1. März 2018 Beuckert

US-Fluglärm, Thema im Kreistag

US-Fluglärm im Kreistag: „Zielkonflikt im Sinne der Bürger lösen“

Nach Dieselverboten in Großstädten: DIE LINKE. Kreisverband Ansbach/Weißenburg-Gunzenhausen fordert Flugverbote für „fliegende Dreckschleudern“ aus Katterbach

Das Eingeständnis der Verantwortlichen, dass ein Überflugverbot von Wohngebieten „unmöglich“ sei, macht deutlich, dass der Zielkonflikt zwischen Übungen der US-Hubschrauber und der Gesundheit der Bevölkerung nicht zu lösen ist. DIE LINKE im Landkreis Ansbach appelliert an Landrat Dr. Ludwig und den Kreistag, bei diesem Konflikt im Sinne der Bürger zu handeln: Ein Nachtflugverbot und ein Überflugverbot hat bereits die Stadt Ansbach 2009 beschlossen, die Stadt Bad Windsheim 2017 in ähnlicher Deutlichkeit eine Entlastung gefordert – jeweils mit einstimmigen Beschlüssen. „Der Landkreis Ansbach muss den Schulterschluss mit den Städten suchen. Ein gemeinsames Vorgehen der Region erhöht die Chancen auf Änderung der Flugbestimmungen des Bundes im Interesse der Anwohner“, erklärt Kreissprecher Michael Beuckert.

Mit Blick auf das Urteil zum Dieselfahrverbot fordert DIE LINKE. Flugverbote für die „fliegenden Dreckschleudern“ aus Katterbach und Illesheim. Ein Hubschrauber der US-Army verschmutze die Luft in nur einer Stunde stärker als ein Durchschnitts-Diesel in drei bis vier Jahren.

Gesundheit, saubere Luft und Ruhe seien wichtiger als das fokussieren auf Profite für Wenige.

Ebenso sei der sicherheitspolitische Aspekt an den Haaren herbei gezogen, denn die Kasernen dienten zum einen als Sprungbrett und Drehscheibe für Manöver an der russischen Grenze und zum anderen würden uns im sogenannten Ernstfall die stationierten Kräfte vor Ort nicht schützen sondern seien als mögliche Angriffsziele ein zusätzlicher Risikofaktor.