28. Dezember 2017 Beuckert

Rothenburgs OB reagiert auf die Anfrage des Kreisverbandes DIE LINKE. Ansbach / Weißenburg-Gunzenhausen.

DIE LINKE. stellte am 07.12 mittels einen offenen Briefes an alle Fraktionen des Rothenburger Stadtrates den Antrag unter Anderem auf den stadteigenen, sowie den Flächen der Hospitalsstiftung auf den Einsatz von Pestiziden, insbesondere Glyphosat zu verzichten.

OB Walter Hartl dazu: Die Stadt verwende keine Pestizide. Inwieweit es festgeschrieben werden kann, auf verpachteten Flächen ein Verbot auszusprechen, wird geprüft. Der Stadtrat will dazu auch von den verschiedenen Verbänden eine Stellungnahme einholen, inwieweit sich andere Pestizide auf die Biodiversität auswirken.

Mit der Stadtgärtnerei sei darüber hinaus vereinbart, dass verstärkt bienen- und insektenfreundliche Blühflächen angelegt werden, wie im Schreiben unter Punkt 5 gefordert.

Dazu DIE LINKE. Kreissprecher Michael Beuckert: Gleiches sollte für alle Landkreiskommunen gelten. Die öffentliche Hand sollte Vorbild für schadstoffarmen Einsatz auf landwirtschaftlichen Flächen sein“

Das Herbizid steht im Verdacht, in hohem Maße für das Insektensterben verantwortlich zu sein und beim Menschen Krebs verursachen zu können.

Der Kreisverband Ansbach / Weißenburg - Gunzenhausen der Partei DIE LINKE. fordert nach den Aussagen von Ansbachs Oberbürgermeisterin bei der jüngsten Bürgerversammlung, sowie der Stellungnahme der Stadt Rothenburg das Pflanzengift nicht einzusetzen, in diesem Zusammenhang Landrat Dr. Jürgen Ludwig auf, weitere Maßnahmen für den Verzicht auf Glyphosat und Pestiziden im Landkreis Ansbach zu treffen.

Als Landrat einer konservativ-christlichen Partei, müsse es in seinem originären Interesse liegen die Menschen und Natur im Landkreis, im Sinne der Schöpfung zu bewahren und vor jedes andere Interesse zu stellen.

Beuckert schlägt desweiteren ein Anreizsystem vor um, die von Landwirten im Privatbesitz bewirtschaftete Flächen vor den Ackergiften zu schützen: „DIE LINKE. sieht für eine nachhaltige Regionalentwicklung auch den Landkreis in der Pflicht, Landwirte, die auf Pestizid- und vor allem Glyphosateinsatz verzichten möchten zu unterstützen.“