21. März 2017

Die systematische Diskriminierung ist alltäglich erfahrbar

Erkan Dinar, Kreissprecher der LINKEN

Am 21. März 1960 wurde eine friedliche Demonstration in Sharpeville (Südafrika) gegen ein Gesetz zur Apartheid blutig niedergeschlagen. 69 Menschen wurden getötet. In Reaktion darauf haben die Vereinten Nationen 1966 den 21. März, heute bekannt als “Internationaler Tag gegen Rassismus“, ausgerufen. Dazu erklärt Erkan Dinar, Kreissprecher der LINKEN:

“Rassismus ist weiter tief in der Mitte der Gesellschaft verankert. Die systematische Diskriminierung und Abwertung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion oder Hautfarbe ist alltäglich erfahrbar - im menschlichen Miteinander genauso wie durch staatliche und gesellschaftliche Institutionen.

In Bayern ist die Zahl der Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte weiter steigend. 2016 gab es 94, ein beängstigender Anstieg um 22 Prozent. Die Flüchtlinge, die bei uns Schutz und Sicherheit suchen, können auf diese nicht vertrauen.

Nicht nur, dass Bundes- und Landesregierung sie täglich neu spüren lassen, dass sie in Deutschland nicht erwünscht sind und viele Flüchtlinge schnell wieder abgeschoben werden, auch für die oft beengten und überfüllten Unterkünfte können sie keine Sicherheit garantieren. Die Landesregierung muss endlich anfangen die Sammelunterkünfte effektiv zu schützen oder auflösen. Vor allem müssen die Übergriffe endlich aufgeklärt und die Täter bestraft werden."