallenbad ein.

Gleichstellung

  • Gleicher Lohn für gleiche Arbeit: In kommunalen Betrieben, der Verwaltung und in beauftragten Unternehmen stellen wir sicher, dass gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit gezahlt wird.
  • Wir ernennen einen kommunalen Gleichstellungsbeauftragte*n mit verbindlichem Einfluss auf Entscheidungen und unterstützen soziale Träger und Initiativen für Gleichstellung.
  • Gemeinsam laut: Wir fördern Hilfsorganisationen bei Gewalt an Frauen und queeren Menschen und helfen bei der Vermittlung an Frauenhäuser.

Flucht und Migration

  • Wir stärken die ehrenamtliche Hilfe für Geflüchtete und ernennen einen Beauftragten für Integration im Stadtrat, um engen Kontakt zu den Dinkelsbühler Ehrenamtlichen zu halten.
  • Seebrücke stärken: Niemand soll an den EU-Außengrenzen ertrinken müssen. Dinkelsbühl schaut hin und wird als Stadt Mitglied im Verein „Seebrücke“.
  • Wir fördern integrative Bildungs- und Ausbildungsprogramme für Geflüchtete.

Behindertenpolitik & Teilhabe

  • Städtische Räume müssen allen zugänglich sein. Wir fordern daher den Umzug der Stadtbibliothek in barrierefreie Räumlichkeiten und einen flächendeckenden Ausbau von barrierefreien Gehwegen.
  • Barrieren abbauen statt aufbauen: Gastronomie und Geschäfte in unserer Stadt werden verpflichtet, die barrierefreien Wege in unserer Altstadt freizuhalten, statt dort Bestuhlung oder Warenauslagen aufzubauen.

Antifaschismus beginnt vor Ort

  • Nie wieder ist jetzt. Die Dinkelsbühler NS-Geschichte muss endlich transparent aufgearbeitet und dauerhaft im Haus der Geschichte zugänglich gemacht werden.
  • Wehrhafte Demokratie: Wir fordern den Beitritt der Stadt Dinkelsbühl zur Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg.