Sozial. Gerecht. Für Ansbach.

Unser Programm für Ansbach!


Bezahlbares Wohnen – zentrale soziale Frage unserer Stadt

Bezahlbarer Wohnraum ist in Ansbach knapp und teuer: Mieten liegen bei 10–11 €/m², kleine Wohnungen deutlich darüber. Studierende, Auszubildende und einkommensschwache Haushalte sind besonders betroffen; steigende Wohnungslosigkeit zeigt, dass der Markt versagt.

Unser Ziel ist, Wohnen schrittweise dem Markt zu entziehen und kommunal, genossenschaftlich sowie gemeinnützig zu organisieren.

Dafür fordern wir:

  • einen qualifizierten Mietspiegel
  • den Ausbau der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft mit mindestens 50 % Sozialwohnungen bei Neubauten
  • einen Mietpreisdeckel für kommunale Wohnungen
  • dass städtische Grundstücke nicht verkauft, sondern im Erbbaurecht vergeben werden
  • gezielte Förderung von Mehrgenerationenhäusern

Leerstand und Zweckentfremdung müssen konsequent kontrolliert und sanktioniert werden. Zugleich wollen wir Anreize zur Wiedervermietung schaffen, z. B. durch:

  • Sanierungsförderung
  • Zwischennutzung
  • soziale Vermietung

Genossenschaften, Baugruppen und gemeinnützige Wohnprojekte sollen unterstützt werden durch:

  • günstige Grundstücke
  • Bürgschaften
  • Fördermittel

Zusätzlich setzen wir uns für gezieltes Azubi-Wohnen ein.


Gute Arbeit – fair, sicher, mitbestimmt

Auch in Ansbach sind Niedriglöhne und prekäre Beschäftigung Realität. Gute Arbeit bedeutet für uns faire Löhne, Sicherheit und Mitbestimmung.

Die Stadt muss Vorbild sein. Wir fordern:

  • Tarifbindung bei allen kommunalen Aufträgen
  • Vergabe- und Tariftreuesatzungen
  • ein kommunales Bekenntnis zu 15 € Mindestlohn

In der Stadtverwaltung wollen wir die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich erproben.

Daseinsvorsorge gehört in kommunale Hand.

Zur Fachkräftesicherung fordern wir u. a.:

  • bezahlbaren Wohnraum für Pflegekräfte und Erzieherinnen
  • den Ausbau nachhaltiger Mobilitätsangebote für Pendlerinnen, Schülerinnen und Familien

Gleichstellung – unabhängig vom Geschlecht

Eine gerechte Stadt gewährleistet Gleichberechtigung unabhängig von Geschlecht, Orientierung, Herkunft, Identität oder Beeinträchtigung. Frauen und LGBTQIA+ Personen sind weiterhin benachteiligt.

Wir stärken das Frauenhaus Ansbach, RauhReif e. V. und weitere Initiativen gegen Gewalt und Diskriminierung.

Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit muss in kommunalen Betrieben und Aufträgen selbstverständlich sein.

Care-Arbeit wollen wir sichtbarer machen und gerechter verteilen – durch den Ausbau von Betreuung, Pflege und Unterstützungsangeboten. Zentrale Bausteine sind:

  • flexible Betreuungsmodelle
  • hochwertiger Ganztag
  • Unterstützung sozialer Träger
  • Stärkung der Geburtshilfe

Alle kommunalen Entscheidungen sollen geschlechtersensibel geprüft werden. Haushaltsmittel sollen gleichstellungsorientiert vergeben werden – intersektional gedacht.

Das „Ist Luisa da?“-Konzept soll flächendeckend umgesetzt werden.


Kinder und Jugendliche – Demokratie von Anfang an

Junge Menschen müssen ernsthaft beteiligt werden. Wir fordern ein Kinder- und Jugendparlament mit Anhörungsrechten, einen Zukunftsrat (10–30 Jahre), ein eigenes Jugendbudget sowie ein Anhörungsrecht im Stadtrat.

Jugendkulturelle Freiräume sind notwendig: Wir unterstützen ein autonomes, selbstverwaltetes Jugendzentrum mit langfristiger Raum- und Finanzierungssicherheit.

Adultismus muss ausdrücklich benannt und die UN-Kinderrechtskonvention konsequent umgesetzt werden.

Für eine kinder- und jugendfreundliche Stadt setzen wir uns ein für:

  • stark vergünstigte ÖPNV-Tickets bis 27 Jahren
  • Integration von Anrufsammeltaxis ins Deutschlandticket
  • jugendgerechte Kommunikation
  • mehr Sicherheit im öffentlichen Raum

Sichere Schul- und Spielwege erreichen wir durch:

  • Tempo-30-Zonen
  • Zebrastreifen
  • Querungshilfen
  • bessere Beleuchtung

Das Leitbild der „kinderfreundlichen Kommune“ soll verbindlich werden.
Gesundheit und Pflege – Teil der Daseinsvorsorge


Gesundheit und Pflege – Teil der Daseinsvorsorge

Gesundheit darf kein Renditeobjekt sein. Wir wollen Versorgungslücken aktiv schließen und Arbeitsbedingungen verbessern.

Gemeinwohlorientierte Gesundheits- und Sorgezentren im Quartier sollen medizinische, pflegerische und soziale Angebote bündeln.

Wir fordern:

  • mehr Kassensitze in der Psychotherapie, insbesondere für Kinder, Jugendliche und benachteiligte Gruppen
  • günstige städtische Immobilien für Praxen und Zentren

Pflegende Angehörige sollen durch mehr Tages- und Kurzzeitpflege entlastet werden. Eine pflegefreundliche Stadtentwicklung muss kurze Wege ermöglichen und soziale Infrastruktur stärken.

ANregiomed muss dauerhaft kommunal bleiben. Privatisierung, Leistungsabbau und Profitorientierung lehnen wir ab. Notfallversorgung, Geburtshilfe, Pflege und psychosoziale Angebote müssen wohnortnah gesichert werden.

Stadt und Landkreis müssen die Finanzierung absichern und sich für eine bedarfsorientierte Krankenhausfinanzierung jenseits der Fallpauschalen einsetzen.


Bildung – Inklusion und Chancengleichheit

Bildung muss kostenfrei und inklusiv sein. Wir fordern:

  • Gebührenfreiheit für Lehrmittel
  • kostenloses Mittagessen an allen Bildungseinrichtungen

Inklusion braucht:

  • zusätzliches Personal im Regelunterricht
  • eine verlässliche Finanzierung von Schulbegleitungen

Ganztagsangebote müssen qualitativ hochwertig sein. Langfristig setzen wir uns für kostenfreie Kinderbetreuung ein.

Schulbau und Sanierung haben Priorität – ökologisch, barrierefrei und als ganztägige Lern- und Lebensorte.


Frieden – beginnt vor Ort

Frieden bedeutet soziale Sicherheit, Teilhabe und Würde. Kommunale Politik muss soziale Spaltung abbauen, Diskriminierung bekämpfen und Beteiligung stärken.

Wir fördern:

  • Friedens-, Demokratie- und politische Bildung
  • Projekte gegen Rassismus, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit und Menschenfeindlichkeit

Ansbach soll ein sicherer Ort für Geflüchtete sein – mit menschenwürdiger Unterbringung sowie Zugang zu:

  • Bildung
  • Arbeit
  • Wohnen
  • Mitbestimmung

Militarisierung des öffentlichen Raums lehnen wir ab:

  • keine Bundeswehrwerbung in Schulen, öffentlichen Einrichtungen oder bei städtischen Veranstaltungen

Stattdessen setzen wir auf zivile Konfliktlösung, internationale Solidarität und kommunale Partnerschaften für Frieden.