

DIE LINKE Bundespartei
Linksfraktion im Bundestag
LINKE im Europaparlament
Jugendverband Linksjugend.['solid]
Herzlich willkommen auf der gemeinsamen Homepage des Ortsverbandes DIE LINKE/Ansbach und der LINKEN im Landkreis Ansbach. Mit den Genossinnen und Genossen aus dem Landkreis Weißenburg bilden wir einen gemeinsamen Kreisverband. Ferner dient diese Homepage auch als Präsenzplattform für unsere linken Aktivitäten im Mittelfränkischen Bezirkstag und der parteiunabhängigen Ansbacher Linksjugend. Außerdem können Sie sich mittels unserer Links über die Stadtratsarbeit der Wählergemeinschaft Offene-Linke-Ansbach e.V. und über den antimilitaristischen Widerstand in unserem Landkreis ein Bild machen. Viel Spaß beim Surfen....
Ansbach, 7. April 2012:
Die Gesundheitsbewegung am Karsamstag: Ansbacher Ostermarsch 2012
Für Frieden und zivile Zukunft — jetzt erst recht!
Unter diesem Motto steht der diesjährige Ostermarsch, zu dem in diesem Jahr die Bürgerinitiative "Etz langt's!" aufruft und darauf hinweist, dass laut Mitteilung des Luftwaffenamtes Köln ein erneuter Kriegseinsatz der Ansbacher und Illesheimer U.S.-Militärhubschrauber unmittelbar bevorstehe. Teile der Kampfhubschrauber-Brigade sollen im Mai in den Krieg nach Afghanistan verlegt werden. Der Einsatz solle zehn Monate dauern. Ab März 2013 werde die komplette Brigade dann wieder den westmittelfränkischen Luftraum unsicher machen.
Die Ansbacher Gesundheitsbewegung am Karsamstag startet um 13.30 Uhr mit einer Kundgebung vor der U.S.-Kaserne in Ansbach-Katterbach. Um 15 Uhr treffen sich die Ostermarschierer zu einer Kundgebung auf dem Martin-Luther-Platz, um anschließend die Ansbacher Innenstadt zu umrunden.
Zivile Umnutzung von Militärstandorten – Zukunftschance für die Region – Erfahrungen aus anderen Bundesländern
Podiumsdiskussion am 3. April 2012 von 20:00 –22:00 Uhr, Pressekonferenz ab 19:15 Uhr, Angletsaal des Kulturzentrums am Karlsplatz, Karlsplatz 7-9, 91522 Ansbach mit
Dr. Dietmar Bartsch (MdB), Dr. Kirsten Tackmann (MdB) und Kornelia Möller (MdB) für die Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag
Jörg Musial, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) - angefragt
Tom Konopka, Regionalreferent des Bund Naturschutz für Mittel- und Oberfranken
Boris André Meyer, Sprecher der Bürgerinitiative „Etz langt`s“
Ramona Tax, Landesvorstandsmitglied DIE LINKE Bayern
Moderation: Uwe Schildbach, Bezirksrat der LINKEN im Bezirkstag Mittelfranken
Die Stadt Ansbach kommt nicht zur Ruhe, obwohl sich viele Bürgerinnen und Bürger nichts sehnlicher wünschen, als mal wieder eine Nacht durchzuschlafen. Grund für die Lärmbelästigung sind die Hubschrauberbasen in Illesheim und Katterbach. Während die Militärstandorte in Bamberg und Schweinfurt wohl aufgelöst werden, sollen die massiven Belastungen von Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung durch Fluglärm und Abgase der 110 US-Kampfhubschrauber bis auf Weiteres bestehen bleiben.
Der Kreisverband Ansbach/Weißenburg-Gunzenhausen der Partei DIE LINKE und die bayerische Bundestagsabgeordnete Kornelia Möller versuchen einen über die Landesgrenzen hinaus reichenden Dialog zu organisieren, um Erfahrungen aus gelungenen Konversionsprojekten in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern für künftige Konversionsaufgaben in Bayern weiterzugeben.
Programm der Konversionsgespräche & Podiumsdiskussion am 3. April in Ansbach
16.15 Uhr: Bürgergespräch in Ansbach-Obereichenbach, Parkplatz Soldatenweiher
17.15 Uhr Ortstermin am Konversionsprojekt Hochschule Ansbach mit dem Präsidenten der Hochschule, Verwaltungsgebäude (Gebäude 65) Am Hochschulcampus
19:15 Uhr Pressekonferenz im Angletsaal, Karlsplatz
20:00 Uhr Beginn der Veranstaltung mit Diashow sowie Hubschrauber-Beschallung
20:05 Uhr Begrüßung der Gäste, Würdenträger sowie der Presse durch den Moderator Uwe Schildbach, Bezirksrat der Linken im Bezirkstag Mittelfranken
20:10 Uhr Grußwort von Ramona Tax, Landesvorstandsmitglied DIE LINKE Bayern
20:15 Uhr „Zivile Umnutzung von Militärstandorten - Zukunftschancen für die Region – Erfahrungen aus anderen Bundesländern“ - Referenten: Dr. Dietmar Bartsch, MdB und Dr. Kirsten Tackmann, MdB
20:45 Uhr Bericht über laufende Konversionsprojekte von Jörg Musial, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) - angefragt
21:05 Uhr Stellungnahmen von Boris André Meyer, Mitglied des Vorstands der Bürgerinitiative Etz langt`s und Tom Konopka, Regionalreferent des Bund Naturschutz für Mittel- und Oberfranken
21:25 Uhr Antworten auf Stellungnahmen durch Dietmar Bartsch (MdB), Dr. Kirsten Tackmann (MdB) und Kornelia Möller (MdB),
21:40 Uhr Offenes Mikrofon für weitere Stellungsnahmen und Fragen an die Gäste
8. März 2012
... auch heute gibt es noch soviel
wofür wir kämpfen müssen!
Der Internationale Frauentag am 8. März wurde in Deutschland erstmals von der Sozialistin Clara Zetkin ausgerufen. Im Laufe der letzten 101 Jahre hat sich vieles für Frauen verbessert, dennoch ist Feminismus längst nicht überflüssig geworden!
Gesetzlich ist die Gleichstellung der Geschlechter zwar schon seit 1948 im Grundgesetz verankert, doch immer wieder belegen zahlreiche Studien, dass die Realität (noch) anders aussieht. Trotz der Ergänzung des dritte Artikel des Grundgesetzes im Jahre 1994, um den Passus „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ gibt es auch heute keine faktische Gleichstellung von Frauen und Männern!
Schlechte Bezahlung, zu wenige Halbtagsjobs, kaum flexible Arbeitszeiten, und statt den notwendigen, und auch eigentlich bis 2013 geplanten Kinderbetreuungsplätzen gibt es jetzt die „Herd-Prämie“!
Frauen verdienen noch immer im Durchschnitt rund 23% schlechter, auch wenn sie den gleichen Job wie Männer machen! Auch sind sie in Führungspositionen, wie beispielsweise in Aufsichtsräten großer deutscher Firmen, deutlich unterrepräsentiert. Doch eine Frauenquote wird sogar von der zuständigen Ministerin, Kristina Schröder (CDU), als „unnötig“ abgelehnt, statt dessen beharrt sie weiterhin auf einer Selbstverpflichtung seitens der deutschen Wirtschaft. (Welche ja auch in den letzten 10 Jahren schon so gut funktioniert hat...)
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) belegt in der Auswertung der Zahlen von 2010, dass der Anteil von Frauen in den Vorstandsetagen der 200 größten deutschen Firmen bei nur 2,5 Prozent gelegen habe.
Das ist nicht hinnehmbar!
Das Betreuungsgeld ist, nicht wie von Seiten der CSU/CDU propagiert, ein „Beitrag zur Wahlfreiheit von Müttern“ sondern ein systematischer Fehler! Wie kann es zur Wahlfreiheit beitragen, wenn es gerade einmal für jedes sechste Kind unter 3 Jahren in Deutschland einen externen Betreuungsplatz gibt?!
Mit der Alt-feministischen Forderung nach Anerkennung der Haus- und Erziehungsarbeit hat das nichts zu tun! Es scheint lediglich eine billigere Variante zum Ausbau der Betreuungsplätze und, soll wohl, dessen mangelhaftes Fortschreiten kaschieren!
Du musst schön, schlank und sexy sein!
Viel zu oft werden Frauen immer noch auf ihr äußeres reduziert. Egal ob Fernsehen, Internet oder Zeitschriften - alle vermitteln das Bild der „super heißen Sexbombe“ die Erfolg hat - weil sie so ist. Gleichzeitig wird ein gefährliches Schönheitsideal transportiert. (Junge) Frauen und Mädchen sind diesem Druck ausgesetzt, sie werden in der kapitalistischen Gesellschaft kontinuierlich und von allen Seiten mit einem Schönheitsideal zugemüllt, welches auf gesundem Wege kaum erreichbar ist. Immer mehr junge Frauen erkranken an Essstörungen, aktuelle Studien belegen, dass zwischen 10% und 15% Prozent aller Frauen an Essstörungen leiden. Da will sich frau gar nicht fragen wie hoch die Dunkelziffer ist...
Diese „über sexualisierte“ Darstellung von Frauen fördert nicht nur stereotype Rollenklischees, sondern begünstigt patriarchalische Denkmuster und negiert somit eine faktische Gleichstellung der Geschlechter.
Sexistische Gesellschaft als Normalzustand?!
Die Piraten leben in einem „Post-Gender-Zeitalter“, die FDP will nur „schöne Frauen“ auf ihren Wahlplakaten, die Unionsparteien wollen die Frauen lieber wieder am Herd sehen, und der Arbeitskreis Sozialdemokratischer Frauen ruht sich auf ihren einst verdienten Lorbeeren aus!
Frauen haben in Deutschland noch immer keine gleichberechtigte Teilhabe, egal ob es um politisches Engagement, ehrenamtliche Initiativen oder den Beruf geht! Immer wieder wird erklärt, dass Frauen eben das eine (Emotionen zeigen, Hausarbeit) und Männer das andere (Auto fahren, Länder regieren) besser könnten.
Die Reproduktion der Zweigeschlechtlichkeit scheint so tief verankert, dass vielerorts gar kein Platz für eine emanzipatorische Sichtweise unter Berücksichtigung neuster Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Gender-Studies bleibt. Oft entsteht der Eindruck, dass gerade in meinungsbildenden Medien, eine solche Auseinandersetzung nicht gewünscht ist.
Vielleicht auch um mancherorts bestehende (männlich-) patriarchalische Machtstrukturen aufrecht zu erhalten oder um die männliche Elite nicht zu gefährden?
...oder einfach weil „Sex sells“?!
Wir treten aktiv ein, für eine Gesellschaft in der
→ Frauen die gleichen Chancen in Studium und Beruf haben!
→ Frauen das gleiche Gehalt bekommen!
→ Frauen nicht zur Profitmaximierung von Konzernen zu (Sex-)Objekten degradiert werden!
→ Frauen nicht nach stereotypen Rollenklischees beurteilt werden!
['solid] – die sozialistische Jugend Weißenburg und Netzwerk Linker AktivistInnen (NLA
(Es gilt das gesprochene Wort)
Rede von Erkan Dinar, Aktiver Antifaschist
Liebe Freunde,
Machen wir uns doch alle bitte nichts vor. Der Traum ist aus. Auch in Ansbach gibt es Nazis und sie schlafen nicht mehr. Mit Ihnen ist weder gut Bier trinken noch gut zu reden. Der Startschuss ist auch hier gefallen und dies an einem Silvesterabend.
Dunkle Wolken sind über der Region Westmittelfranken aufgezogen. Aus Ihren Nestern kommen Sie nun raus und sind bereit über Menschen zu fegen und Ihnen Schmerzen zuzufügen.
Noch, kommen Sie in der Nacht. Noch, kommen Sie aus der Finsternis und werden versuchen auch den hellen Tag zu erobern. Und Sie werden mutiger werden und gerade in den umliegenden Gemeinden Ihre Propagandaaktionen steigern.
Sie werden versuchen sich zusammenzuschließen und zu organisieren. Sie werden sich bekannte Gesichter in Ansbach heraussuchen und Sie bedrohen. Sie werden Vandalismus betreiben und Eigentumsdelikte begehen.
Und liebe Freunde, Sie werden sich stark fühlen und dadurch noch mehr von Ihresgleichen an sich ziehen sowie binden.
Und irgendwann, irgendwann werdet ihr Euch in einem Ort wiederfinden indem es normal ist rechts zu sein. Indem IHR stört mit eurem Antifaschismus und eurer Fresse und eurem Aussehen und eurer Frisur und eurer ach so toleranten Meinung. Und eurem Einsatz für eine bessere Welt in der Gerechtigkeit und Frieden einen hohen Stellenwert zu haben scheinen.
Ihr werdet die Störenfriede sein, welche die deutsche Jugend mit eurer Haltung zum „Undeutschsein“ verführen wollt.
So wird es kommen. So wird es sein, wenn man sich nicht endlich eine Selbstohrfeige verpasst und sich wach rüttelt aus einen Wunschtraum, indem man sich offenbar seit Jahren schon wohl fühlt in der Stadt Ansbach.
DER TRAUM IST AUS!
Und heute, heute beginnen wir mit der Selbstohrfeige. Wir wachen auf und werden verstehen müssen, dass es kein guten und schlechten Nazis gibt, sondern Faschismus als das benannt werden muss was es ist.
Ein verdammtes Verbrechen an der Menschheit. Das endgültige Abgleiten in Sozialdarwinismus wo Arme, Migranten, Alternative es verdienen geschlagen und getreten zu werden. Der Weg in die Barbarei und den Untergang.
Diese Realität ist keine schöne und doch gilt es sie zu erkennen. Diese radikale Realität gilt es zu verstehen und wachsam zu sein.
Dabei werden wir alle auf Hindernisse stoßen, weil wir entschlossen sein werden den Faschisten keinen Zentimeter zu belassen.
Ja, Freunde. Es darf kein ruhiges Hinterland für diese Leute geben. Ob in Schilligsfürst, Leutershausen, Rothenburg, Ansbach oder Weißenburg. Ob auf der Arbeit oder auf dem Nachbarschaftsfest bei dem Ihr gerade ein totes Stück Grillfleisch zu Euch nehmt.
Wir werden wachsam sein und brauchen dazu keine Genehmigung der Stadt. Wir brauchen dazu keine Genehmigung der staatlichen Repressionsorgane und schon gar nicht brauchen wir dafür eine Genehmigung der heute fehlende CSU.
Doch auch der Frau Oberbürgermeisterin will ich sagen: Sie haben den Antifaschismus nicht für sich gepachtet und haben kein Recht sich an der Hetze gegen kämpferische Antifaschistinnen und Antifaschisten zu beteiligen.
Welche antifaschistische moralische Legitimität besitzen Sie eigentlich, wenn sie Angegriffene, Verletzte und Geschlagene dazu nötigen sich erst einmal von Gewalt zu distanzieren, damit man Ihnen bei einer Kundgebung gegen rechte Gewalt einen Redebeitrag zugesteht?
Sie machen aus Opfern erst einmal Täter und fordern den Kniefall und dies bei einer Kundgebung, die wegen diesen Menschen überhaupt organisiert wurde.
An all die Fraktionen mit Schaum vor dem Mund und die Oberbürgermeisterin meine Einladung doch gerne ebenfalls dabei zu sein, wenn wieder einmal das Störtebeker angegriffen wird.
Ich fordere Sie auf dabei rauszugehen und die andere Wange hinzuhalten. Die Wange hinzuhalten, die Sie von den Angegriffenen, Verletzten und Geschlagenen einfordern.
Nein, Frau Seidel! Wir werden die andere Wange nicht hinhalten. Wir werden stattdessen solidarisch zusammenstehen und fordern sie auf sich gegen den realen Gegner zu positionieren. Sich solidarisch zu zeigen mit den Menschen, die als erstes angegriffen, verletzt und geschlagen werden.
Hören sie auf Stereotypen des Kalten Krieges aufzuwärmen. Ziehen Sie die richtigen Lehren aus der Zeit der Weimarer Republik. Machen sie sich nicht zur Erfüllungsgehilfin der Neonazis indem sie Ansbach spalten in gute und schlechte Antifaschisten.
Ergreifen Sie endlich ohne Bevormundsanspruch unsere ausgestreckte Hand gegen die Faschisten.
Sie, Frau Seidel, werden sehen wie weich diese Hände sind und wie wärmend sie sein können an einem so kalten Abend.
Liebe Freunde,
vor genau einer Woche gedachten viele Menschen in Deutschland der Befreiung des KZ Auschwitz. Dem traurigen Symbol des Rassenwahns der Faschisten.
Dieses Zurückschauen ist wichtig, aber darf uns nicht davon abhalten das Heute und Jetzt nicht aus den Augen zu verlieren. Was ist nun also das Hier und Jetzt?
Das Hier und Jetzt sind 182 Menschen die seit der Wende von Neonazis umgebracht wurden. Das Hier und Jetzt ist das jede fünfte Person latent antisemitisch ist. Das Hier und Jetzt ist eine radikale rechte Szene die „national befreite Zonen“ schaffen möchte und deshalb dazu übergegangen ist Angst zu schüren. Das Hier und Jetzt ist der sichtbare und unsichtbare politischer Terror der rechten Szene.
Dagegen geht allerdings die CSU nicht vor. Nicht hier in Ansbach und auch nicht in der Bundesregierung. Anstatt sich in Selbstbeherrschung zurückzuhalten und bei der Kundgebung dabei zu sein zeigt sie mit dem Finger auf die Angegriffenen, Verletzten und Geschlagenen.
Sie hat den antifaschistischen Konsens im Bundestag aufgekündigt und spaltet bewusst Antifaschistinnen und Antifaschisten in Anständige, also demokratische, und Unanständige, also so genannte Extremisten auf.
Andere in Ansbach beteiligen sich ebenfalls daran doch zumindest hatten sie den Anstand heute trotzdem dabei zu sein und ich bin mir sicher Ihnen ist kein Zacken aus der Krone gebrochen.
Die Bundesregierung ist dazu übergegangen durch sein Machtmonopol definieren zu wollen was demokratisch und was extremistisch ist.
Ohne Scham werden dadurch auch in Bayern sogar KZ-Überlebende sowie Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer zu Tätern gemacht.
Antifaschistische und antirassistische Projekte verlieren finanziellen Mittel für ihre wichtige Arbeit im Kampf gegen Rechts. Man verharmlost Rassismus, Antisemitismus und andere Ungleichwertigkeitsideologien.
Doch vor allem, liebe Freunde, es ist Wasser auf die Mühlen der Neonazis.
Die, ich nenne sie mal „Mitteextremisten“, machen sich damit schuldig an dem Schoß das immer noch fruchtbar ist.
Doch es gibt auch Dinge die Mut machen.
Es gibt weiterhin Menschen, die sich bewusst gegen Rechts engagieren und sich nicht von Neonazis, rückständigen Politikerinnen oder kalten Kriegsideologen einschüchtern lassen.
Es gibt Menschen, die nicht nur wegen einer Wahl das Verbot aller rechten Parteien und Organisationen einfordern.
Es gibt Menschen, die Ihre eigene antifaschistische Arbeit nicht über die antifaschistische Arbeit von Anderen stellen sowie diese wegen Ihrem noch kämpferischen Eintreten gegen Faschisten verurteilen.
Wir als antifaschistische Bewegung werden uns auf keinen Fall spalten lassen. Wir werden da sein, wenn Neonazis, für Unfreiheit, Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und sonstige menschenverachtenden Ideologien auf die Straße oder in die Kneipe gehen.
Wir werden die Klippe sein an der die braune Welle brechen wird.
In diesem Sinne: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg.
Mehr Infos unter: www.die-linke-gunzenhausen.de, www.die-linke-weissenburg.de und www.die-linke-ansbach.de
Der neu gegründete „Antifaschistische Koordinierungskreis Ansbach (AKA)“ veranstaltet am Samstag, den 07.01.12 eine Kundgebung an der Ansbacher Riviera.
„Es zieht sich ein Band des braunen Terrors durch Mittelfranken!“ Mit diesen Worten veurteilte der neu gegründete AKA den Angriff in der Silvesternacht auf ein Lokal in Ansbach.
Der Koordinierungskreis ist eine gemeinsame Vereinigung verschiedener antifaschistischer Gruppierungen und Privatpersonen.
Wie die Neonaziaktionen in Weißenburg und Fürth und der Anschlag auf Michael Helmbrechts Auto, zeigte auch der Angriff in Ansbach eine gewalttätige und menschenverachtende Handschrift.
Anders als teilweise dargestellt, handelte es sich bei den Vorgängen in Ansbach nicht um eine Prügelei zwischen rechten und linken Jugendlichen, sondern um einen gezielten Gewaltanschlag von Neonazis gegen völlig friedlich feiernde Lokalbesucher.
Von der Polizei und den Ermittlungsbehörden fordert der AKA schnellste Aufklärung und ein härteres Durchgreifen gegen bekannte Neonazis und deren Treffpunkte in ganz Mittelfranken. Anstatt mit der Kriminalisierung und Bespitzelung antifaschister Aktivistinnen und Aktivisten fortzufahren, soll man sich endlich darauf konzentrieren, den braunen Sumpf in Mittelfranken trockenzulegen.
Der AKA fordert gegenüber Neonazis eine Null-Toleranz-Politik und das gemeinsame Zusammenstehen aller demokratischen Kräfte. Dazu müssen ein breiter gesellschaftlicher Widerstand organisiert und Neonazistrukturen konsequent bekämpft werden.
Aus aktuellem Anlass und um ein deutliches Zeichen gegen die Neonazigewalt in Deutschland und unserer Region zu setzen, rufen wir zur Kundgebung gegen Rechts am Samstag den 07.01. um 11.00 Uhr an der Ansbacher Riviera auf.
Mit der bereits vorhandenen „Lokalen Allianz gegen Rechtsextremismus Ansbach (LARA)“ steht man in Kontakt und zieht weitere Kooperationen in Betracht. Auch andere antifaschistische Gruppen sind zur Mitarbeit eingeladen. Kontakt: AKAnsbach@web.de
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Chronologie des Naziüberfalles auf das „Störtebeker“ in der Silvesternacht
Am 01.01.2012 um ca. 01:00 Uhr erschienen in der Würzburger Straße ungefähr 20 Personen, die sich eindeutig dem rechtsextremen Spektrum zuordnen ließen. Sie trugen teilweise schwarz-weiß-rote Buttons oder Aufnäher und waren mit CS-Gas und/oder Pfefferspray bewaffnet. Sie bewegten sich zügig auf die linksalternative Kneipe „Störtebeker“ in der Hausnummer 18 zu, vor deren Eingang Personen standen. Diese Personen wurden ohne Umschweife von den Neonazis beschimpft und mit Feuerwerkskörpern beworfen.
Nachdem einer der Lokalbesucher in die Kneipe gerufen hatte: „Draußen sind Faschos, die wollen rein!“, drängten viele der Gäste nach außen, um zu verhindern, dass ein Eindringen der Neonazis gelingt, während andere sich im hinteren Teil des Lokals versteckten. Nach Aufforderung, den Ort zu verlassen, griffen die Neonazis an und es kam zu einer Schlägerei. Hierbei setzten die Angreifer das mitgebrachte CS-Gas und Pfefferspray ein, was zu heftigen Verletzungen bei vielen Besuchern des „Störtebeker“ führte.
Während sich einige ins Innere der Kneipe zurückzogen, um ihre Augen und Atemwege vom Pfefferspray zu befreien, versuchten die Faschisten, Einzelpersonen aus der Masse herauszuziehen, was teilweise gelang. Die Opfer wurden ebenfalls mit CS-Gas attackiert, zu Boden gerissen und mit Fußtritten überzogen. Hierbei kam es zu ernsthaften Verletzungen, wie Platzwunden und Knochenbrüchen.
Mehrere Besucher des Lokals riefen schon sehr bald die Polizei, die erst nur einen Streifenwagen vorbeischicken wollte, bei genauerer Beschreibung jedoch auch den Ernst der Lage erkannte und schließlich schnell mit mehreren Bussen anrückte. Trotz der offensichtlichen Überforderung der Polizei gelang es, alle Neonazis zu ergreifen und, genau wie bei den Besuchern der Kneipe, die Personalien aufzunehmen.
Drei Antifaschisten, die während des Angriffs verletzt worden waren, mussten ins Krankenhaus gebracht werden, zwei von ihnen wurden ambulant behandelt, einer aufgrund der gravierenden Verletzungen auch zwei Tage stationär.
Die Tatsache, dass die Neonazis in der Silvesternacht in einer derart großen Gruppe bewaffnet direkt vor dem „Störtebeker“, das als linksalternativer Treffpunkt bekannt ist, auftauchten, kann kein Zufall sein, zumal sie augenscheinlich nicht alkoholisiert waren.
Fest steht: Das war ein gezielter Angriff auf Andersdenkende!
Die Polizei muss hier einen klaren Unterschied zwischen den Angreifern und den Opfern des Angriffs machen.
Wir werden diesen feigen Angriff der Faschisten auf alternative Strukturen nicht tolerieren. Die Skrupellosigkeit und Menschenverachtung, mit der die Neonazis vorgingen, schockiert uns, wenn sie uns auch nicht überrascht.
Um auf die offensichtlichen Missstände und Probleme hinzuweisen, wird am 07.01.2012 um 11:00 Uhr an der Riviera eine Kundgebung stattfinden.
Kein Fußbreit den Faschisten!
Ramona Tax, Landesvorstandsmitglied, (DIE LINKE)
Mit seiner inhaltsleeren Reaktion auf den Vorstoß der bayerischen Linken, US-Militärstandorte im Freistaat Chancen für eine zivilen Umnutzung zu eröffnen, stellt Innenminister Hermann erneut die strukturpolitische Ideenlosigkeit der CSU für den ländlichen Raum unter Beweis. Dazu erklärt Ramona Tax, bayerisches Landesvorstandsmitglied (DIE LINKE):
Anstatt den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben hat die Staatsregierung in Mittelfranken und der Oberpfalz in den vergangenen Jahren die Aufrüstung der US-Kriegsdrehscheiben in Ansbach, Illesheim, Grafenwöhr und Hohenfels geduldet und sogar noch befeuert. Dort leiden ganze Landstriche unter Gesundheitsgefährdungen und Umweltzerstörung infolge der Militärpräsenz. Zehntausende BürgerInnen sehen sich massiven Fluglärm und Schießlärm hilflos ausgesetzt.
Im Gegensatz zu Minister Herrmann hat DIE LINKE die Entwicklungsmöglichkeiten durch Konversion von Militärstandorten erkannt und will an den bayerischen US-Basen frühzeitig Prozesse für künftiges bürgerfreundliches und umweltschonendes Wirtschaften einleiten. Alle Beispiele von zivil genutzten ehemaligen Armeestützpunkten zeigen eine positive wirtschaftliche Entwicklung – auch im ländlichen Raum. Überall wurden mehr Arbeitsplätze geschaffen, zahlreiche ehemalige Zivilangestellte bei der Armee in Konversionsprojekten übernommen. Die Gewerbesteuereinnahmen sowie die allgemeine Steuerkraft der betroffen Kommunen stiegen in allen Konversionsbeispielen stark an, währenddessen das US-Militär in Bayern keinerlei Steuern entrichtet. Voraussetzung für einen zeitnahen Erfolg der zivilen Umnutzung ist allerdings eine rechtzeitige Konversionsplanung.
Hier hat die Staatsregierung, allen voran Minister Herrmann, auf ganzer Linie versagt, wie das Beispiel Kitzingen zeigt. Die dortigen Chancen der zivilen Umnutzung im Bereich regenerativer Energien oder bei der Schaffung bezahlbaren Wohnraums auf ehemaligem Kasernengelände hat die Staatsregierung völlig verschlafen und die Kommune seit vier Jahren im Stich gelassen, denn noch immer liegen auf dem örtlichen Flugplatz tonnenweise Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, die für viel Geld beseitigt werden müssten. Der Bund ist Eigentümer der Areale über einer Fläche von etwa 400 Hektar. Erst 52 Hektar seien verkauft worden. Am 1. April hatte Ministerpräsident Horst Seehofer bei einem Besuch seine Hilfe zugesichert ohne Zahlen zu nennen. Passiert sei nichts.
Die bayerische Linke wird sich auch jenseits der ideologischen Verblendung des Innenministers weiterhin für zukunftsfähige Konzepte zum Wohle von Mensch und Natur an den derzeitigen Militärbasen im Freistaat einsetzen. Die bayerische Staatsregierung sollte sich dem anschließen und sich, wie in Giebelstadt bei Würzburg geschehen, an den Kosten für die Suche und Bergung der Altlasten beteiligen. Der Schaffung von guten zivilen Arbeitsplätzen stehen dann zumindest keine Verfehlungen der Politik mehr im Wege.
„Kriegsübungen unter dem weiß-blauen Himmel sind keine strukturpolitischen Optionen für den ländlichen Raum. Sie sind vielmehr Ausdruck von Planlosigkeit einer ausgebrannten Staatsregierung“, so Ramona Tax abschließend.
Am Samstag, 1. Oktober 2011, ab 18:00 Uhr im McIntosh Pub (Am Weißenhof 1, 91781 Weißenburg), Tel.: 0172 / 7909751.
McIntosh Pub ist keine 2 km außerhalb von Weißenburg im Ortsteil Hattenhof, direkt an der Durchgangsstraße.
Vor nun über sechs Jahren hat ein einmaliges politisches Projekt der Linken in Deutschland seinen Anfang gehabt mit einer gemeinsamen Kandidatur von Linkspartei.PDS und WASG bei den Bundestagwahlen 2005. Seitdem hat dieses Projekt die politische Landschaft durcheinander gewirbelt und dem tiefen Bedürfnis vieler Menschen nach sozialer Gerechtigkeit und Frieden eine Stimme in den deutschen Parlamenten und der bundesdeutschen Öffentlichkeit verschafft.
Nach nun über vier Jahren DIE LINKE hat der politische Nutzen dieser Partei für die sozial Unterdrückten rein gar nichts an Wert verloren. Noch immer gibt es Armut, Krieg und Ausbeutung. Noch immer gibt es einen politischen Einheitsbreit der Parteien abseits der Linken und viel zu viele Medienlügen der 4.Gewalt im Land über die realen Zusammenhänge der untragbaren Verhältnisse. Auch vor Ort ist dies immer wieder in den Kommunalparlamenten zu beobachten.
Doch auch hier vor Ort, wie auch in der großen Politik, gibt es niemals einfach nur vermeintliche Sachentscheidungen, sondern immer nur politische Entscheidungen, gemäß den Macht- und Kräfteverhältnissen der verschiedenen sozialen Klassen und ihrer Bündnisgenossen zueinander. DIE LINKE kann und darf in diesen Auseinandersetzungen nur auf einer Seite stehen. Auf der Seite der Ausgegrenzten und Entrechteten und im Gegensatz zu den Parteien und Kräften, die sich ein Leben ohne Großbanken und Versicherungskonzerne nicht mehr vorstellen können. Wir allerdings können es!
Bei gemütlichem Beisammensein wollen wir Kraft tanken und gemeinsam Träumen, Singen und Lachen. Den musikalischen Part dabei wird das Piano/Gesangsduo "TASTOSTERON" aus Ansbach übernehmen. Dahinter stehen der linke Bezirksrat Uwe Schildbach am Mikro und Stefan Bauer am Piano. Die Getränke werden vom Pub angeboten. Grillgut, Salate und auch Nachtisch können gerne mitgebracht werden.
„Ein Leben ohne Feste ist wie eine Reise ohne Gasthaus.“
Demokrit, griechischer Philosoph (um 460 v. Chr. - um 370 v. Chr.)
Wir freuen uns auf einen schönen Abend und laden dazu die Öffentlichkeit von nah und fern ein!
DIE LINKE Kreisverband Weißenburg-Gunzenhausen/Ansbach
Der Kreisvorstand der Linken in Weißenburg-Gunzenhausen/Ansbach ging in einer Pressemitteilung anlässlich des Antikriegstags am 1. September auf den Krieg in Libyen ein. Dabei fordern die Linken die Achtung des Völkerrechts, einen sofortigen Waffenstillstand und Friedensverhandlungen unter Ägide der Afrikanischen Union.
Ihren Anfang nahm der Antikriegstag bereits vor 100 Jahren am 3. September 1911 in Berlin bei der bis dahin größten Friedensdemonstration im Deutschen Reich. 200.000 Menschen folgten dem Aufruf der SPD „Gegen die Kriegshetze! Für den Völkerfrieden!“ zur Kundgebung im Treptower Park.
„Sie verhinderte leider nicht, dass drei Jahre später die Mehrheit der SPD-Reichstagsfraktion sich hinter den Kaiser stellte und den Kriegskrediten zustimmte.“, so die Linken. In den 1920er Jahren entstand die Idee eines Antikriegstags, der seit den 1950er Jahren in Ost- und Westdeutschland am 1. September begangen wird.
Heute gebe es 32 Kriege und „bewaffnete Konflikte“ bei denen auch Waffen aus deutscher Produktion im Einsatz seien. An elf dieser Konflikte beteilige sich die Bundeswehr mit rund 7.000 Soldaten. Nicht mitgezählt seien dabei NATO-Einsätze wie gegen Libyen, bei denen die Bundeswehr mit an der Zielauswahl von mittlerweile über 20.000 Bombenangriffen beteiligt sei. Die Behauptung, es gelte in Libyen einen Genozid zu verhindern, basiere auf keinen Beweisen und so sei wie bei jedem Krieg die Wahrheit als erstes Opfer zu betrauern gewesen. Schon 1982 sei die „Nationale Front für die Rettung Libyens“ (NFSL) mit US-amerikanischer Unterstützung gegründet worden, um die libysche Regierung zu stürzen. Die von den USA ausgerüstete kleine Untergrundarmee unterhielt in Virginia ein Trainingscamp und sei die treibende Kraft hinter den bewaffneten Aufständen am 17.Februar 2011 gewesen. Durch die Bombardements der NATO seien allein in den ersten drei Monaten über 1.000 Zivilisten gestorben. Auch die Bombardierung von Krankenhäusern, Nahrungsmittellagern, Wohngebäuden, Fernsehanstalten und der Trinkwasserversorgung sowie die Parteinahme in einem Bürgerkrieg sei mit der UN – Charta nicht vereinbar und Verstoße gegen die UN – Resolution 1973. Hier sei die Einrichtung der Flugverbotszone im Fokus gestanden, bei gleichzeitiger Verhinderung von Waffenlieferungen an die Bürgerkriegsparteien. Ausdrücklich ausgeschlossen sei es gewesen einen Regimewechsel zu verfolgen. Stattdessen seien allerdings schon seit Monaten Waffen, Ausrüstung und auch militärische Eliteeinheiten wie die britische Spezialeinheit SAS im Einsatz.
Die militärische Aggression gegen Libyen ziele in der Betrachtungsweise der Linken darauf ab, die Befreiung der afrikanischen Länder aus der Abhängigkeit von europäischen und nordamerikanischen Institutionen unmöglich zu machen und läute unter der Deckmantel der Menschenrechte eine neokolonialistische Offensive zur Neuaufteilung der Rohstoffe dieser Länder ein. Die am 25. Februar in der EU und USA eingefrorenen 75 Mrd. Euro seien zur Schaffung von drei Finanzinstitutionen bestimmt gewesen. Ein Afrikanischer Währungsfonds, ein Investmentfond und eine Zentralbank sollte damit gegründet und damit in direkter Konkurrenz das Monopol des IWF und der Weltbank treten. Damit hätte auch Afrika eine eigenständige Geldpolitik betreiben können. Noch bedrohlicher für die EU und USA seien allerdings die Pläne gewesen den Gold-Dinar statt dem Dollar künftig als einziges Zahlungsmittel für Erdöl zu akzeptieren.
Die gleiche Rücksichtslosigkeit des Westens habe sich auch beim Sturz von Laurent Gbagbo, dem Ex-Präsidenten der Elfenbeinküste, im April 2011 gezeigt. Im März 2011 habe dieser nämlich den Kakaosektor seines Landes per Dekret nationalisiert und damit den westlichen Unternehmen entzogen. Der neue Präsident Alassane Quattara, 36 Jahre beim Internationalen Währungsfond beschäftigt, habe sich schon kurz nach der Machtübernahme durch militärische Hilfe der französische Truppen bei seinem ehemaligen Standesbeamten und heutigen Präsidenten Nicolas Sarkozy mit der Aufhebung des Dekrets bedankt. Der Vorwurf des Wahlbetrugs und Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch extralegale Tötungen von Anhänger des ehemaligen Präsidenten sei nach Erreichung des Regierungswechsels zur inneren Angelegenheit des Landes erklärt worden. So sei auch in Libyen nicht verwunderlich gewesen, dass eine der ersten Handlungen des Nationalen Übergangsrat die Gründung der Ölgesellschaft namens „Libyan Oil Company“ (LOC), die die staatliche Libyan National Oil Company (LNOC) ersetzen soll. Die staatliche Öl-Gesellschaft kontrolliere 90 Prozent des geförderten Öls, dessen Verkaufserlöse der libyschen Bevölkerung zugute kommen. Die Angst der deutschen Wirtschaftseliten bei der Verteilung des libyschen Öltrogs nicht in der ersten Reihe zu sein, sei der wirkliche Grund des aktuellen Katzenjammers in der Bundesregierung. Die über Jahrzehnte praktizierte Strategie auf den für deutsche Interessen richtige Seite zu setzen, habe vielleicht eine Delle bekommen, aber angesichts von 200 Panzern an das despotische und frauenfeindliche Regime in Saudi-Arabien nicht lange von Dauer.
In Libyen seien ein sofortiger Waffenstillstand und Friedensverhandlungen unter Führung der Afrikanischen Union vonnöten. Dabei müssten die 140 libyschen Stämme genauso eingebunden werden wie auch die Getreuen der alten Regierung. Ansonsten drohen auch in Libyen eine Irakisierung und damit ein jahrelanger Bürgerkrieg unter einer womöglichen Fremdbesatzung durch ausländische Truppen.
Inge Höger, Kornelia Möller, Yvonne Ploetz, Kathrin Senger-Schäfer
02.07.2011 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr
91522 Ansbach, Karlsplatz 7-9, Kulturzentrum am Karlsplatz (Angletsaal)
Öffentliche Podiumsdiskussion
mit den MdB Inge Höger, Kornelia Möller, Yvonne Ploetz und Kathrin Senger-Schäfer,
und VertreterInnen bundesweiter Bürgerinitiativen.
u.a. mit
Boris-André Meyer, Offene Linke, Ansbach und Bürgerinitiative „Etz langts“
Doris Emrich, Bürgerinitiative gegen Fluglärm, Bodenlärm und Umweltverschmutzung, Kaiserslautern
Vertreter/in von „Flughafen Natofrei“, Leipzig
Interessierten Bürgerinnen und Bürgern aus Ansbach und Umgebung
Für DIE LINKE ist Friedenspolitik eine tragende Säule ihres Parteiprogramms. Wir kämpfen als einzige politische Kraft in Deutschland konsequent für zivile Konfliktlösungen und lehnen Krieg als Mittel der Politik kategorisch ab.
DIE LINKE strebt gemäß ihres Parteiprogramms zudem an, alle ausländischen Militärbasen auf deutschem Boden zu schließen. Der seit acht Jahren andauernde Irak-Krieg und jetzt aktuell der Libyen-Krieg zeigen, dass von der Bundesrepublik nicht unterstützte Kriegseinsätze, die der Bundesgerichtshof im Falle von der US-amerikanischen Intervention des Iraks als „völkerrechts- und grundgesetzwidrig“ einstuft, fortwährend auf dem Hoheitsgebiet der BRD vorbereitet werden.
Dies gilt insbesondere für den Freistaat Bayern, wo in den Militärbasen Ansbach, Bamberg, Grafenwöhr, Hohenfels, Illesheim, Schweinfurt und Vilseck ein Großteil der in Deutschland stationierten Truppen der US-Armee ihre Kriegsübungen durchführt. Der Norden Bayerns ist so neben der Pfalz die strategisch bedeutsamste Kriegsdrehscheibe der USA in Europa.
Für DIE LINKE Bayern bedeutet die Stationierung der US-Armee im Freistaat nicht nur die Zementierung des Führens völkerrechswidriger Kriege von bayerischem Boden aus. Wir sehen gleichzeitig die Belastungen und die Gefahren für die Bevölkerung im Umfeld dieser US-Basen. Wenige Wochen vor der Havarie des AKW Fukushima schrieben mehrere Bürgermeister im Umkreis des unterfränkischen AKWs Grafenrheinfeld einen Bittbrief an die Kanzlerin, die Übungsflüge der US-Luftwaffe in nächster Nähe des AKWs zu unterbinden. Der Abstand der Flugrouten des US-Militärs zu AKWs ist um ein vielfaches kleiner als der von der US-Armee geforderte Abstand von Windkraftanlagen zu deren Flugfeldern. Allein diese Tatsache zeigt für DIE LINKE Bayern deutlich: Die US-Basen im Freistaat sind unverantwortlich für die Sicherheit der Bevölkerung und ein Zukunftsverhinderer für unser Land.
Gerade am heutigen Tagungsort des Landesvorstands werden die negativen Auswirkungen der US-Militärpräsenz in Bayern sehr deutlich: Es ist nicht zu rechtfertigen, dass mit Unterstützung der Staatsregierung die Regierungshauptstadt Mittelfrankens zum größten militärischen Hubschrauberbasis des Kontinents ausgebaut wird. Die in Ansbach stationierten über 100 Kampfhubschrauber passen mit Überflugrechten bis zwei Uhr morgens und fehlenden räumlichen Beschränkungen nicht in die vorhandene Siedlungsstruktur.
Während tausende Bürgerinnen und Bürger unter Fluglärm leiden, wird in Ansbach auf Kosten von Mensch und Natur weiter aufgerüstet: Auf einer Fläche der zwölffachen Größe der Ansbacher Innenstadt soll ein weiteres Kasernengelände hinter Stacheldraht entstehen. Die schwarz-gelben Regierungen in München und Berlin opfern dafür bereitwillig nicht nur 150 Hektar Naturfläche, sondern mehrere Millionen Euro für notwendige Verkehrsanschlüsse samt Enteignungen von Einheimischen. In Ansbach wird so Politik gegen die Bevölkerung sehr anschaulich erlebbar.
DIE LINKE Bayern unterstützt die betroffene Bevölkerung und auch die Stadt Ansbach als Gebietskörperschaft. Es ist ein Skandal, dass einstimmige Beschlüsse des Ansbacher Stadtrats für ein Nachtflugverbot und ein Überflugverbot über Wohngebieten von Staatsregierung wie Verteidigungsministerium schlichtweg vom Tisch gewischt werden. Wir werden uns verstärkt dafür einsetzen, dass die Militärinteressen endlich hinter dem Bürgerwohl zurückstehen müssen, überall in Bayern.
DIE LINKE Bayern nimmt den einhelligen Willen der Stadt Ansbach, dass Form und Größe der Militärpräsenz in der mittelfränkischen Kapitale nicht erwünscht sind, zum Anlass , in enger Zusammenarbeit mit der Linksfraktion im Bundestag die berechtigten Forderungen der Ansbacher Bevölkerung und ihrer gewählten Vertretung in Berlin parlamentarisch zur Kenntnis zu nehmen: Wir werden es nicht hinnehmen, dass der Wille der Bevölkerung in Ansbach weiter mit Füßen getreten wird.
DIE LINKE Bayern wird weiterhin mit Nachdruck für einen friedlichen Freistaat eintreten. Die Auflösung der US-Militärbasen bleibt hierbei mittel- und langfristig ein zentrales Handlungsfeld. Frühzeitig wollen wir gemeinsam mit den Menschen und den Initiativen vor Ort Ansätze für die zivile Umnutzung dieser Stützpunkte in Bayern entwickeln.
Die Ansbacherinnen und Ansbacher wissen, dass sie in unserer Partei eine verlässliche Mitstreiterin für ihre vitalen Interessen haben.
Niedriglöhne treffen oft Frauen und junge Beschäftigte im Landkreis Ansbach – Mindestlohn jetzt!
„Der 1. Mai steht vor der Tür und es ist eine Schande, dass es in Deutschland immer noch keinen gesetzlichen Mindestlohn gibt“, erklärt die Partei DIE LINKE. im Kreisverband Ansbach. Niedriglöhne breiten sich immer weiter aus. Insbesondere Frauen und junge Beschäftigte sind sehr oft davon betroffen. Im Landkreis Ansbach sind dies 48,7 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten im Alter von 15 bis 24 Jahre, die sich mit einem niedrigen Lohn begnügen müssen. Ebenso werden 47,4 Prozent der in Vollzeit beschäftigten Frauen mit einem niedrigen Lohn abgespeist.
In Anbetracht dieser Zahlen meinen die Kreisvorsitzenden:
„CDU/CSU und FDP müssen endlich ihre Blockadehaltung gegenüber einem gesetzlichen Mindestlohn aufgeben. Dieser ist ein entscheidender Schritt für mehr Gleichberechtigung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt“. Außerdem würde ein Mindestlohn die Löhne von jungen Beschäftigten verbessern, die am Anfang ihres Berufslebens stehen. So wird ihre Zukunfts- und Familienplanung erleichtert. Will die Bundesregierung wirklich eine Politik betreiben, die Frauen und jungen Beschäftigten auf dem Arbeitsmarkt hilft, darf sie sich nicht länger dem Mindestlohn verweigern.
Ab 1. Mai 2011 ist der deutsche Arbeitsmarkt für Beschäftigte aus Mittel - und Osteuropa offen. Das ist im Sinne einer weiteren europäischen Vereinigung zu begrüßen. Es bedarf aber Schutzmechanismen für die Beschäftigten, wenn der Druck auf die Löhne nicht noch weiter steigen soll. Der Mindestlohn stellt eine allgemeine Lohnuntergrenze dar. Dass dies nötig ist, zeigen die Zahlen zum Wachstum der Niedriglohnbeschäftigung. Gab es im Jahr 2000 im Kreis Ansbach 8568 sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigte im Niedriglohnbereich, waren es im Jahr 2009 bereits 8970.
Die Politik muss dieser Entwicklung gegensteuern. DIE LINKE fordert, unverzüglich einen gesetzlichen Mindestlohn einzuführen, der bis 2013 auf 10 Euro pro Stunde ansteigt. DIE LINKE unterstützt die gewerkschaftlichen Aktionen am 1. Mai <//span>und wird gemeinsam mit den Gewerkschaften für mehr gute Arbeit und gute Löhne kämpfen.

17. April 2011
Liebe Mitglieder und Unterstützer,
es ist schwer angesichts der Vorfälle in Japan zur politischen Tagesordnung überzugehen. Zu stark prägen sich die Bilder des Reaktorunglücks von Fukushima ins Bewusstsein der gesamten Menschheit ein. Auch in Deutschland gleicht der Wille aller politischen Verantwortungsträger einen Ausstieg anzupeilen einem politischen Erdbeben. Noch nie konnte man so deutlich die Verlogenheit der Wendehälse in der Bundesregierung beobachten. Plötzlich spricht sogar die CSU von ihrem unbedingten Willen aus der Atomenergie so schnell als möglich auszusteigen. Doch Obacht ist angesagt. Vertrauen kann es nämlich nicht geben in politische Ankündigungen, sondern nur in die Umsetzung von praktischen Schritten zur Verbesserung der sozialen, ökologischen und gesellschaftlichen Lage der Bevölkerung. DIE LINKE in den Landkreisen Ansbach, Weißenburg-Gunzenhausen sowie der kreisfreien Stadt Ansbach steht als verlässlicher und konsequenter Partner an der Seite der Akteure für einen emanzipatorischen Fortschritt. So kann es, so muss es weitergehen. Immer die Menschen im Blickwinkel des politischen Handelns. Um dies gemeinsam mit euch zu planen und umzusetzen laden wir euch herzlich zu unserer nächsten Kreismitgliederversammlung ein.
Datum: 17. April 2011 Uhrzeit: 13:00 Uhr
Ort: Teo`s Restaurant (Nebenraum Florenz), Auf der Wied 9, 91781 Weißenburg, Tel.: 09141 - 922990
TOP 01 Eröffnung und Begrüßung
TOP 02 Wahl der Versammlungsleitung, Protokollführung, Mandatsprüfungs- und Wahlkommission
TOP 03 Beschluss über die Tagesordnung
TOP 04 „Haben bäuerliche Strukturen eine Zukunft?“ mit Alexander Süßmair, MdB (angefragt)
TOP 05 Berichte der Mandatsträger von Ihren Tätigkeiten in Stadt-, Kreis- und Bezirkstag
TOP 06 Berichte aus den Ortsverbänden
TOP 07 Rechenschaftsbericht/Kassenbericht/Revisionsbericht
TOP 08 Aussprache und Entlastung der Vorstandschaft
TOP 09 Wahl der neuen Vorstandschaft + Revisoren + stellv. Finanzverantwortlicher
TOP 10 Wahl von Delegierten/+ Ersatzdelegierten für den Landtagsparteitag
TOP 11 Sonstiges und Schlussworte
Mit solidarischen Grüßen,
Erkan Dinar, Kreisvorsitzender
DIE LINKE Weißenburg-Gunzenhausen/Ansbach
Erkan Dinar
Als Kreisvorstand der Partei DIE LINKE im Kreisverband Ansbach/Weißenburg-Gunzenhausen, erklären wir uns solidarisch mit den Kolleginnen und Kollegen der Telekom AG.
Nach den verheerenden Lohneinbußen in der Tarifrunde 2007 sind die von ver.di geforderten 6,5 Prozent plus bei einer Laufzeit von 12 Monaten, mindestens aber 170 € monatlich, mehr als nur gerechtfertigt gewesen. Das Angebot der Telekom von 2,17 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten mutete dagegen wie ein schlechter Witz an und wäre ein ungerechtfertigter Reallohnverlust gewesen, weil allein schon die prognostizierte Inflationsrate in 2011 bei mindestens 2,3 bis 2,6 Prozent liegen wird. Die Telekom ist allerdings bestens durch die Krise gekommen und hat am 25. Februar 2010 beschlossen in 2010, 2011 und 2012 je 3,4 Mrd. Euro an die Aktionäre auszuschütten. Wieder einmal sollen also die Mitarbeiter die Aktionäre bedienen und sich dauerhaft selber in Bescheidenheit üben. Neben der riesigen Ausschüttungssumme soll der Umsatz der Telekom in den fünf Wachstumsfeldern – mobiles Internet, vernetztes Zuhause, eigene Internet-Services, Systemgeschäft und intelligente Netze für die Bereiche Energie, Gesundheit, Medien und Vernetztes Auto – sogar um die Hälfte auf 30 Mrd. Euro steigen. Um sich auf diese ehrgeizigen Ziele zu konzentrieren, hat man sogar T-Mobile USA für 39 Mrd. US-Dollar abgegeben. Bei all diesen ökonomischen Zielen bleiben allerdings die Wurzeln dieses vermeintlichen Erfolgs unberücksichtigt. Die Beschäftigten sollten nur mit dem Nötigsten abgespeist werden. Anders konnte man sich das absichtliche Scheitern der vierten Verhandlungsrunde im März 2011 nicht vorstellen.
Schaut man sich den Personalbericht der Telekom 2009/2010 an, findet man schöne Bilder und Ziele mit postmodernen Begrifflichkeiten. Strategische Maßnahmen, Programme und Initiativen sollen in vier Themenfelder einfließen: Team, Talent, Technologie und Toleranz.
„Als Team soll der Wandel der deutschen Telekom vorangetrieben werden. [...] Das Talent der Mitarbeiter sichere das nötige Know-how für die Telekom und den Mitarbeitern ihre Zukunft. [...] Mit neuen Ideen und innovativer Technologie sollen neue Wachstumsfelder erschlossen werden. [...] Die als Vielfalt verstandenen Toleranz, die Einzigartigkeit der Mitarbeiter und die Unterschiedlichkeit ihrer Stile sollen den nachhaltigen Erfolg der Telekom sichern.“
Mit diesen vermeintlich makellosen Vorstellungen möchte die Telekom das unvermeintliche Zudrehen der Daumenschrauben für die Beschäftigten verdecken, weil es nach Meinung der Konzernspitze bei steigenden Umsätzen nur gleichbleibende Personalkosten geben darf. Die ab dem 1. April 2011 gewährten 3,15 Prozent stehen damit in einem ganz anderen Licht. Für das gesamte Jahr relativiert sich die Erhöhung sogar auf nur 2,25 Prozent. Gerade im Angesicht des immer noch schwer im Magen liegenden, bereits erwähnten Tarifabschluss 2007, fordern wir dagegen die Telekom auf, die Belegschaft wenigstens direkt an den erwarteten Umsatzsteigerungen mit außerordentlichen Lohnausschüttungen zu beteiligen. Dazu bedürfte es nur einen klaren Willens die Beschäftigten in den Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns zu rücken.
Jeden Montag (um 18 Uhr) Mahnwachen in Ansbach am Martin-Luther-Platz für Atomausstieg und gegen die "Atom-Moratorium"-Demagogie der Bundesregierung
Anlässlich des zivilen atomaren Desasters in Japan riefen am 14. und 21. März das Ansbacher Energiewendebündnis (Bund Naturschutz, DIE LINKE, Grüne, SPD, BAP und ödp), die Linksjugend "solid" und die Grüne Jugend zu Mahnwachen für Atomausstieg in die Ansbacher Innenstadt, deren vorläufiger Höhepunkt eine Großdemo am 25. März war: 1.300 Menschen demonstrierten gegen Atomenergie Fortgesetzt wird die Kampagne mit montäglichen Mahnwachen für den Atomausstieg in Ansbach am Martin-Luther-Platz. Immer montags — so lange die Bundesregierung aus wahltaktischern Gründen mit ihrem "Atom-Moratorium" Demagogie betreibt.
Obwohl seit 3o Jahren zu diesem Thema alles was zu sagen ist, bereits gesagt wurde, haben es verantwortliche Politiker trotz ethischer Lippenbekenntnisse nicht vermocht zu handeln. Der Ausstieg aus dem Atomausstieg symbolisiert das Versagen der Entscheider. Das Panik-Placebo "Umsteigen ohne Aussteigen"/font>, das die CSU-Spitze auf ihrer heillosen Flucht aus der politischen Gefahrenzone in die Beliebigkeit erfand, gleicht einem verstrahlten Pudding, den die Unionsparteien auf ihre Wahlplakate zu nageln versuchen. Placebo-Erfinder Horst Seehofer (CSU-Nickname: "Schneller Brüter") hat damit in der CSU die konservative Werte-Kernschmelze eingeleitet.

http://www.youtube.com/user/dielinke#p/u/0/ZMYqnB5xajg
Gregor Gysi zur Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Merkel zu den Konsequenzen aus den Ereignissen in Japan: "Wir brauchen keine vorübergehende, sondern eine endgültige Abschaltung der Atomkraftwerke. Unabhängig davon müssen unverzüglich und sofort einen Strompreisstopp durchsetzen. Die Konzerne haben Profitpolster. Sie müssen die Verluste tragen - nicht die Bürgerinnen und Bürger und nicht die anderen Unternehmen...

Fast stündlich nähert sich die Welt einem Super-Gau im japanischen Fukushima. Die Ängste der Menschen in Deutschland schlagen hohe Wellen und zwingen sogar die Bundesregierung zu Wahlkampfmanövern. Bundeskanzlerin Merkel erklärt einen Ausstieg aus der Laufzeitverlängerung über den Zeitraum von 3 Monaten. Wir alle wissen allerdings, dass es sich hier um Aktionismus handelt um die anstehenden Landtagswahlen zu überstehen.
In ganz Deutschland haben deshalb am Montag über 450 Mahnwachen mit über 110.000 Menschen stattgefunden. Die Linksjugend unseres Kreisverbands hat umgehend reagiert und für letzten Montag jeweils eine Mahnwache in Ansbach (gemeinsam mit dem Energiewendebündnis Ansbach und der Grünen Jugend) und eine Mahnwache in Weißenburg angemeldet. Beide Aktionen waren ein Erfolg und haben viele Menschen in Trauer und Wut zusammengebracht um der Bundesregierung ein klares Zeichen zu senden. Bei der Mahnwache in Weißenburg nahmen über 100 Menschen teil. In Ansbach war der Ansturm noch größer und man entschied sich spontan mit den über 180 Menschen zu einer Spontandemonstration. Unser Kreisverband hat damit gehandelt und nicht abgewartet. Mit diesem Elan wird es in unseren mittelfränkischen Gefilden weitergehen.
Über den nachfolgenden Link findet ihr Bilder von der Mahnwache in Weißenburg.
https://fotoalbum.web.de/gast/offenelinkewug/Mahnwache_zum_Atomausstieg_WUG
Über den nachfolgenden Link findet ihr Bilder von der Mahnwache und der Spontandemo in Ansbach.
https://fotoalbum.web.de/gast/offenelinkewug/Mahnwache_zum_Atomausstieg_AN
Ansbach: Am 21.März.2011 18.00 Uhr Kundgebung Martin-Luther-Platz
Weißenburg:
Am 21. März 2011 wird erneut von 18:00 bis 18.30 Uhr eine Mahnwache in Weißenburg (Gotischen Rathaus/Schweppermannsbrunnen) stattfinden. Wir sind hier erneut die Anmelder. Also merkt euch bitte den Termin vor und bringt noch einige Freunde mit.
Damit die Mahnwache mit Leben erfüllt wird und perspektisch weitere Aktivitäten geplant werden können, wird es am 18. März 2011 um 17:30 Uhr ein Planungstreffen im Brandenburger Hof geben. Die Einladung dazu findet ihr im Anhang.
Rothenburg ob der Tauber:
Am 18. März 2011 von 18:00 bis 18:30 Uhr findet auf dem Rothenburger Marktplatz eine weitere Mahnwache statt. Als Anmelder fungieren hier die Grünen. Als weitere Unterstützer der Mahnwache treten bis dato Bund Naturschutz Rothenburg, DGB Rothenburg, Erdcharta AG Rothenburg, SPD Rothenburg und wir als DIE LINKE Kreisverband Ansbach/Weißenburg-Gunzenhausen auf. Wir bitten euch auch an dieser Mahnwache teilzunehmen.
Mehr Infos unter: www.die-linke-ansbach.de und www.die-linke-weissenburg.de
Einen Liveticker findet ihr unter:
http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/erdbeben_in_japan_regierung_ruft_atomaren_notstand_aus/

Vor 100 Jahren wurde zum ersten Mal der Internationale Frauentag begangen. Vorgeschlagen hatte dies die deutsche Sozialistin Clara Zetkin im Jahre 1910 auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen. Mit der Wahl des Datums sollte der revolutionäre Charakter des Frauentags hervorgehoben werden, in Anlehnung an die Märzrevolution 1848 und die 1871 gebildete Pariser Kommune.
Die zentralen Forderungen waren die Einführung des Frauenwahlrechts, der 8-Stunden-Tag, die Festsetzung von Mindestlöhnen, sowie Forderungen nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit. Auch wenn wir heute im Jahr 2011 auf wichtigen Errungenschaften, wie beispielsweise Frauenwahlrecht, Gleichstellungsartikel im Grundgesetz und Gleichberechtigungsgesetz zurückblicken, bleiben immer noch etliche Forderungen unerfüllt. So ist in der Arbeitswelt noch lange nicht von einer Gleichberechtigung von Mann und Frau zu sprechen. Denn während 12,6 Prozent der Frauen im Gegensatz zu 7,8 Prozent der Männer einen Hochschulabschluss haben, sitzen nur 9,4 Prozent der Frauen in Aufsichtsräten, in Unternehmen ohne Mitbestimmung gar nur 1,9 Prozent.
„Obwohl diese Zahlen der Kanzlerin bestens bekannt sind, wischt sie die gesetzliche Frauenquote zugunsten einer Selbstverpflichtung der Industrie ignoranterweise vom Tisch. Wer allerdings Geschlechtergerechtigkeit umgesetzt haben möchte, muss die Grundlagen dafür schaffen und zumindest die 50 Prozent-Quote im ersten Schritt einführen“, so Ramona Tax, Kreissprecherin der Linken im Landkreis Ansbach/Weißenburg-Gunzenhausen.
Durch eine Quote allein wird sich indessen die Lage von Frauen in der Arbeitswelt noch nicht grundsätzlich verbessern. Frauen verdienen im Durchschnitt immer noch 23 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Dies bedeutet Platz 21 in der EU und damit ein Armutszeugnis in Sachen Geschlechtergerechtigkeit für Deutschland.
„Um diesen Problemen etwas entgegen zu setzen, muss endlich das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit bei Männern und Frauen gelten, ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn von mindestens 10 Euro eingeführt und prekäre Beschäftigungsverhältnisse strikt begrenzt werden“, so die Landkreislinken.
„Weltweit dürfen Frauen nicht länger durch ein patriarchales System unterdrückt werden, welches in allen Unterdrückungsverhältnissen noch einmal aufzeigt, dass Frauen die noch rechtlosere, noch elendere, noch aussichtslosere Rolle innehaben. Auch nach 100 Jahren internationaler Frauentag bleiben die Auseinandersetzungen für die Rechte von Frauen weiterhin aktuell und sind für eine emanzipatorische Gesellschaft unabdingbar“, so Ramona Tax abschließend.
Quelle:pixelio.de
Das Geld gleicht dem Seewasser. Je mehr man davon trinkt, desto durstiger wird man. (Arthur Schopenhauer, deutscher Philosoph)
Als Kreisvorstand der Partei DIE LINKE im Kreisverband Ansbach/Weißenburg-Gunzenhausen, erklären wir uns solidarisch mit den Kolleginnen und Kollegen der Sellner Group in Neuendettelsau, Heilsbronn und Wallerstein.
Wieder einmal sind gravierende Managementfehler und eine auf den schnellen Profit ausgerichtete Unternehmenspolitik der Grund für eine Misere, welche ganze Familien in Verunsicherung und Zukunftsängste getrieben hat.
Die Sellner Gruppe beschäftigt als Zulieferer von Oberflächenveredelungen an die Automobilindustrie weltweit insgesamt 2.400 Mitarbeiter. Davon sind 1.600 Arbeitsplätze in Deutschland angesiedelt. Am 28. Januar 2011 mussten die Sellner Holding GmbH, die Sellner GmbH und die IPG Industrieplast GmbH beim Amtsgericht Ansbach die Insolvenz anmelden. Am 1. Februar 2011 folgte auch die Sellner-Behr GmbH. Betroffen vom Insolvenzverfahren sind rund 900 Kolleginnen und Kollegen sowie 480 Leih- und Zeitarbeitnehmer in Neuendettelsau, Heilsbronn und Wallerstein. Ihnen allen gilt es nun die volle Solidarität entgegen zu bringen und bei möglicherweise anstehenden Arbeitskämpfen an ihrer Seite zu stehen.
Als Grund für die Insolvenz wurden „Verluste wegen zu hohen Ausschussquoten beim Volumenanlauf für neue Fahrzeugmodelle und Fehlkalkulationen bei Großaufträgen“ angezeigt. Beide Punkte sollen allerdings das eigentliche Missmanagement der Unternehmensführung verdecken und eine Teilschuld auf die Beschäftigten verlagern. Niemand sollte sich allerdings blenden lassen durch diesen Versuch die Verantwortung für das eigene Unvermögen abzuschieben.
Eigentümer der Sellner Group, mit Hauptsitz in Neuendettelsau, ist der amerikanische Eigenkapitalfond, EquiVest, vertreten durch die CBR Management GmbH mit Sitz in München. Zur Sellner Gruppe gehören seit 2001 die Strähle + Hess GmbH in Althengstett im baden-württembergischen Landkreis Calw, seit 2002 die SC Schäfer Car Specials GmbH und Co. KG mit Sitz in Würzburg und seit 2004 die Oesterle SLR GmbH mit Sitz in Aspach im baden-württembergischen Landkreis Rems-Murr-Kreis. Ende 2005 kamen die Sellner GmbH und die IPG Industrieplast GmbH aus Neuendettelsau unter das Dach der Sellner Holding GmbH. Anfang 2008 wurde die insolvente Erwin Behr Automotive GmbH mit Sitz in Wallerstein (Landkreis Donau-Ries) übernommen und in Sellner-Behr GmbH umbenannt. Zuletzt kaufte man sich im August 2009 bei der Angell-Demmel Europe GmbH aus Lindau, Landkreis Lindau (Bodensee) ein.
Man scheint sich bei all diesen Einkäufen, wie einst die Schaeffler-Gruppe bei der Übernahme von Continental, kräftig verkalkuliert zu haben, denn bereits Ende 2010 musste die Angell-Demmel Europe GmbH aus den gleichen vermeintlichen Gründen wie nun auch die Standorte Neuendettelsau, Heilsbronn und Wallerstein in die Insolvenz gehen. Glücklicherweise wurde die Angell-Demmel Europe GmbH zum 1. Januar 2011 vom französischen Großkonzern Faurecia übernommen und dadurch rund 800 Arbeitsplätze gesichert.
Da die Auftragsbücher voll sind und die Produktion unverändert weitergeht, fordern wir die Eigentümer, den seit Anfang Februar 2011 neuen Geschäftsführer Hermann Kampling und die Insolvenzverwalter auf, die seit Jahren bekannten Missstände in den Standorten zum Wohle aller Kolleginnen und Kollegen zu beheben, betriebsbedingte Kündigungen auszuschließen und die Standorte langfristig zu sichern.
Ansbach/ Berlin, 28. Februar 2011:
Ansbach im Deutschen Bundestag: Fluglärm und Aufrüstung an der U.S.-Militärbasis jetzt Thema in Berlin
Der Mitteilungsdienst des Deutschen Bundestages dokumentiert die von der Linksfraktion in das Parlament eingebrachte Kleine Anfrage mit Blick auf militärischen Fluglärm und Aufrüstung der U.S.-Militärbasen in Westmittelfranken.

Bild: Kreivorstandssprecher Peter Gramm zeigt mit Sorge den Anstieg im Niedriglohnsektor auf
„Es ist ein Skandal, wie viele Beschäftigte im Landkreis mit Niedriglöhnen abgespeist werden. Ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn ist längst überfällig“, erklärt der Kreisvorsitzende der LINKEN, Peter Gramm. Laut einer Anfrage der LINKEN bei der Bundesregierung (Bundestagsdrucksache 17/4590) liegt im Kreis Ansbach der Anteil der Vollzeitbeschäftigten, die lediglich einen Niedriglohn erhalten, bei 24,4 Prozent. Das sind 8970 aller Vollzeitbeschäftigten.
Ein Lohn gilt nach Berechnungen der Bundesregierung als niedrig, wenn er unterhalb der Niedriglohnschwelle von derzeit 1.870 Euro in Westdeutschland und 1.367 Euro in Ostdeutschland liegt. In Anbetracht dieser Zahlen sagt Gramm: „Die Ausbreitung von Niedriglöhnen muss endlich gestoppt werden. Es ist Zeit zu handeln und einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn einzuführen. Ein Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde, wie ihn die LINKE fordert, würde die Löhne von rund sieben Millionen Menschen anheben“.
Hinzu kommt: Spätestens ab dem 1. Mai 2011 ist ein gesetzlicher Mindestlohn unumgänglich. Ab diesem Zeitpunkt fallen die Schutzregelungen im Rahmen der europäischen Arbeitnehmer- und Dienstleistungsfreizügigkeit fast vollständig weg. Es muss verhindert werden, dass Unternehmen dies zu Lohndumping zulasten der heimischen Beschäftigten ausnutzen können. Die Bundesregierung bleibt bisher aber untätig. Der Druck muss erhöht werden, damit sie ihren Lobbyismus für die Arbeitgeber beendet. Die Beschäftigten dürfen nicht weiter im Regen stehen gelassen werden. Die LINKE unterstützt deshalb die Forderung der Gewerkschaften hier im Landkreis Ansbach mit Nachdruck. Ein flächendeckender, gesetzlicher Mindestlohn nutzt nicht nur den Beschäftigten. Auch die Steuerzahler würden entlastet. Im Kreis Ansbach bekommen 531 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Hartz IV-Leistungen, weil in der Regel ihr Lohn nicht zum Leben reicht. Hierfür wurden allein im Juni 2010 insgesamt 108.580 Euro im Kreis Ansbach ausgegeben.
„Es ist ein Skandal, dass neue Stellen im Landkreis vor allem in der Leiharbeit angeboten werden. Niedrige Löhne sind hier an der Tagesordnung“, erklärt der Kreisvorsitzende weiter. Auch das ergab die Anfrage der LINKEN. Danach liegt der Anteil der Leiharbeitsplätze an allen offenen Stellen im Januar 2011 bei 30,3 Prozent. Damit einher geht das Wachstum von Niedriglöhnen. Denn während der mittlere Lohn (Medianentgelt) eines Vollzeitbeschäftigten hier auf alle Branchen betrachtet bei 2.417 Euro pro Monat liegt, sind es bei Leiharbeitsbeschäftigten nur ungefähr die Hälfte.
In Anbetracht dieser Zahlen fordert der Kreisverband von DIE LINKE.: Die ungleiche Behandlung von regulär Beschäftigten auf der einen und Leiharbeitskräften auf der anderen Seite muss sofort beendet werden. Die LINKE fordert, das Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ ohne Wenn und Aber ab dem ersten Einsatztag per Gesetz festzuschreiben. Außerdem ist die Einsatzzeit für Leiharbeitnehmer auf längstens drei Monate zu beschränken. So wird die Leiharbeit strikt begrenzt und die Entstehung regulärer Arbeitsplätze gefördert. Der Druck auf die Bundesregierung muss erhöht werden, damit sie ihren Lobbyismus für die Arbeitgeber beendet. Die Beschäftigten dürfen nicht weiter im Regen stehen gelassen werden. Das Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ nutzt nicht nur den Beschäftigten. Auch hier würden die Steuerzahler entlastet. Im Landkreis bekommen 34,9 Prozent der Leiharbeitsbeschäftigten Hartz IV-Leistungen, weil in der Regel ihr Lohn nicht zum Leben reicht. Hierfür wurden allein im Juni 2010 22.517 Euro im Kreis ausgegeben. Die Lohndrückerei der Unternehmer kostet dem Sozialstaat erhebliche Steuergelder. Deshalb muss das Ausmaß der Leiharbeit strikt eingeschränkt werden, per Gesetz! Deshalb fordert DIE LINKE. zur gleichen Bezahlung, die Stammbelegschaften erhalten, noch zusätzlich eine zehnprozentige Prämie für die Leiharbeiter, wie es in Frankreich gehandhabt wird. SPD und Grüne haben im Rahmen der Agenda 2010 die Menschen der Despotie der Leiharbeit ausgesetzt. Jetzt geht es um den Kampf, neue Schutzrechte für die Menschen einzuführen.
ANSBACH MUSS LEIHARBEIT UND LOHNDUMPING TEUER BEZAHLEN
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
aktuelle Statistiken der Bundesregierung zeichnen ein sehr problematisches Bild vom Ansbacher Arbeitsmarkt:
→ Jeder vierte Arbeitnehmer arbeitet in unserer Stadt zu Niedriglöhnen, Tendenz steigend. Ansbach liegt damit weit über dem Bundesdurchschnitt
→ Die Zahl der Menschen, die in der Rezatstadt „arm trotz Arbeit“ sind, ist 2010 nochmals um 15% angestiegen. 555 Ansbacher Familien müssen trotz Vollzeitjob zusätzlich Hartz-IV beziehen.
→ Aufgrund dieser Dumpinglöhne muss die Stadt Ansbach monatlich rund 350.000 Euro an Aufstockungen zum Lohn bezahlen. Gelder, die dann etwa bei der Sanierung von Schulen und Kindergärten schmerzlich fehlen.
→ Der Deutsche Gewerkschaftsbund bezeichnet Ansbach inzwischen als „Bundeshauptstadt der Leiharbeit“. Mit 8,8% aller Arbeitsplätze nimmt unsere Stadt die traurige Spitzenposition bei den zumeist schlecht bezahlten Zeitarbeitsplätzen ein. Laut Arbeitsagentur wird nicht einmal jeder zehnte Leiharbeiter in ein festes Beschäftigungsverhältnis übernommen.
Die Hartz-IV-Parteien Union, FDP, SPD und Grüne haben mit ihrer unsozialen Politik den Kommunen massiv geschadet. Gerade Ansbach würde von der Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns und der Bändigung der Leiharbeit profitieren.
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit <//span>– das bedeutet für Ansbach nicht nur eine gerechtere Gesellschaft, sondern auch eine Entlastung der angespannten Finanzlage unserer Stadt. Die Milliardengeschenke für Reiche und Großkonzerne zu Lasten der arbeitenden Menschen und der Kommunen dürfen keine Zukunft haben.
Doch auch die Stadt selbst muss für mehr für gute Arbeit und gute Löhne tun: Aus diesem Grund setzen wir uns für die Einführung von sozialen Standards bei der Wirtschaftsförderung und bei kommunalen Auftragsvergaben ein.
Presseecho
"Ansbacher Erklärung" nach ver.di-Werkstattgespräch (Fränkische Landeszeitung, 23. Februar 2011/font>)
Linke legt neue Zahlen vor - Fehler der Bundesagentur (Fränkische Landeszeitung, 24. Februar 2011/font>)
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Als Kreisvorstand der Partei DIE LINKE im Kreisverband Ansbach/Weißenburg-Gunzenhausen erklären wir uns solidarisch mit der von Abschiebung bedrohten Kurdin Leyla aus Nürnberg. Wir fordern umgehend für Leyla, eine hier aufgewachsene und voll in die Gesellschaft integrierte junge Frau, einen unbefristeten Aufenthaltstitel. Wir verurteilen weiterhin aufs Schärfste die ungebührlichen Ausweisungsanstrengungen des Einwohnermeldeamts Nürnberg und den ungerechten Beschluss des Ansbacher Verwaltungsgerichts.
Die Stadt Nürnberg und das Ansbacher Verwaltungsgericht arbeiten mit unhaltbaren Unterstellungen sowie unsauberen Vermutungen um einen haarsträubenden Abschiebefall zu konstruieren. Dabei wird Leyla vorgeworfen, sie hätte sich im Alter von 14 Jahren an legalen und angemeldeten Pro-Kurdistan-Demonstrationen beteiligt und wäre somit ein Sicherheitsrisiko für die Bundesrepublik Deutschland.
Leyla ist mit ihrer Familie aus einem Kriegsgebiet der Türkei nach Deutschland geflohen. Einem Gebiet indem der türkischen Staat, die elementarsten Bürger- und Menschenrechte mit Füßen traktiert und einen schmutzigen Krieg auf dem Rücken der Zivilbevölkerung austrägt. Fälle von Dorfzerstörungen, Vergewaltigungen, Morde an politischen Aktivisten, Inhaftierungen von Kindern sind hier an der Tagesordnung. Ihr nun vorzuwerfen, sie habe sich für eine friedliche Lösung eines seit Jahrzehnten wehrenden Krieges in der Türkei gegen einen Teil der eigenen Bevölkerung eingesetzt, verstößt gegen elementare Grundrechte und ist keineswegs akzeptabel. Die Teilnahme am politischen Meinungsdiskurs und die Beteiligung an humanitären Aktionen sind keine Sicherheitsgefährdung für Deutschland. Schon gar nicht für Nürnberg als die Stadt der Menschenrechte.
Es ist und bleibt unmenschlich, eine noch heranwachsende Jugendliche von ihren Eltern und drei Geschwistern zu trennen. Leyla wurde in Deutschland sozialisiert, hat hier die Schule besucht und sehr gute Chancen sich in Deutschland ein Leben aufzubauen. Innerhalb der kurdischen Gemeinde in Nürnberg hat sie zuletzt sogar ehrenamtlich Nachhilfeunterricht für Grundschulkinder gegeben. Durch den Druck der staatlichen Institutionen ist sie mittlerweile traumatisiert und wird psychologisch betreut. Sie musste durch den Entzug ihrer Arbeitserlaubnis sogar ihre Berufsausbildung abbrechen. Die Behörden und das Verwaltungsgericht haben dies ohne mit der Wimper zu zucken verursacht um an Leyla ein politisches Exempel zu statuieren. Wenn sich diese Praxis durchsetzt werden auf einmal unzählige Jugendliche und deren Familien mit ähnlichen existenzbedrohenden Maßnahmen konfrontiert werden.
Wir fordern die Behörden auf, Leyla sofort einen unbefristeten Aufenthaltstitel zu erteilen. Leyla gehört hierher zu ihrer Familie und ihren Freunden.
Ansbach: Der Kreisverband der Linken kritisiert das Abstimmungsverhalten der beiden hiesigen Bundestagsabgeordneten Josef Göppel, CSU, und Rainer Erdel, FDP, bei der Frage der Senkung des Bundesanteils an den Kosten der Unterkunft auf Kosten der Kommunen.
Auch wenn auf den ersten Blick die Leistungen des Bundes an die Kommunen angehoben wurden, wird jedoch der prozentuale Anteil des Bundes an den Kosten der Unterkunft weiter abgesenkt. So spart der Bund zu Lasten der Kommunen. Ein weiterer Schritt der schwarz-gelben Bundesregierung in Richtung Umverteilung der Lasten von oben nach unten.
Bei der Bundestagsentscheidung wurde über die rückläufige Beteiligung des Bundes an den Kosten der Unterkunft (KdU) abgestimmt. Gleichzeitig wurde die Streichung von Zuschüssen der Heizkosten und des Wohngeldes im Bundeshaushalt 2011 beschlossen.
Bereits mit den anderen Kürzungen im sozialen Bereich belasten CDU/CSU und FDP damit die Einkommensschwächsten ab Januar in einem erheblichen Maße. Mit der Reduzierung des Bundesanteils an der KdU kommen weitere Belastungen auf die Kommunen zu. Dies wird weitergegeben werden zu Lasten der Alleinerziehenden, Rentner, Hartz IV -Empfänger und vielen anderen. Damit wird die jetzt schon dramatische Verarmung der Kommunen weiter betrieben und die Lebensqualität aller Menschen ganzer Regionen immer weiter abgesenkt.
„Durch ihr Abstimmungsverhalten haben Josef Göppel und Rainer Erdel den Kommunen einen „Bärendienst“ erwiesen. Offensichtlich sind ihnen selbst ihre eigenen Kommunalpolitiker in den Kommunalparlamenten völlig egal“, erklärt Peter Gramm, Kreisvorstandssprecher, und weiter: „Mit Heimatverbundenheit hat das nun wirklich nichts mehr zu tun. Gedacht wird nur noch an das Wohlergehen der Reichen in der Hoffnung, die würden schon ein paar kleine Spenden als Brosamen abgeben."
Am finanziellen Ausbluten hat auch der Freistaat seinen Anteil, weil sich die bayerische Staatsregierung nicht zuletzt auf Drängen der FDP als Einsparer profilieren will und die „Schuldenbremse“ in der bayerischen Verfassung festschreiben möchte. Gestrichen werden sollten lieber die geplanten Riesensummen für anfallende Schulden bei der Winterolympiade 2018 in Bayern“, schlagen die Linken abschließend vor.

DIE LINKE. will kein westmittelfränkisches Zentrum für Niedriglohn - Ansbach als Bundeshauptstadt für Leih- und Zeitarbeit genügt schon!
Der Kreisverband Ansbach/Weißenburg-Gunzenhausen der Partei DIE LINKE., fordert den sofortigen Stopp der Planungen des Gewerbegebiets „InterFranken“ mit anfänglich 81 Hektar, nach Komplettausbau sogar 240 Hektar am Autobahnkreuz bei Feuchtwangen. Die Linke lehnt dieses Bauvorhaben ab, da der Bedarf an solch einem flächenmäßig überdimensionierten Gebiet schlichtweg wegen genügender Leerstände an Gewerbegebietsflächen in der Region, nicht vorhanden ist. Der Kreisverband bezweifelt den Bedarf an einem flächenmäßg derart überdimensionierten Gewerbegebiet und vermisst eine wirtschaftliche Kosten-Nutzen-Relation dieses Großprojektes.
Blühende Landschaften
Für die Linken steht Interfranken für eine Fehlentwicklung, die Flächenverbrauch unnötig maximiert, den LKW-Verkehr vermehrt und die fränkische Landschaft nachhaltig zerstört. InterFranken ist das Gegenteil einer nachhaltigen regionalen Entwicklung, die sich unter Einbeziehung der Menschen vor Ort den Herausforderungen im Zuge des Klimawandels und einer sich verändernden Bevölkerungsstruktur verpflichtet fühlt, unterstreicht der Kreisvorstand. Kreissprecher Peter Gramm: „Blühende Landschaften wurden schon einmal vollmundig versprochen, diese sind aber oftmals zu Gewerbegebietsbrachen degeneriert.“
Angesichts hunderter Hektar leerstehender und sofort bebaubarer Gewerbegebiete in Mittelfranken, sieht DIE LINKE keinen zusätzlichen Nachfragebedarf. Allein im Landkreis Ansbach stehen mehr als 400 Hektar Gewerbegebiete leer, in den acht Mitgliedskommunen des Monsterprojekts InterFranken, sind es 172 Hektar. In den anderen Gebietskörperschaften Mittelfrankens sieht es ähnlich aus. Diese Gebiete müssen vorrangig genutzt werden bevor auf der grünen Wiese neue Standorte, weitab vom Angebot an Arbeitskräften (nahezu Vollbeschäftigung im Landkreis) geschaffen werden. „Die Panikmache der Projekt-Befürworter, ohne InterFranken würde eine massenhafte Auswanderungsbewegung von Arbeitskräften aus dem westlichen Landkreis einsetzen, muss bei sachlicher Betrachtung der tatsächlichen Ausgangssituation ins Reich der Fabeln verwiesen werden“, erklärt der Kreisvorstand. Der geplante Standort bei Feuchtwangen besitzt trotz seiner Lage am Autobahnkreuz keinerlei Infrastruktur. Er verfügt weder über einen Autobahnanschluss noch über Staats- oder Bundesstraßen.
„InterFranken 21“ wird zum Steuergeldgrab werden
DIE LINKE. sieht keinen schlüssigen wirtschaftlichen Nutzungsentwurf, kein vernünftiges Verkehrskonzept, keine zukunftsorientierte Ressourcenpolitik oder ein nachhaltiges Flächenmanagement. InterFranken ist, vergleichbar wie Stuttgart 21, zu einem Prestigeobjekt von CSU, SPD, FW und auch der ÖDP verkommen. Die von den Unterstützern genannten Versprechungen würden aber nur zu einem enorm hohen Preis erkauft werden müssen: Verkehrschaos und Schulden für die BürgerInnen werden zu erwarten sein, denn die BürgerInnen der Allianzgemeinden haften für die aufgenommenen Kredite ihrer Gemeinden. Wie schon in vielen Fällen in der Vergangenheit, werden dabei knappe Steuermittel in ein absehbares Millionengrab gepumpt. Planungskosten und Landerwerb haben jetzt schon Millionen verschlungen. Allein die Infrastrukturmaßnahmen sollen bereits im Planungsstadium über 20 Millionen Euro kosten.
InterFranken bedeutet mehr Schwerlastverkehr, Lärm, Abgase. Und das für nur wenige qualifizierte Arbeitsplätze bei hohem Flächenverbrauch. Dabei gäbe es im Umfeld zahlreiche brachliegende Gewerbeflächen mit direktem Autobahnanschluss und existierenden Bahnanbindungen. Die vorgesehene Nutzung, vorrangig durch die Speditionsbranche, ist entwicklungspolitisch nicht sinnvoll, da bei kaum einem anderen Wirtschaftszweig weniger Arbeitsplätze pro Hektar geschaffen werden, als bei dieser. So verkauft etwa die Stadt Ansbach grundsätzlich keine Gewerbeflächen mehr an diese Branche.
DIE LINKE. warnt zudem vor Dumping-Konditionen, um Ansiedlungen mit Steuergeldern zu kaufen. Dies entspricht Naturzerstörung, Minderung der Lebensqualität für die Anwohner und Vernichtung von Steuergeldern mit Null- bis Minusrendite. „Das Gewerbegebiet InterFranken ist eine unkalkulierbare Risikoinvestition“, unterstreicht auch Erkan Dinar. Das gesamte Risiko liegt deshalb bei den beteiligten Gemeinden und damit beim Steuerzahler. Die Bürger der acht InterFranken - Kommunen werden die Zeche zu bezahlen haben, etwa durch sinkende Leistungen bei höheren Abgaben und einem sich verschlechternden Investitionsklima!
Gegen den Niedriglohnsektor – Für Investitionen im öffentlichen Bereich
Die versprochenen Arbeitsplätze würden aller Voraussicht nach zum großen Teil im Niedriglohnsektor liegen. Dagegen spricht sich DIE LINKE. entschieden aus: „Die BürgerInnen der Region haben qualifizierte und gut bezahlte Arbeitsplätze mit einem flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn verdient. Anstatt die Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, in den Niedriglohnsektor abzuschieben, sollte die ÖDP besser Sorge dafür tragen, dass eine anständige Agrarpolitik den hiesigen Landwirten endlich faire Preise für ihre gute Arbeit ermöglicht“, kritisiert Gramm.
Mit dem Geld, das für dieses Prestigeprojekt ausgegeben wird, könnten bestehende Strukturen im Handwerk, Tourismus und im gewerblichen Mittelstand gestärkt und Investitionen im öffentlichen Bereich - ob nun bei Krankenhäusern, Schulen, Kindergärten wie etwa durch energetische Gebäudesanierungen, neue Heizsysteme mit nachwachsenden Rohstoffen aus der Region usw. oder auch in der öffentlichen Infrastruktur erbracht werden. Kreissprecher Gramm weiter: „Damit würde der Erhalt und die Schaffung hochwertiger, qualifizierter und nachhaltiger Ausbildungs- und Arbeitsplätze verbessert und in die Standortattraktivität investiert werden. Nur solche Arbeitsplätze machen eine Region stark, interessant und lebenswert.“
Die Umsetzung des InterFranken-Planes würde zu einer massiven Mehrbelastung des Umlandes durch den zunehmenden LKW-Verkehr führen. Dass ein Teil der geplanten Zubringer für das Sondernutzungsgebiet als Umgehungsstraßen ausgegeben werden oder im Rahmen eines durchschaubaren Kreisstraßenneuordnungsverfahrens gebaut werden sollen, sieht DIE LINKE. als einen weiteren Akt, um die BürgerInnen hinters Licht zu führen sowie ungerechtfertigt Subentionen zu bekommen.
Der Kreisverband der Linken erklärt dem Bürgerforum "Wörnitztal mit Zukunft - für eine lebenswerte Heimat", seine volle Solidarität in ihrem Kampf gegen eine weitere Fehlplanung auf Kosten der Bürger und Umwelt.
Der Kreisverband der Partei DIE LINKE in Ansbach/Weißenburg-Gunzenhausen und der mittelfränkische Bezirksrat Uwe Schildbach (DIE LINKE), äußern scharfe Kritik an den jüngsten Positionen der FDP Mittelfranken zum Thema „Kommunale Finanzen."
"Die jüngsten Aussagen der mittelfränkischen FDP zum Thema „Kommunale Finanzen“ seien an Scheinheiligkeit kaum noch zu überbieten“, heißt es in der jüngsten gemeinsamen Presseerklärung des Kreisverbandes der Partei DIE LINKE Ansbach/Weißenburg-Gunzenhausen und dem Ansbacher Bezirksrat Uwe Schildbach.
„Die Totengräber der Kommunen spielen sich jetzt zum Retter auf“ kommentieren in diesem Zusammenhang der Kreisvorstandssprecher Erkan Dinar für den Landkreis Weißenburg - Gunzenhausen sowie der Kreisvorstandssprecher Peter Gramm für den Landkreis Ansbach, die Äußerungen des FDP-Bezirksvorsitzenden Jörg Rohde und dessen Stellvertreter Wolfgang Hofmann.
Die FDP habe es sich zum Ziel gesetzt, die sowieso schon stark geschwächte Gewerbesteuer, gänzlich zu zerschlagen. Damit gehe die wichtigste Einnahmequelle der Kommunen verloren.
„Sollte die FDP mit diesen Plänen durchkommen gehen in den Städten und Gemeinden endgültig die Lichter aus“ empört sich auch der Ansbacher Linken Bezirksrat Uwe Schildbach.
Fakt sei, so Uwe Schildbach, durch die neoliberale Deregulierung der Finanzmärkte wurde die selbstverschuldete Krise der Finanzmärkte erst ermöglicht. Diese Krise schlage jetzt voll auf die Kommunen durch. Mittelfranken sei dadurch besonders betroffen. Für das Jahr 2011 erwarte man einen Rückgang der Umlagekraft von satten 11 Prozentpunkten.
Die Vorschläge von Jörg Hofmann (FDP) zur Verbesserung der Bezirksfinanzen seien vollkommen unausgegoren. Dieser fordere, der Bund solle ein Drittel der Kosten der Eingliederungshilfen für Behinderte, die bisher allein vom Bezirk Mittelfranken getragen werden, übernehmen.
„Wenn es um Lobbyinteressen und Klientelpolitik gehe mache die Mövenpickpartei ja auch keine halben Sachen“, so Uwe Schildbach zu den halbherzigen Positionen seines liberalen Widersachers im Bezirkstag.
Stattdessen brauche der Bezirk Mittelfranken eine allumfassende aufgabenbezogene Kostenübernahme der sozialen Pflichtaufgaben durch Land und Bund. Die Finanzierung durch die Bezirksumlage sei den Landkreisen und Städten nicht länger zumutbar. Die leeren Kassen des Freistaats und des Bundes seien politisch herbei geführt worden durch die katastrophale Politik bei der Lösung der Bankenkrise. Für die Milliardenverluste der Bayern LB müsse deshalb die CSU die alleinige politische Verantwortung übernehmen. Die FDP brauche sich allerdings dahinter nicht zu verstecken. Sie habe bei der Milliardenunterstützung für die Hypo Real Estate genauso ihre Finger im Spiel.
Angesicht dieses Finanzfiaskos verweisen die Linken auf ihr Steuerkonzept. Dieses würde bei den Profiteuren der Finanzkrise wieder für staatliche Mehreinnahmen sorgen, die zur Unterstützung der kommunalen Haushalte dienen werde. Der Staat komme auf Dauer gar nicht vorbei an Einführung einer Millionärssteuer, der Durchsetzung einer Finanztransaktionssteuer und der Anhebung der Konzernsteuern sowie des Spitzensteuersatz.
„Nicht die Abschaffung, sondern eine anständige Reform der Gewerbesteuer wird den Kommunen endlich die nötigen Finanzmittel zur Erfüllung Ihrer Pflichtaufgaben bescheren“, so die Linken abschließend.
Die aktuellen Reformvorschläge im Gesundheitswesen, die sogenannte Rösler-Reform muss gestoppt werden.
Es kann nicht sein, das die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung im nächsten Jahr für Arbeitnehmer auf 8,2 % ansteigen und die Beiträge für Arbeitgeber werden bei 7,3 % eingefroren. Wenn Arbeitgeberbeiträge begrenzt werden und die paritätische Finanzierung nicht mehr gegeben ist, wird sich das Interesse der Arbeitgeber nach niedrigeren Kosten im Gesundheitswesen stark verringern. Merkel und Co haben offensichtlich auch hier dem Lobbyisten nachgegeben. Zehn Milliarden Einsparungen wären drin, wenn wir in Deutschland die gleichen Arzneipreise hätten wie in Schweden, also die Politik der Pharmalobby die Extraprofite beschneiden würde.
Die schwarz-gelben Gesundheitspläne sind gegen Arbeitnehmer und Rentner gerichtet. Ein Durchschnittsrentner hat ab 2011 mindestens 20€ und ein Durchschnittsarbeitnehmer über 60€ weniger in der Tasche. Außerdem können die Kassen individuell Zusatzbeiträge von den Mitgliedern verlangen, wenn sie mit ihrem Geld nicht auskommen. Diese werden allein von den Versicherten bezahlt. Ein sozialer Ausgleich, der für Ärmere vorgesehen ist, findet dann direkt bei den Arbeitgebern und en Rentenversicherungsträgern statt. Allein fünf bis sieben Milliarden € Mehreinnahmen würde eine Erhöhung der Beitragsbemessungs- und Versicherungspflichtgrenze auf das Niveau der Rentenversicherung bringen.
Am unteren Ende bei den Hartz-IV Empfängern soll es keine zusätzlichen Belastungen geben, weil es selbst für die Bundesregierung offensichtlich wird, dass da inzwischen nichts mehr zu holen ist. Angemessene Einzahlungen in die Krankenversicherungen für Hartz-IV Bezieher würden aber fünf Milliarden Mehreinnahmen in den Kassen bringen.
Das Gesundheitssystem ließe sich ohne Kopfpauschale, Praxisgebühr und immer höhere Zuzahlungen gerechter finanzieren, wenn die Koalition nicht dauernd Normalverdiener und Patienten zur Kasse bitten würde.
Die Linke fordert die Einführung einer solidarischen Bürgerversicherung. Wir wollen, dass alle Menschen Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung werden, auch Beamte, Selbständige, gutverdienende angestellte und Berufspolitiker. Jeder zahlt entsprechend der eigenen finanziellen Leistungsfähigkeit ein. Dazu gehören dann auch Kapitaleinkünfte. Damit könnte man nicht nur den Beitragssatz deutlich senken, sondern gleichzeitig die unsozialen Zuzahlungen, Eigenbeteiligungen und Zusatzbeiträge abschaffen.
Wir von den Linken werden deshalb zu Protesten aufrufen.
- Schildbach: Das Sterben in den Bahnhofstoiletten und Hinterhöfen
muss ein Ende haben
- Söder soll seine ideologischen Scheuklappen ablegen
Aufgrund der dramatisch gestiegenen Zahl von Drogentoten in Bayern, allein in den letzten 4 Jahren stieg die Zahl der Drogenopfer im Freistaat um 27% und den jüngsten Drogentoten in der Stadt Nürnberg, fordert der Mittelfränkische Bezirksrat der Linken, Uwe Schildbach, die schnellstmögliche Zulassung von Drogenkonsumräumen(DKR) in Bayern.
„Experten, Wohlfahrtsverbände sowie Betroffene sind sich einig, Drogenkonsumräume helfen das Leiden zu mindern und das Sterben zu verhindern“, bekräftigt Schildbach. Die Erfahrungen aus anderen Bundesländern und eine wissenschaftliche Studie aus dem konservativ regierten Frankfurt haben positive Erfahrungen mit den Drogenkonsumräumen aufgezeigt. Die
Ansteckung mit Hepatits C und AIDS sind deutlich gesunken, sauberes Spritzbesteck und Impfungen werden angeboten, Therapieplätze können vermittelt werden und die Notfallversorgung des geschulten Personals bewahrt in vielen Fällen vor dem sicheren Tod.
Schildbachs Fazit: „Drogenkonsumräume senken die Zahl der Rauschgifttoten, erleichtern den Abhängigen den Zugang zu spezialisierten Angeboten der Suchthilfe und sind in Bayern längst überfällig!“
Andere Bundesländer hätten diesen längst überfälligen Weg schon vor Jahren beschritten.
Drogenkonsumräume sind keine rechtsfreien Räume
Nichtsdestotrotz sind die DKR für Gesundheitsminister Söder und seine CSU offenbar Teufelszeug. Obwohl die Rufe aus München und Nürnberg nach der Einführung solcher Räume immer lauter werden, seitens des Bundes die rechtlichen Grundlagen schon längst dafür geschaffen wurden, verweigert die Staatsregierung in München die Genehmigung von Drogenkonsumräumen in Bayern.
Mit der fadenscheinigen Begründung wie „man dulde keine rechtsfreien Räume“, argumentiert Söder gegen den Betrieb von Drogenkonsumräumen. Außerdem befürchtet der Minister, sog. „Fixerstuben“ könnten zu einer offenen, für jedermann sichtbaren Drogenszene führen.
„Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass durch die Einführung von DKR der Konsum in der Öffentlichkeit und die damit verbundenen Störungen eher zurück gehen“, betont Schildbach.
Auch das Argument der „rechtsfreien Räume“ sei vollkommen aus der Luft gegriffen. In Drogenkonsum-räumen etwa gelten strenge Regeln und es dürfen Drogen weder erworben noch geteilt werden.
„Minister Söder soll doch bitte seine ideologischen Scheuklappen ablegen und sich kundig machen, bevor er einen solchen Unsinn von sich gibt“, ärgert sich der Linke Bezirksrat über die billige Polemik Söders.
In Bayern hat die Kriminalisierung von Konsumenten sog. illegaler Drogen eine lange Tradition, so Schildbach: „Es ist an der Zeit, dass sich auch die bayrischen Stammtischpolitiker der Realität stellen und ihre liebgewonnenen Vorurteile revidieren: Abhängige sind nicht kriminell sondern krank!“
Linke Drogenpolitik hingegen hat zum Ziel, Präventions- und Informationsangebote, sowie akzeptanzorien-tierte und niederschwellige therapeutische Hilfen auszubauen. Der Drogenmissbrauch muss entkriminalisiert werden, damit den Konsumenten frühzeitig optimal geholfen werden kann.
Statt ausreichende Mittel für präventive und therapeutische Angebote bereitzustellen, gibt Deutschland aber 84% seiner Ausgaben im Drogenbereich für die Strafverfolgung aus, kritisiert die Linke.
Thema im Bezirkstag
Um die Situation Drogenabhängiger, Präventionsmaßnahmen, Behandlungs- und Versorgungsstrukturen in Mittelfranken besser zu beleuchten, hat Schildbach inzwischen eine Sondersitzung mit Expertenanhörung zum diesem Thema im Sozialausschuss des Bezirkstags beantragt. Auch das Thema DKR soll dabei von Bezirkspolitikern und Fachleuten diskutiert werden.
Der Bezirk Mittelfranken engagiert sich seit Jahren erfolgreich in der psychosozialen Betreuung von schwerst drogenabhängigen Menschen.
Die Linke begrüßt das Engagement des Bezirks in Sachen Methadonsubstitution ausdrücklich. Anders als bei einigen Landespolitikern derzeit üblich, ist das politische Handeln des Bezirks in dieser Angelegenheit nicht von weltfremden und ideologischen Vorurteilen geprägt, sondern bietet konkret dort Hilfe an, wo sie am notwendigsten sei.
„Trotzdem halten wir die Versorgungsstrukturen für Drogenabhängige in Mittelfranken für verbesserungswürdig“, so Schildbach.
Aufklärung bei dieser Expertenanhörung erhofft sich die Linke nicht nur über die Lage der Drogenabhängi-gen in der Metropolregion Nürnberg, Fürth und Erlangen, sondern auch über die aktuelle Situation im ländlich geprägten Westmittelfranken.
MdB Inge Höger, Mitglied im Verteidigungsauschuss des Deutschen Bundestages und abrüstungspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE, informierte sich auf Einladung des DIE LINKE - Kreisverbandes Ansbach/ Weißenburg-Gunzenhausen über aktuelle Probleme des Militärstandortes Ansbach.
Diese haben sich mittlerweile zwar bis in die Bundeshauptstadt herumgesprochen, sind jedoch dort - im Deutschen Bundestag - noch kein Thema. Das will die Bundestagsabgeordnete jetzt ändern.
Nachdem sie im Rahmen einer "Militärhistorischen Stadtführung" in Ansbach u.a. mit Bürgern gesprochen hatte, die von Enteignungen im Zuge des militärischen Ausbaus des Urlas bedroht sind, jedoch den Glauben an den Rechtsstaat und die Handlungsfähigkeit von Politikern noch nicht verloren haben, versprach Inge Höger zu handeln. Sie werde einen Antrag in den Bundestag einbringen, der deutschen Kommunen - und damit auch Ansbach - Entlastung in Sachen militärischen Fluglärms bringen soll. Unterstützung erhofft sie sich dabei von den westmittelfränkischen Bundestagsabgeordneten Josef Göppel (CSU), Rainer Erdel (FDP) und Uwe Kekeritz (B90/ DIE GRÜNEN).
Fotostrecke über die "Militärhistorische Stadtführung" und den Besuch von Inge Höger in Ansbach finden sie unter "Bilder" oder einfach: http://die-linke-ansbach.de/index.php?id=1935
Inge Höger MdB und Kornelia Möller MdB zu Gast in Ansbach:

Vortrag von Inge Höger MdB, Mitglied im Verteidigungsausschuss und abrü-stungspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE.
Inge Höger gehörte zu den deutschen Bundestagsabgeordneten, die am 31. Mai in in-ternationalen Gewässern als Aktivistin des internationalen Schiffskonvois „Free-Gaza-Flottille“ von der israelischen Armee angegriffen, gekapert und entführt wurden. 9 Mit-glieder der Solidaritätsbewegung Free Gaza wurden dabei erschossen und Dutzende verletzt.
Inge Höger hat inzwischen auf vielen Versammlungen, Meetings, Demonstrationen und im Deutschen Bundestag ihre Haltung und die Ziele der Solidaritäts-Flottille nach Gaza erklärt und verteidigt. Am 10. Juni, 10 Tage nach dem Sturmangriff, haben sich im Bundestag Politiker aller Parteien für eine umfassende internationale Untersuchung des Überfalls ausgesprochen. Der Deutsche Bundestag forderte die israelische Regierung auf, die Blockade des Gaza-Streifens aufzuheben.
Am Mittwoch, 21. Juli kommt Inge Höger nach Ansbach, um über die Ereignisse am 31. Mai zu berichten und über die Solidaritätsbewegung „Free Gaza“ zu diskutieren.
Unterstützung bei der Abendveranstaltung erfährt sie dabei von der bayerischen Bundestagsabgeordneten Kornelia Möller, die sich ebenfalls für den 21.Juli in Ansbach angekündigt hat.
Mittwoch, 21.Juli 2010, 19.30 Uhr
Gaststätte Gartenstadt, Da Pino
Nelkenstraße 23, Ansbach
Mit einem konservativen Kandidaten eine konservative Regierung stürzen?
Unser Antwort darauf: Luc Jochimsen

DIE LINKE hat bei der Bundespräsidentenwahl Luc Jochimsen als Kandidatin aufgestellt, weil Luc für Frieden und soziale Gerechtigkeit steht. Sie bekam im ersten Wahlgang 126 Stimmen. Das ist ein äußerst respektables Ergebnis. Zu den 124 Stimmen der LINKEN kamen zwei weitere hinzu.
Die Entscheidung der Mehrheit der Delegation der LINKEN, sich im dritten Wahlgang zu enthalten, war richtig. Joachim Gauck ist für uns unwählbar. Es ging uns dabei selbstverständlich nicht um eine Ablehnung einer Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit. Unsere Entscheidung hatte zwei wesentliche Gründe: Der Kandidat von SPD und Grünen befürwortet den Krieg in Afghanistan und er unterstützt die Hartz-IV-Gesetze.
SPD und Grüne, die jedes Gespräch mit uns über eine gemeinsame Kandidatenfindung verweigert haben, haben uns vorgeschlagen, Joachim Gauck zu wählen, um eine Regierungskrise zu provozieren.
Uns geht es allerdings nicht nur um einen Regierungswechsel, sondern um einen tatsächlichen Politikwechsel. Die Wahl eines konservativen Bundespräsidenten bietet dafür keinen Ansatz. SPD und Grüne zielten darauf ab, einen Kandidaten vorzuschlagen, der im konservativen Lager keine Vorbehalte hervorruft, um Delegierte von Union und FDP auf ihre Seite zu ziehen – zulasten einer inhaltlichen Neuausrichtung.
SPD und Grüne haben mit ihrem taktischen Manöver die Unzufriedenheit im konservativen Lager aufgezeigt, dafür allerdings darauf verzichtet, ein Zeichen für einen Politikwechsel zu setzen. Das hat auch zu einer weitgehenden Entpolitisierung der Präsidentenwahl geführt.
Es ist der Kandidatin der LINKEN zu verdanken, dass im Zusammenhang mit der Präsidentenwahl überhaupt über politische Gegenwartsfragen diskutiert wurde.
Bild v.L.n.R.: Stefan Still (KV-Vorstand Ansbach/WUG), Uwe Schildbach (Mitglied des Bezirkstags Mittelfranken.), Belinda Brechtbilder (Landesvorstandsmitlgied KV Würzburg), Heinrich Schwimmbeck (KV-Vorstand Bamberg), Alexander Süßmair (Mitlgied des deutschen Bundestages, KV Augsburg)
Vom Parteitag der NPD in Bamberg geht eine ernst zu nehmende und unmittelbare Bedrohung für alle Menschen aus, die nicht in ein rechtsextremes Weltbild passen. Auf der Veranstaltung wurden die organisatorischen Weichen (Zusammenschluss von NPD und DVU) für eine rassistische und antisemitische Politik gestellt, die sich täglich in konkreten Übergriffen und Gewalt manifestiert.
Der brutale Nazi-Angriff auf einen 17-jährigen mit Migrationshintergrund am 28. April in Nürnberg, die skandalöse Verharmlosungstaktik der Polizeibehörden und die jüngsten NPD Aktivitäten in Ansbach, sind für uns konkreter Anlass, den antifaschistischen Protest in Bamberg zu unterstützen.
Wir fordern die Polizeibehörden dazu auf, diese gefährliche Verharmlosung brutaler Nazigewalt und die Einschüchterungsversuche gegenüber Antifaschisten (wie erst neulich in Ansbach geschehen), zu unterlassen.
Wir fordern das Verbot der NPD!
Es ist nicht zu akzeptieren, dass eine extrem rechte, rassistische und antisemitische
Partei von der gesetzlich vorgesehenen Parteifinanzierung profitiert und damit
geistige Brandstifterei im großen Stil möglich wird.
Wir Franken haben aus unserer bitteren Geschichte gelernt.
Es gibt bei uns keinen Platz für Nazis: weder in Bamberg oder Nürnberg noch bei uns in Ansbach.
No Pasarán! Keinen Fußbreit den Faschisten!
Angesichts der sich verschärfenden kommunalen Finanzkrise erklären der Vorstandssprecher des Kreisverbandes DIE LINKE Ansbach/WUG, Peter Gramm, der mittelfränkische Bezirksrat Uwe Schildbach und der Ansbacher Stadtrat der Offenen Linken, Boris-André Meyer, gemeinsam:
„Laut Informationen des Bayerischen Städtetages sind die Einnahmen der Kommunen im Freistaat 2009 in Höhe von 1,4 Mrd. Euro gesunken. Die Gewerbesteuer ist um 19% eingebrochen, 2010 wird ein erneuter Rückgang um 4,3% erwartet. Der fortgesetzte Rückzug des Bundes bei der Finanzierung von gesamtstaatlichen Aufgaben, wie etwa die Aufbürdung weiterer Kosten von Hartz IV auf Kommunen, befördert diese untragbare Entwicklung.
Das umlagewirksame Defizit des Bezirks Mittelfranken in seiner Prognose für die kommenden drei Jahre in Höhe von 263 Millionen Euro wird die Städte und Gemeinden in unserer Region neben Einnahmeausfällen auch gravierenden Mehrausgaben aussetzen. 95% des Bezirkshaushaltes bestehen aus gesetzlichen Pflichtaufgaben. So bedeutet die Prognose bei derzeitiger Umlagekraft für die Stadt Ansbach zusätzliche Ausgaben von 5,5 Millionen, für den Landkreis 21,8 Millionen Euro.
Die schwarz-gelben Regierungen in Berlin und München haben keinerlei Interesse an einer Stärkung der Kommunalfinanzen, im Gegenteil: FDP und Teile der Union wollen im Zuge einer sog. „Gemeindefinanzkommission“ die Haupteinnahmequelle der Kommunen, die Gewerbesteuer, zerschlagen.
Ansbacher CSU versündigt sich an junger Generation
Anstatt wirksame Gegensteuerung im Interesse der Kommunen zu unterstützen, stellte die Ansbacher CSU auf ihrer jüngst abgehaltenen Jahreshauptversammlung ein Programm des sozialen Kahlschlags vor: Für die von Banken und Spekulanten verursachte Krise solle bei den Renten, bei den Arbeitslosen und bei der Bildung gekürzt werden.
Mit solchen Forderungen zu Lasten der kleinen Leute sowie Schülern und Studenten versündigt sich die CSU an der jungen Generation und an der Zukunft des Landes und unserer Region.
MdL Breitschwert und seine Gefolgschaft haben offensichtlich nichts dazu gelernt. Wir rufen die christsozialen Kräfte dieser Partei auf, den neoliberalen Irrweg zu verlassen, der das Finanzsystem an den Rand des Kollaps gebracht hat.
Der MdL selbst wäre gut beraten, auf Landesebene zumindest Ansätze von Aktivitäten für eine bessere Finanzausstattung der Kommunen erkennen zu lassen statt seinem gelenkten Parteinachwuchs die Verbreitung marktradikaler Ideologien aufzutragen.
Städte und Gemeinden dürfen nicht das Bauernopfer der Krise sein
Das Ausbluten der Kommunen muss gestoppt werden. Städte und Gemeinden, die Landkreise und Bezirke, nehmen wichtige Aufgaben für die Menschen wahr. Bildungsangebote, Gesundheits- und Energieversorgung, Kultur und ÖPNV vor Ort dürfen nicht die Bauernopfer für die milliardenschweren Rettungsschirme für Banken werden.
Wir sind uns bewusst, dass mehr Geld für die wichtigen Funktionen der Kommunen an anderer Stelle auch eingespart werden muss. Das darf jedoch nicht zu Lasten der Bildung und des Sozialstaates gehen. Das Einsparpotenzial liegt vielmehr im Bereich der Subventionierung von großen Konzernen und beim Militär. Allein der Kriegseinsatz in Afghanistan kostet die Steuerzahler über drei Milliarden Euro pro Jahr, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) errechnet hat.
Der Bund muss mit einer wirksamen Finanzmarktbesteuerung dafür sorgen, dass nicht die Kommunen, sondern die Verursacher der Krise für deren Bewältigung bezahlen. Um die kommunalen Finanzen nachhaltig zu entlasten, fordern wir eine deutliche Erhöhung der staatlichen Sozialhilfeausgleichszahlungen.
Gemessen an der Entwicklung der Einkommensverteilung der letzten Jahre und Jahrzehnte wäre eine Reichensteuer als Solidaritätsbeitrag zu Gunsten der Kommunen Gebot der Stunde zur Sicherung der Handlungsfähigkeit der Städte und Gemeinden für ihre Bürgerinnen und Bürger.“
Peter Gramm Uwe Schildbach Boris-André Meyer
Aufgrund der jüngsten, wiederholten NPD Aktivitäten (Mahnwachen) vor dem Ansbacher Gefängnis, formiert sich in Ansbach der Widerstand gegen die braunen Banden. Nach dem es schon am 24.05. eine spontane Protestaktion gegen die Mahnwache der NPD in Ansbach gegeben hat, setzten wir in einer ersten „weichen Aktionsform“, ein unübersehbares Zeichen: „Wir dulden keine Naziaktivitäten in Ansbach!“
Der Kreisverband der Partei DIE LINKE, hat am bevorzugten Sammelplatz der NPD-Aktivisten, genehmigt von der Stadt Ansbach, zwei Plakate mit der Aufschrift:“ NAZI AUFMÄRSCHE STOPPEN“ angebracht.
Leider ist dem im V.i.S.d.P genannten Verfasser dieses Plakates, ein kleiner Fehler in der Silbentrennung unterlaufen, für den wir uns ausdrücklich nicht entschuldigen wollen. So ist auf dem Plakat zu lesen: „NAZI - AUFM- ÄRSCHE STOPPEN“
Wir wissen es nicht.
Fakt ist aber: Die für Samstag, den 15.Mai 2010 erneut angemeldete Mahnwache der NPD, wurde kurzfristig am selben Tag, nur eine halbe Stunde vorher, telefonisch abgesagt.
Schade nur für die verschwendeten Steuergelder. Das massive Großaufgebot von Polizei- Einsatzkräften, in und um das Ansbacher Gefängnis an diesem Samstag Vormittag, war also“ für die Katz.“
Nicht nur aus diesem Grund, fordern wir die Stadt Ansbach dazu auf, die Genehmigung, für neu angemeldete Mahnwachen der NPD in Ansbach, seitens der Stadtverwaltung zukünftig zu verweigern.
Eine Posse der besonderen Art, hat sich im Vorfeld, der am Samstag den 15.Mai.angesagten NPD Kundgebung, die Abteilung des Staatsschutzes geleistet.
Ein Mitglied des Kreisvorstands DIE LINKE, bekam unerwarteten Besuch der Verfassungsschützer und wurde genötigt, die Plakate mit der Aufschrift: „Naziaufmärsche stoppen“ zu entfernen.
Der Inhalt der Plakate sei beleidigend, der Urheber der Plakate (V.i.S.d.P.) wäre nicht ersichtlich und es würden Ermittlungen gegen uns laufen.
Dazu nehmen wir wie folgt Stellung:
1. Es ist weder die Aufgabe der Polizei noch Aufgabe des Staatsschutzes, Nazis vor Beleidigungen zu schützen. Dies ist kein strafrechtlicher Tatbestand. Wer sich von dieser Aussage beleidigt fühlt, darf gerne zivilrechtlich dagegen Klagen.
2. Die Aufforderung unsere Plakate zu entfernen, unter Androhung von angeblichen „Ermittlungen die gegen uns laufen“, stellt eine Nötigung dar. Wir behalten uns rechtliche Schritte dagegen vor.
3. Der Urheber dieser Plakate (V.i.S.d.P) ist gut erkennbar. Wir empfehlen den zuständigen Beamten eine Überprüfung ihrer Dienstfähigkeit durch einen Ophthalmologen.
4. Wir lassen uns von den Einschüchterungsversuchen des Staatschutzes nicht einschüchtern: Die Plakate bleiben hängen.
6. Ansbach ist bunt! Nazis sind Ärsche!
Unterstützung der Aktion gegen Atomkraft am 26. April in Ansbach
Die LINKE. im Kreisverband Ansbach/Weißenburg-Gunzenhausen, unterstützt die Aktion gegen Atomkraft am 26.4.2010 in Ansbach anlässlich des Jahrestages des Gaus im AKW Tschernobyl und spricht sich entschieden für eine Stilllegung der Atomkraftwerke und gegen eine Verlängerung von AKW-Laufzeiten aus.
„Die LINKE will kein Comeback der Atomenergie. Spätestens seit dem Reaktorunfall in Tschernobyl ist klar, dass Atomenergie nicht absolut beherrschbar ist.“, bekräftigt Peter Gramm, Kreisvorsitzender der Partei DIE LINKE. im Kreisverband Ansbach/Weißenburg- Gunzenhausen, den Standpunkt der Linken zur Atompolitik.
Die schwarz-gelbe Bundesregierung betreibt das Geschäft der Atomlobby, wenn sie die Gesundheit und die Sicherheit der Menschen den Profitinteressen der Konzerne unterordnet. Die Kernenrgie ist der Werbekampagne der Kraftwerksbetreiber um Trotz keine saubere Energiequelle, weder im Hinblick auf die Luftbelastung und schon gar nicht im Hinblick auf die atomaren Abfälle, die sie produziert. Es gibt keine Antwort auf das ungelöste Problem der Endlagerung der 450 Tonnen radioaktiven Mülls, den alleine die deutschen Kernkraftwerke pro Jahr produzieren. Die Räumung von Asse wird allein ca. 3,7 Milliarden € kosten, Kosten die auf die Allgemeinheit übertragen werden. Hingegen verdienen die Kraftwerksbetreiber aber 300 Millionen € jährlich an jedem abgeschriebenem Kraftwerk, also besonders viel an den alten und unsicheren Werken, deren Laufzeit sie natürlich gerne verlängern wollen.
Angesichts der dramatischen Entwicklung des weltweiten Klimas ist mit Nachdruck eine vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien zwingend notwendig und muss schnellstmöglich angegangen werden. Desweiteren gehört die Energieversorgung als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge in die öffentliche Hand und unter demokratischer Kontrolle, damit die Sicherheit der Menschen im Vordergrund steht und nicht der Profit einiger weniger Konzerne. Es gibt in der Bevölkerung keine Mehrheit für Laufzeitverlängerungen.
Der Kreisverband Ansbach/Weißenburg-Gunzenhausen ruft zur Teilnahme am Ansbacher Ostermarsch auf: Bundeswehr raus aus Afghanistan, Entmilitarisierung der deutsche Außen- und Innenpolitik, Rüstungsexporte stoppen, Abzug der Atomwaffen aus Deutschland und die Kündigung aller Stationierungsverträge mit der US-Army in Deutschland, das sind unsere Forderungen.
Seit fast 4 Jahren kämpfen viele BürgerInnen der Stadt und des Landkreises Ansbach, sowie BürgerInnen benachbarter Landkreise und weit darüber hinaus, für eine selbstbestimmte, friedliche, ökologische und wirtschaftliche gewinnbringende Alternative zur gegenwärtigen, rückwärtsgewandten Militär-Expansionspolitik.
Wir soldiarisieren uns mit den Menschen vor Ort und fordern die Schließung der völkerrechtswidrigen Kriegsvorbereitungsmaschinerie in Katterbach.
Hand in Hand, über Parteigrenzen hinweg, sind wir Bündnispartner in der Bürgerinitiative „Et´z langt´s“ und dem Ansbacher Friedensbündnis (AFB). Gemeinsam kämpfen wir gegen Umweltzerstörung, Hubschrauberlärm, Luftverschmutzung und die Kriegspolitik der US-Army sowie gegen die zunehmende Militarisierung unserer westmittelfränkischen Heimat.
Wir stehen für eine friedliche Zukunft in der Region West-Mittelfranken.
In Ansbach wird auch in diesem Jahr einer der bedeutungsvollsten Ostermärsche in Bayern und Deutschland stattfinden, mit großer Wirkung, weit über unsere Landesgrenzen hinaus.
Mach mit: Zeichen setzen! Global denken und vor Ort handeln!

Lasst uns widerspenstige Rebellinnen sein und für unsere Rechte kämpfen!
Lohndiskriminierung: Frauen in der Bundesrepublik erhalten durchschnittlich 22 Prozent weniger Lohn als Männer. Das reiche Deutschland ist damit fast Schlusslicht in Europa.
Altersarmut: Die Benachteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt wirkt sich auf ihre soziale Sicherung im Alter aus: Niedrigrenten und Altersarmut bestimmen die Situation vieler Frauen in Ost und West.
Niedriglohnsektor: Zwei Drittel der Vollzeitbeschäftigten im Niedriglohnbereich sind weiblich.
Teilzeitarbeit: Der Anstieg der Frauenerwerbsquote auf 62,2 Prozent resultiert zu einem großen Teil aus der Aufsplittung ihrer Arbeitsplätze.
Mini-Jobs: Im Juni 2001 waren bereits 2,9 Millionen Frauen als Haupttätigkeit geringfügig beschäftigt. Ihre Zahl ist bis Juni 2007 auf 3,3 Millionen angewachsen.
Im vergangen Jahrhundert haben Frauen enorme Erfolge erfochten, die uns einer Gleichstellung der Geschlechter näher gebracht haben. Aber bis zur tatsächlichen Gleichstellung bleibt auch im Jahre 2010 nach wie vor eine Menge zu tun.
Besonders gravierend in Deutschland ist das starke Lohngefälle zwischen Frauen und Männern: Im Jahre 2009 hat sich der Unterschied des durchschnittlichen Stundenlohnes sogar von 22 Prozent auf 23 Prozent vergrößert. Innerhalb der EU liegt Deutschland mit diesem Gefälle weit hinten und übertrifft deutlich den durchschnittlichen Lohnabstand in den Mitgliedsländern. Den geringsten Lohnunterschied weisen dabei diejenigen Länder auf, die bereits einen gesetzlichen Mindestlohn eingeführt haben.
Dies zeigt, wie wichtig die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns insbesondere für Frauen ist. Die oberste Priorität einer Gleichstellungspolitik muss in der Beseitigung des Lohnunterschiedes zwischen den Geschlechtern liegen.
Über Europas Grenzen hinaus befinden sich viele Frauen in einer ungleich schlimmeren Situation. Eine wichtige politische Baustelle sei daher die konsequente Umsetzung der UN Resolution 1325. Darin wird gefordert, dass Frauen stärker in die Entscheidungsprozesse der Friedenspolitik einbezogen werden und dass die Geschlechterperspektive von Krieg und Frieden konsequent berücksichtigt werden muss. Ihr müsst aufstehen und für Gleichstellung kämpfen- wer, wenn nicht wir Frauen selber müssen für unsere Rechte kämpfen!
Ansehen unter: http://www.youtube.com/user/linksfraktion#p/a/u/0/WDTcL2_SUO4
Ansbach: „Herr Josef Göppel von der CSU und Herr Rainer Erdel von der FDP, stehen immer noch stramm an der Seite der Kriegswilligen, selbst gegen die zunehmende Einsicht in der eigenen Partei, dass mit Krieg kein Frieden zu machen ist!“, kommentiert Peter Gramm, Kreisvorstandssprecher der Partei DIE LINKE. das Abstimmungsverhalten der beiden hiesigen Bundestagsabgeordneten.
Erfreulich hingegen sei, dass der Bundestagsabgeordnete Uwe Kekeritz, Bündnis 90/Die Grünen aus Uffenheim, der anders als die meisten seiner "oliv-grünen" Bundestagskolleginnen und Kollegen, mit einem klaren NEIN stimmte.
Doch die SPD brauche offensichtlich noch einige Jahre, um sich endlich ihrer internationalen Verantwortung zu stellen und eine friedliche Außenpolitik zu unterstützen. „Solange Grüne und SPD sich nicht eindeutig gegen deutsche Kriegseinsätze im Ausland stellen, sind sie für uns nicht koalitionsfähig“, kommentiert Kerstin Kernstock vom Kreisvorstand das Abstimmungsverhalten der bayerischen Abgeordneten.
DIE LINKE hat gestern im Bundestag als einzige Fraktion konsequent den Willen der Mehrheit der Bevölkerung vertreten und geschlossen gegen die Aufstockung der deutschen Truppen in Afghanistan gestimmt. Darüber hinaus haben die Abgeordneten der LINKEN im Bundestag Transparente mit den Namen der Opfer der deutschen Angriffe auf die Tanklaster in Afghanistan vor einigen Monaten hochgehalten. Der Bundestagspräsident wertete dies als grobe Verletzung der Geschäftsordnung des Bundestags und schloss binnen weniger Sekunden die ganze Fraktion von der Sitzung unter Androhung weiterer Disziplinarmaßnahmen von der Sitzung aus.
Diese überzogene Entscheidung des Präsidenten nahmen später die verbliebenen Abgeordneten zurück, so dass DIE LINKE doch noch an der Abstimmung und an den weiteren Tagesordnungspunkten teilnehmen durfte.
pixelio.de rainer sturm
Wachstumsentschleunigungs-Gesetz für die Solarenergie
Ansbach: „Mit den vereinbarten Kürzungen der Solarstromvergütung, gefährdet die Bundesregierung bundesweit tausende Arbeitsplätze in der Solarstrombranche. Auch die Region Westmittelfranken wird davon betroffen sein“, kommentiert Peter Gramm, Kreisvorsitzender der Partei DIE LINKE. im Kreisverband Ansbach/Weißenburg- Gunzenhausen, die Absenkung der Einspeisevergütung für Solarstrom.
Nach Einschätzung der Linken seien hier in der Region mittelfristig bis zu 100 sinnvolle und nachhalti-ge Arbeitsplätze, insbesondere in kleineren und mittleren Installationsbetrieben gefährdet.
Angesichts des Preisverfalls bei Solaranlagen müsse natürlich auch über eine Absenkung der Einspei-severgütung nachgedacht werden. Solche Kürzungen sollten aber mit Augenmaß geschehen und nicht in dieser Rambo-Manier, wie jetzt von der Koalition vereinbart. DIE LINKE plädiere deswegen für eine moderate, vierteljährliche Absenkung der Vergütungssätze. Eine Koppelung des Vergütungsanspruchs an eine Gewährleistung durch den Solaranlagenhersteller für zwanzig Jahre, würde zudem einer Ne-gativ-Spirale bei Qualität und Lebensdauer der Solaranlagen aufgrund sinkender Vergütungssätze vor-beugen.
„Es ist nicht hinzunehmen, wie vehement die schwarz-gelbe Koalition gegen diesen Teil der Erneuer-baren-Energien-Branche vorgeht, während den Betreibern von Atomkraftwerken durch längere Lauf-zeiten zusätzliche zweistellige Millionengewinne gesichert werden sollen“, kritisiert Kerstin Kernstock, Beisitzerin im Vorstand der Kreislinken. Hier werde offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen. Die vollmundigen Reden des Bundesumweltministers Röttgen, auf erneuerbare Energien umzusteigen, seien, wie so Vieles was von der Bundesregierung komme, vor diesem Hintergrund schlichtweg un-glaubwürdig. Die schwarz-gelbe Koalition gebe die Zukunft der deutschen Solarwirtschaft den Interes-sen der Atomkonzerne preis. Jetzt solle die zusätzliche Kürzung der Solarvergütung für Dachanlagen sogar 16 Prozent betragen und Freiflächenanlagen auf Äckern sollen sogar verboten werden.
„Umweltminister Röttgen kleidet sich hir in ein grünes Mäntelchen, betreibt aber in der täglichen Praxis knallharte Politik gegen die Erneuerbaren Energien“, meint Gramm. Dass die Absenkung der Vergütungssätze zwei Monate später kommen sollen als ursprünglich geplant, bewirke für die Investoren und Händler höchstens einen kurzfristigen Aufschub. Danach fielen sie, ähnlich wie bei der Abwrackprämie die Autohändler, in ein tiefes Nachfrageloch. Den Solarmodul- Wechselrichter- und Trägersytem- produzierenden Unternehmen helfen die zwei Monate Aufschub gar nicht. Die Bundesregierung betreibt hier eine gezielte Deindustriealisierungspolitik zu Lasten der deutschen Solarwirtschaft. Statt jetzt die Konkurrenz aus dem Ausland mit einer Technologieoffensive abzuwehren, wird diese Politik vor allem eins bewirken: Die deutsche Solarwirtschaft wird von der Konkurrenz aus China verdrängt werden. Denn China habe ein Konjunkturprogramm für 40Milliarden US-Dollar für Erneuerbare Energien aufgelegt und in Großbritannien wird es zukünftig 47 Eurocent für die Kilowattstunde Solarstrom geben.

Weißenburg - Der Kreisverband DIE LINKE Weißenburg-Gunzenhausen/Ansbach begrüßt das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den verfassungswidrigen Hartz IV – Sätzen.
„Mit diesem Urteil“, so der Kreissprecher der Linken Erkan Dinar, „wird nun höchstrichterlich bestätigt, was DIE LINKE schon immer sagte: Die Hartz IV - Sätze sind verfassungswidrig!“ Die Linke begrüßt deshalb das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Hartz IV - Sätzen und der fehlenden Härtefallregelung. „Hier müssen den Hartz IV - Parteien CDU, CSU, FDP, SPD und die Grünen die Ohren geklungen haben“, so Erkan Dinar.
Die Pauschalierung der Leistungen für Kinder und Jugendliche auf 60 bzw. 70 % der Erwachsenenleistung geht schon am Bedarf vorbei. Mehr noch, auch die fehlende Regelung bei Härtefällen ist ein Verstoß gegen das Grundgesetz. Mit statistischen Tricks wurde der Bedarf für Erwachsene ermittelt und bei Kindern deren Bedarf „ins Blaue hinein“ völlig realitätsfern geschätzt, so das BVG. Bei der Ermittlung der Konsumausgaben unterster Haushaltseinkommen wurden ohne Begründung einzelne Posten aus dem Warenkorb ausgeschlossen. Für die Linken ist das „einfach ein Skandal. Nicht umsonst werden die Schlangen bei den Tafeln immer größer“.
Daher fordert DIE LINKE die Sofortanhebung des Hartz IV-Satzes auf 500 EUR. „Vom Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen fordern wir, sich auf Bundesebene dafür einzusetzen. Außerdem muss die derzeit auf Hartz IV - Niveau liegende Sozialhilfe nach SGB XII, die direkt von der Stadt oder dem Landkreis bezahlt wird, sofort erhöht werden“, so Dinar.
Nichtsdestotrotz werden mit der Neuberechnung der Regelsätze die grundlegenden Mängel der Hartz - Gesetze nicht aufgehoben. Solange Erwerbslose von ihren Jobcentern zu 1,25 Euro-Jobs gezwungen werden, mit weiteren Sanktionen rechnen müssen, jede Arbeitsstelle auch zu den schlechtesten Bedingungen annehmen müssen, solange bleibt Hartz IV auf dem Arbeitsmarkt das Einfallstor für Lohndumping á la Schlecker. Deswegen hilft hier kein weiteres Herumdoktern. Hartz - IV gehört auf den Müllhaufen der deutschen Sozialgeschichte!
Die Linke fordert stattdessen ein sanktionsfreie, bedarfsdeckende Mindestsicherung, flankiert mit einem gesetzlichen Mindestlohn von 10 € je Stunde.
Foto:pixelio.de uwe rott
Für wohnortnahe Gesundheitsversorgung fest in Händen der Allgemeinheit
Kreisverband kritisiert Grabenkämpfe innerhalb der CSU auf dem Rücken der Bevölkerung und vorübergehende Schließung des Feuchtwanger Krankenhauses.
Ansbach: Mit Kopfschütteln quittiert der Kreisverband Ansbach/WUG der Partei DIE LINKE, die bisherige Ansbacher Kreispolitik um das Feuchtwanger Klinikum und unterstreicht nun seine Auffassung: „Feuchtwangen kann und muss für eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung fest in Händen der Allgemeinheit erhalten bleiben“, fordert Kreissprecher Peter Gramm, Niederoberbach. Er zeigt sich verärgert über das für die Menschen undurchsichtige Handeln der im Kreistag vertretenen Parteien: „Hier werden zentrale Interessen der Bevölkerung zum Spielball parteiinterner Grabenkämpfe, die dem Steuerzahler Millionen kosten!“
Kerstin Kernstock, Beisitzerin des Kreisvorstandes, ergänzt: „Die Schließung des Krankenhauses war von vorne herein eine abgemachte Sache. Der politische Wille diese Klinik zu erhalten war nie vorhanden!“. Die erneute „vorübergehende“ Schließung bedeute auch einen beabsichtigten Vorgriff auf die Zukunft des Hauses. Ist ein solches Krankenhaus erst einmal geschlossen, wird bereits ein Großteil nicht nur der medizinischen Infrastruktur zerschlagen. Das finanzielle Defizit der Klinik sei nicht der Wiedereröffnung des Krankenhauses geschuldet, sondern der damaligen Entscheidung des Verwaltungsrates, die Klinik zu schließen. Dadurch wurde das jetzt extrem hohe Defizit der Klinik geradezu provoziert, um ein weiters Argument für die endgültige Schließung des Krankenhauses in der Hand zu haben. Jetzt mache man diesen „Running Gag“ schon wieder, in der Erwartung, dass die Öffentlichkeit ein zweites Mal auf diesen billigenTrick hereinfällt.
Mehr Zusammenarbeit mit Stadt Ansbach und Bezirk gefordert
Der Bezirksrat der Linken, Uwe Schildbach, verweist auf die Fachorientierung Geriatrie für Feuchtwangen hin. Hier gäbe es z.B. am Ansbacher Bezirksklinikum ein großes Maß an jahrzehntelanger Fachkompetenz. Diese Kompetenz der „kommunalen Familie“ gilt es zu nutzen, anstatt private Anbieter mit ins Boot zu holen. Angesichts der demografischen Entwicklung, wäre dies auch eine sinnvolle Investition für unsere Region. Davon würde nicht nur Feuchtwangen profitieren. Aus diesem Grund solle man auch den Bezirk Mittelfranken mit in die Pflicht nehmen. Der demografische Faktor mache diese medizinische Nische der Hilfe zur Selbsthilfe im Alter für die Zukunft immer wichtiger. „Herr Schwemmbauer dürfe dabei auch gerne an seine eigene Zukunft denken“, betont Schildbach.
Die kreisfreie Stadt Ansbach hat wiederholt helfende Hände ausgestreckt. Auch in dieser Hinsicht glänzt der Kreis durch Unverbindlichkeit und Ziellosigkeit. Fest steht, dass die Kreisbürger in Folge der Stellvertreterduelle in den Hinterzimmern der Verwaltungsräte zunehmend das Vertrauen in die etablierte Parteienlandschaft des Kreistags verlieren. „Transparenz und Bürgernähe sieht anders aus“, konstatiert DIE LINKE.
Gesundheitsversorgung ist Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge
Nicht verhandelbar ist für die Mitglieder von DIE LINKE der Erhalt der Gesundheitsversorgung in Händen der Allgemeinheit: „Feuchtwangen darf keinesfalls zum Einfallstor für rein dem Profit verschriebenen Kapitalgesellschaften sein. Gebot der Stunde ist, ohne Ansehen von Personen und Parteien, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, um mit dem Erhalt der Klinik Feuchtwangen ein deutliches Signal für die wohnortnahe Versorgung, für eine qualitativ hochwertige und fachübergreifende Versorgung und für ein soziales Gesundheitssystem, wie es die Satzung der in Gründung befindlichen Betriebsführungsgesellschaft zwischen Klinikum Ansbach und Westschiene fordert, zu senden.
Ansbach: „Die jüngste Kritik des Bundestagsabgeordneten Josef Göppel an der Unternehmensstrategie der Schlecker Drogerieketten, ihre Mitarbeiter zu entlassen und eine eigene Leiharbeitsfirma zur Personalbeschaffung weit unter dem Armutslohn zu gründen, ist berechtigt, aber unglaubwürdig“, erklärt der Kreisvorstand Ansbach/WUG der Partei DIE LINKE .
Das skandalöse Lohndumping der Firma Schlecker durch Leiharbeit auf Basis einer Strohmann-Konstruktion namens „MENIAR“, muss sofort durch Intervention der Bundesregierung beendet werden. „Die Praxis des Schlecker-Konzerns, sich aus der selbst verschuldeten Misere dramatischer Umsatzeinbrüche und eines verfehlten Geschäftsmodells durch Leiharbeit und Gehaltskürzungen zu retten, ist schamlos und letzlich illegal, bekräftigt der Kreisvorstand.
Wer gegen Dumpinglöhne kämpfen will, muss für den Mindestlohn stimmen!
Göppel scheint erkannt zu haben, dass die Abwärtsspirale bei den Löhnen in Deutschland auch vor dem Landkreis Ansbach und seinem Heimatort Herrieden nicht halt macht, jedoch muss er seinen Worten auch Taten folgen lassen. „Er muss sich entschieden für einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn einsetzen“, fordert daher Vorstandssprecher Peter Gramm, Niederoberbach. Im Bundestag hat er bislang alle Anträge der Linksfraktion in diese Richtung abgelehnt. „Das ist inkonsequente Politik“, erklärte der Kreisvorstand der LINKEN. Man werde Göppel allerdings anbieten, in einer regionalen Allianz parteiübergrei-end gegen Dumpinglöhne und das weitere Ausufern der Leiharbeit zu kämpfen.
Die Stadt Ansbach stellt mit einem Anteil von knapp 12% an allen Beschäftigungsverhältnissen die „Bundeshauptstadt der Leiharbeit“ dar.
Die angekündigte Lohndrückerei bei Schlecker werde die Situation noch verschärfen. Schlecker will seine Renditeziele auf Kosten der Allgemeinheit erreichen, kritisiert DIE LINKE und verweist darauf, dass man mit sechs oder sieben Euro Lohn der Schlecker-Leiharbeitsfirma keine Familie ernähren kann und auf staatliche Transferleistungen angewiesen sein wird.
Ein Schlecker-Sprecher hatte gegenüber der FLZ erklärt, es würden bei „Schlecker XL“ Löhne von „bis zu 13 Euro“ gezahlt.
DIE LINKE bezeichnete die Angabe der Lohnobergrenze als „bewusste Irreführung der Öffentlichkeit“. Als Partner von „Schlecker XL“ fungiert die Leiharbeitsfirma MENIAR („Menschen in Arbeit“) in Zwickau, deren Geschäftsführer ein langjähriger Personalmanager von Schlecker ist. MENIAR verleiht die Mitarbeiterinnen an Schlecker, zahlt dabei aber nur noch Stundenlöhne von 6,50 bis 7 €. Außerdem gibt es we-niger Urlaubstage und kein Weihnachts- und Urlaubsgeld. MENIAR hat laut ver.di bereits mehr als 4000 Leiharbeiter an Schlecker vermittelt.
Dass nun Göppel versucht, durch Moralappelle an den Schlecker-Gründer, Schaden abzuwenden, ist zwar ehrenrührig, jedoch wirkungslos. Anton Schlecker, laut Forbes mit einem Privatvermögen von 3,6 Milliarden Euro einer der reichsten 200 Menschen der Erde, hat zu oft unter Beweis gestellt, dass ihn Artikel 14 des Grundgesetzes („Eigentum verpflichtet“) nicht zu tangieren scheint.
„Schlecker XL“ Produkt der gescheiterten Arbeitsmarktpolitik – Moralappelle reichen nicht aus!
DIE LINKE fordert Göppel auf, die Ursachen des Lohndumpings zu bekämpfen: Die durch die rot-grüne Arbeitsmarktpolitik und den Leiharbeitsgesetzen Tür und Tor geöffneten Lohndrückerei. DIE LINKE bleibt dabei: Leiharbeit muss wieder scharf begrenzt, streng kontrolliert, gleich bezahlt und zusätzlich mit einem Flexibilitätszuschlag vergütet werden.
Weiterhin müsse sich Göppel dafür einsetzten, dass die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen, im Rahmen ihrer Aufsichtspflicht, schnellstens dafür Sorge trägt, dass die windige „MENIAR-Strohmann“- Konstruktion zur Umgehung von Tarifbindung und Kündigungs-schutz auf Kosten der Steuerzahler umgehend gestoppt wird.
Der Kreisverband Ansbach/WUG kämpft zusammen mit den Beschäftigten und ver.di gegen Erpressung, Lohndumping und unsichere Arbeitsplätze bei Schlecker.

An die
streikenden SchülerInnen und Studierenden,
auf diesem Wege spreche ich euch meine Solidarität für euren Bildungsstreik und die geplante Besetzung der Hörsäle aus. Ich wünsche euch einen erfolgreichen Kampf, für Mitbestimmung, eine gebührenfrei und bessere Bildung und mehr Freiräume an den Schulen und Hochschulen! Ihr solidarisiert euch mit den österreichischen Studierenden, die mehr als zwei Wochen im Streik gestanden haben. Immer mehr SchülerInnen und Studierenden in Deutschland haben sich in den letzten Tagen den Protesten angeschlossen. Ich freu mich, dass sich der Protest immer weiter ausbreitet, denn ihr kämpft alle für die gleiche Sache!
Der europäische Bologna-Prozess und die neoliberale Politik der letzten Jahre haben ihre Spuren hinterlassen: Bildung wird zur Ware, Bildung wird modularisiert und standardisiert. Diese Entwicklung betrifft nicht nur den Hochschulbereich, sondern auch die Schulen. So bleiben individuelle Wünsche und Erwartungen an die eigene Ausbildung oftmals auf der Strecke. Freiräume für die eigene freie Entfaltung sind kaum mehr da. Immer mehr Schülerinnen und Schüler erleben täglich an den Schulen die Sparpolitik in Form von schlechter Ausrüstung. Für immer mehr Studierende ist das Studium ein finanzielles Wagnis, sei es durch eingeführte Studiengebühren in Österreich und Deutschland, sei es durch unbezahlbare Mietpreise in den Uni-Städten Frankreichs, Italiens oder Spaniens. Aber auch die Situation nach dem Studium ist in ganz Europa für immer mehr Studierende die gleiche: Praktika, prekäre Beschäftigung, Arbeitslosigkeit.
Während über Nacht mal eben 500 Milliarden Euro für Banken aufgebracht wurden, werdet ihr weiterhin zur Kasse gebeten. Die Bundesregierung hat angekündigt die Steuerzahler, in erster Linie die Vermögenden, im nächsten Jahr um über 24 Milliarden Euro zu entlasten. Dieses Geld würde – in Bildung investiert – reichen, damit Deutschland die durchschnittlichen Bildungsausgaben der OECD-Länder erreicht. Dies ist Geld, das für eure Bildung fehlt. Das ist Geld, worum ihr betrogen werdet! Ihr Schüler und Studierenden sollt mit einer Ausweitung der Elitenförderung abgespeist werden, die den Konkurrenzdruck verschärft und für die meisten keinerlei Verbesserung bedeutet. Dem gilt es entschieden zu entgegnen um gute Bildung für alle zu ermöglichen! Als Gewerkschafter weiß ich, was es bedeutet Streiks durchzuführen und für seine Rechte und Forderungen zu kämpfen. Wie bei streikenden ArbeiterInnen, entsteht auch eure gesamte Kraft aus nur einem Wort: Solidarität! So wünsche ich euch, dass ihr noch ganz viel Solidarität erfahrt. Von anderen Gruppen und Verbänden, aus der Politik und vor allem von euren MitschülerInnen und KommilitonInnen. Geht solidarisch miteinander um, tretet für einander ein und sprecht mit einer Stimme. Nur so könnt ihr die Öffentlichkeit, die Presse und die Politik für eure Forderungen gewinnen.
Ich und DIE LINKE stehen auch weiterhin auf eurer Seite. Im Bundestag, den Ländern, den Kommunen und auf der Straße! Mit aller Kraft werden wir für gute Bildung, mehr Mitbestimmung und bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen kämpfen!
Mit solidarischen und kämpferischen Grüßen,
euer Harald Weinberg, MdB
Fraktion DIE LINKE im Bundestag
Foto: Roland910 pixelio.de
Der Vertreter der Linken im Mittelfränkischen Bezirkstag, Bezirksrat Uwe Schildbach, hat den von CSU, FW und FDP beschlossenen Haushalt für das Jahr 2010, als verantwortungslos gegenüber den Hilfeempfängern des Bezirks bezeichnet.
Die Lücken im Haushalt 2010 wurden zum Großteil durch Schuldenverschiebung ins Jahr 2011 und durch eine Neuverschuldung von fast 20 Millionen Euro geschlossen. Ferner wurde die gesetzlich vorgeschriebene Mindestrücklage des Bezirks um 1,3 Millionen € unterschritten.
Der Bezirk begehe damit einen klaren Rechtsbruch. „Da der Bezirkshaushalt zu fast 90% aus sozialen Pflichtaufgaben besteht, ist der Eingriff in die Mindestrücklage unverantwortbar und wird, wenn es „hart auf hart“ geht, letztendlich die Schwächsten der Gesellschaft treffen“, so der Ansbacher Bezirksrat.
Im Jahr 2011 werden die Umlagezahler für diese kurzsichtige Politik kräftig in die Tasche greifen müssen. Zum Einen wird, bedingt durch den von der Krise verursachten wirtschaftlichen Einbruch, die Umlagekraft im „Quelleversand-Land“ Mittelfranken rapide zurückgehen, zum Anderen wird auch noch der liegengelassene Schuldenberg von 2009 zu finanzieren sein.
Ferner bemängelt Schildbach, dass die Einsparungsvorschläge seiner Partei, mit einem Gesamtvolumen von 1,7 Millionen Euro, von der konservativen Mehrheit im Bezirkstag abgelehnt wurden.
Um ein deutliches Zeichen der eigenen Sparsamkeit zu senden, hatte die Linke u. A. die Einfrierung der Dynamisierung der Bezüge für die Bezirksräte und deren Fraktionszuschüsse beantragt. Während SPD und Grüne dem Linken Antrag gefolgt sind, wurde dieser von FW, FDP und CSU abgelehnt.
Damit sei ein wichtiger Schritt zu mehr Glaubwürdigkeit und Akzeptanz gegenüber dem
Bezirk vertan worden.
Trotz der Kritik der Linken am Bezirkshaushalt 2010, sollte man sich jedoch eine Tatsache vor Augen führen, so Schildbach:
„Die Schuldigen an der katastrophalen Finanzsituation in den Kommunen, sitzen in Berlin und München und nicht im Mittelfränkischen Bezirkstag.“
Die Kommunale Familie müsse gerade jetzt zusammenhalten. Mit dem Ziel, die Finanzen im krisengeschüttelten Mittelfranken deutlich zu verbessern, müsse man gemeinsam Druck auf die bayerische Landesregierung ausüben, anstatt sich gegenseitig den „Schwarz-Gelben Peter“ zuzuschieben.
„Den Kreislinken greift das Volksbegehren zu sehr in Freiheitsrechte“
Der Kreisverband der Partei DIE LINKE bezieht entgegen eines Beschlusses des Landesvorstandes eine eigenständige Position in der Frage des Volksbegehrens zum Nichtraucherschutz.
Nach langer und ausführlicher Diskussion beschlossen die anwesenden Mitglieder und Unterstützer eine Nichtunterstützung des Volksbegehrens.
„Dies bedeute keine einseitige Parteinahme für Raucher oder die Tabaklobby. Selbstverständlich setzt sich auch DIE LINKE für den Schutz der Nichtraucher ein und will in Speiselokalen das Rauchen nicht zulassen. Das Volksbegehren will aber in allen Lokalen, Kneipen, Bierzelten und Discos das Rauchen verbieten und auch keine Raucherclubs zulassen. Die Linken sehen darin unnötig Freiheiten eingeschränkt und eine völlig überzogene Bevormundung des Bürgers. Die Linken kommen zum Schluss, dass der vorgelegte Entwurf des Volksbegehrens nicht nur dem Nichtraucherschutz dienen soll, sondern auch langfristig der Versuch sein soll, ein generelles Rauchverbot zu erreichen. Des Weiteren wäre es der Anfang von noch mehr Kontrolle und Regulierung im Bereich der persönlichen Freiheit und von individuellen Selbstbestimmungsrechten.
Dem Nichtraucher steht natürlich zu, vor Belästigung und Gesundheitsgefährdung geschützt zu werden. Der Raucher hat aber auch das Recht seine Freiheiten auszuleben, solange er andere nicht gefährdet. Für die Kreislinken sind deshalb Raucherclubs selbstverständlich zulässig und es sollte dem Wirt obliegen zu entscheiden, ob er einen Raucher – oder eine Nichtraucherlokalität betreibt oder zusätzliche Räumlichkeiten für Nichtraucher bzw. Raucher anbietet. Der Gast könnte bei vorgeschriebener Beschriftung bereits vor Eintritt ins Lokal entscheiden ob er es betreten möchte. Nichtraucher und Raucher hätten damit eine Auswahl und es wäre ein salomonischer Kompromiss gefunden. Der Nichtraucher würde nicht belästigt werden und der Raucher könnte sein Recht genießen. Langfristig sollten nach einer Übergangszeit stärkere Ventilatoren und Belüftungsanlagen zum Standard in allen Lokalitäten gemacht werden, um effektiv gegen Rauch-, Alkohol-, Parfüm- und menschliche Düfte vorzugehen“, so Heinz Gruber, Kreisrat der Linken.
„Die unterschiedlichen Positionen gehen durch die Partei in Bayern. Es gibt viele bayerische Kreisverbände, die sich aktiv an der Unterstützerkampagne für das Volksbegehren beteiligen“, so DIE LINKE - Kreisvorsitzender Erkan Dinar. Der Kreisverband im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gehöre allerdings nicht dazu. Dinar als bekennender Nichtraucher bezog in der Landesvorstandssitzung vom 18.07.2009 deutliche Position gegen das Volksbegehren und fand keine Mehrheit. Eine endgültige Klärung möchte der hiesige Kreisverband deshalb beim nächsten Landesparteitag der Linken am 5. Dezember in Erlangen herbeigeführt wissen. Dort möchte Kreisvorsitzender Dinar einen Initiativantrag einbringen. Bekanntlich endet am 2. Dezember die Einschreibefrist für das Volksbegehren.“

Das Ansbacher Friedensbündnis (AFB) beteiligt sich an der bundesweiten Abstimmungsaktion der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG-VK) über den Auslandseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Im Rahmen einer Info-Aktion an der Riviera in Ansbach will das AFB den Bürgern von Ansbach u.a. die Gelegenheit bieten, über diesen deutschen Krieg im Ausland abzustimmen.
Zu diesem Zweck wird das AFB an zwei Infoständen an der Riviera am Samstag, 21.11., von 11 bis 14 Uhr, sowie am Samstag, 28.11., von 11 bis 16 Uhr, die Bürger zur Wahl bitten: In dort aufgebauten Wahlkabinen können auch Sie sich für oder gegen den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan entscheiden! Zusätzlich bietet das AFB der Bevölkerung die Möglichkeit an, sich in Petitionslisten an die Wahlkreis-Abgeordneten Josef Göppel (CSU) und Rainer Erdel (FDP) einzutragen, um die beiden MdBs persönlich aufzufordern im Bundestag gegen die Verlängerung des "Afghanistan-Mandats" und für die Rückkehr der deutschen Soldaten zu stimmen.
Das AFB wird versuchen, die Wahlkabine mit Abstimmungsmöglichkeit auch an weiteren Orten Ansbachs zugänglich zu machen, etwa in gastronomischen Betrieben. Die Auszählung der Stimmen erfolgt öffentlich, voraussichtlich am 30. November 2009.
Foto: pixelio.deDie Öffnung und der damit verbundene Fall der Berliner Mauer am Abend des 9.11.1989, eröffnete eine große Chance für eine friedliche demokratische Entwicklung im ehemaligen Osten Deutschlands sowie in Europa und bedeutete gleichzeitig die Beendigung des Kalten Krieges. Reisefreiheit, Pressefreiheit, Demokratie, Osterweiterung der EU und vieles andere mehr, waren nun möglich. In den letzten beiden Jahrzehnten haben sich die Völker in Europa besser kennen und verstehen gelernt. Die europäische Integration machte deutliche Fortschritte.
Die Öffnung der Mauer in Berlin ist ausschließlich das Ergebnis des Kampfes der mutigen Menschen, vereint in den Bürgerbewegungen und der Widerstand des ganzen Volkes der ehemaligen DDR. Nicht Genscher, Kohl, Merkel und CO waren auf den Straßen! Mit den Demonstrationen in Leipzig, in Plauen und der größten Demonstration der DDR-Geschichte am 4.11.1989 in Berlin, ging die Macht wieder vom Volke aus. Der Ruf „Wir sind das Volk“, begleitete die Demonstrationen und den Zusammenbruch der Macht der SED. Die überall auf den Straßen hörbare Aufforderung an die SED-Führung „Keine Gewalt!“, wurde glücklicherweise verstanden und führte somit zu einer friedlichen Revolution. Viele „Runde Tische“ eröffneten eine demokratische Mitwirkung und Mitgealtung für die schwierige Übergangszeit. Die Öffnung der Mauer brachte auch für die Linke die Chance, sich konsequent mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und die richtigen Lehren aus den Deformationen des bis dahin herrschenden Staatssozialismus zu ziehen. Die Idee des demokratischen Sozialismus, 1968 in Prag mit Hilfe sowjetischer Truppen unterdrückt, wurde wieder aufgegriffen und weiterentwickelt. Es gibt keinen Sozialismus ohne Demokratie und Freiheit des Individuums.
„Wir haben aus der Geschichte gelernt: Respekt vor den Ansichten Andersdenkender ist Voraussetzung von Befreiung. Wir lehnen jede Form von Diktatur ab und verurteilen den Stalinismus als verbrecherischen Missbrauch des Sozialismus. Freiheit, Gleichheit, Menschenrechte, Gerechtigkeit, Sozialismus und Demokratie sind für uns unteilbar!“
Während es in der Partei Die Linke., seit Gründung im Jahre 2007, eine ernsthafte Auseinandersetzung und offene Aufarbeitung über die politische Verantwortung in der DDR gibt und diese bis heute fortgesetzt werden, ist ein entsprechender Klärungsprozess über die Rolle der sogenannten Blockparteien CDU und LDPD, in der jetzigen CDU und FDP, nicht wirklich erkennbar. Die Parteimitglieder dieser Blockparteien haben ebenso politische Mitverantwortung getragen wie die Mitglieder der SED. Der Weg in eine verantwortliche Position im SED-Regime führte eben nicht nur über die Mitgliedschaft in der SED, sondern auch über eine Mitgliedschaft in einer der Blockparteien. Der West-CDU schloss sich 1990 die DBD an, die Ost-FDP verleibte die LDPD ein, zudem schloss sich die NDPD an. Durch die Übernahme der zahlreichen Mitglieder und der Übernahme der Parteivermögen, wurden die CDU und die FDP gestärkt. Noch heute entstammen einige der CDU und FDP Abgeordneten dieser Blockparteien.
- Versorgungslücke im Landkreis Weißenburg/Gunzenhausen
- Vorwürfe gegen das Staatsministerium für Umwelt- und Gesundheit
- Geamtgesellschaftliche Diskussion gefordert
Foto:pixelio.de
„Während im Landkreis Ansbach die ambulante psychiatrische Versorgung von Kindern und Jugendlichen weitestgehend gegeben ist, gibt es in den westmittelfränkischen Landkreisen Weißenburg - Gunzenhausen und Neustadt/Aisch - Bad Windsheim so gut wie keine Versorgungsstrukturen, so der Kreisverband der Linken in einer Pressemitteilung.
Im Landkreis Weißenburg - Gunzenhausen gibt es nur einen, im Landkreis Neustadt/Aisch- Bad-Windsheim keinen einzigen niedergelassenen Facharzt.
Als „vollkommen unzureichend“ bezeichnete der Bezirksrat der Linken, Uwe Schildbach, deshalb die Versorgungssituation psychisch kranker Kinder und Jugendlicher im westlichen Mittelfranken.
Um diese Unterversorgung in den beiden Landkreisen einzudämmen, muss die Ansbacher Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie augenblicklich die Versorgung notgedrungen mit übernehmen.
„Das Ergebnis ist allerdings nicht akzeptabel, weil das Versorgungsangebot der Ansbacher Bezirksklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, trotz Erweiterung im Juni 2009, Wartezeiten von bis zu 5 Monaten aufweist. Für Kinder und Jugendliche ist es in vielen Fällen besonders wichtig, schnelle und wohnortnahe professionelle Hilfe zu erfahren. Durch die starke Nachfrage in Ansbach und die bestehenden Versorgungslücken ist dies nicht gewährleistet“, so DIE LINKE Kreisvorsitzender Erkan Dinar.
Als besonders scheinheilig bezeichnet Schildbach die Rolle des bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit. Obwohl der bayerische Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) 2008 noch erklärte, der Ausbau der ambulanten Versorgungsstrukturen im Kinder- und Jugendpsychiatrischen Bereich hätte absolute Priorität, wurde der Antrag des Kommunalunternehmens Bezirkskliniken Mittelfranken, welches anbot, zwei Tageskliniken für psychisch kranke Kinder- und Jugendliche in den betroffenen Landkreisen einzurichten, in einer Stellungnahme des Staatsministeriums mit der Begründung, „man sehe keinen Handlungsbedarf“, abgelehnt.
Dazu Schildbach: „Es ist schlimm genug, dass aufgrund der gesellschaftlichen Verhältnisse und des steigenden schulischen Leistungsdruckes immer mehr Kinder und Jugendliche psychische Auffälligkeiten entwickeln. Nun wird diesen Kindern auch noch die letzte helfende Hand verweigert.“
Eine flächendeckende psychiatrische Versorgung ist nur ein kleiner Bestandteil der linken Forderung im Bezirkstag und des Kreisverbandes.
Um zumindest aber dies sicherzustellen, fordern die Linken die Mitglieder der zuständigen Unterausschüsse und des Krankenhausplanungsausschusses dazu auf, die unzutreffende Stellungnahme des bayerischen Staatsministeriums kritisch zu hinterfragen und den tatsächlichen gesundheitspolitischen Erfordernissen Rechnung zu tragen.
„Gemeinsames Ziel aller Parteien sollte es sein, die psychiatrische Versorgungsstruktur für Kinder und Jugendliche im ländlich geprägten Westmittelfranken schnellstmöglich zu verbessern.“, so Schildbach.
Politik trägt Mitschuld
Aus Sicht der Linken, trägt die unsoziale Politik in diesem Lande eine beträchtliche Mitschuld an dieser Entwicklung. Die sozial selektierende und verfehlte Bildungs-, Familien- und Jugendpolitik ist für diese Entwicklung mitverantwortlich. Besonders dramatisch sehen die Linken die Situation von Kindern in „Hartz IV - Familien“. Die tägliche Demütigung dieser Kinder, denen der Zugang zu Bildungs-, Kultur- und Freizeitangeboten verwehrt bleibt, macht schon die Kleinsten der Gesellschaft krank.
Neben einer flächendeckenden psychiatrischen Versorgung sind auch weitere präventive Angebote der Kinder- Jugend- und Familienhilfe erforderlich. Sie müssen konsequent ausgebaut und finanziell besser gestellt werden. Notwendig ist auch eine gesellschaftliche Diskussion darüber, weswegen immer mehr Kinder- und Jugendliche psychisch auffällig werden.
Strassentheater mit Deutschlandhymne und Kriegslärm machen auf die Lage in Afghanistan aufmerksam und unterstreichen unsere Forderung: Holt die deutschen Soldaten aus Afghanistan zurück!
Bild: Erkan Dinar plädiert in Ansbach für ein vollständigen Abzug der deutschen Soldaten aus Afghanistan
„Jedes zivile Opfer der Kriegsführung der NATO und der Bundeswehr in Afghanistan führt zu einem weiteren Erstarken der Taliban und holt den Terror ins eigene Land“, erklärt der Vorsitzende von Partei und Fraktion DIE LINKE, Oskar Lafontaine, zu Berichten über den Tod von Zivilisten bei einem NATO-Luftangriff auf zwei von den Taliban entführte Tankwagen. „Die Lage in Afghanistan wird immer desolater und kritischer. Es gibt mehr Opfer in der Zivilbevölkerung als je zuvor.“ Lafontaine weiter:
„Die Inkaufnahme ziviler Opfer bei dem von der Bundeswehr in der vergangenen Nacht angeforderten NATO-Luftschlag hat noch einmal vor Augen geführt, dass der Kriegseinsatz der Bundeswehr und der NATO völkerrechtswidrig ist. In diesem Jahr sind schon über 800 Zivilisten durch die NATO umgebracht worden.
Frieden und demokratische Entwicklung kann man nicht herbeibomben. Nur Gewaltverzicht, Entwicklungszusammenarbeit und Diplomatie eröffnen einen Ausweg aus der afghanischen Sackgasse. Der Abzug der Bundeswehr ist ohne Alternative. Kanada und Dänemark haben bereits das Datum des Abzugs ihrer Truppen festgelegt. Die Bundesregierung könnte sich daran ein Beispiel nehmen.
SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier ist unglaubwürdig, wenn er jetzt Verhandlungen mit der neuen afghanischen Regierung über einen Abzugs-Fahrplan verspricht. Die SPD hat den Kriegseinsatz der Bundeswehr und seine Ausweitung seit acht Jahren zu verantworten. Die SPD-Führung hat sich mit ihrem sturen Festhalten am Afghanistankrieg von der Politik Willy Brandts weit entfernt. “
Artikel in unserer Mitgliederzeitschrift DISPUT über Direktkandidaten Erkan Dinar im Wahlkreis Ansbach
von Erkan Dinar
Foto: Erkan Dinar am 02.09.2009 in Ansbach
1998 war das Jahr meiner Entscheidung aktiv in der Politik mitzumachen. Die Menschen hatten die Nase voll von Helmut Kohls „geistig-moralischer Wende“ und „Blühenden Landschaften“. Er wurde deutlich abgewählt und die WählerInnen hatten sich für einen Politikwechsel entschieden. Einen Tag nach der Wahl von SPD und Grünen als Regierungsparteien entschied ich mich für meinen Eintritt in die SPD. Es dauerte nicht lange und die Schröder-Fischer-Regierung führte Deutschland in einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Jugoslawien. Deutsche Bomben fielen wieder auf Belgrad. Den innerparteilichen Kampf gegen diesen Angriffskrieg verloren daraufhin viele gute und ehrliche SozialdemokratInnen, die sich der Außenpolitik von Willy Brandt verpflichtet fühlten. Viele von ihnen kehrten in den Jahren danach der SPD den Rücken oder überwintern immer noch innerhalb der SPD und warten auf ein Ende des Sturms der die SPD entsozialdemokratisiert hat.
Aus einer Begeisterung in die SPD eingetreten, um Anteil zu haben an der sozialen Umgestaltung dieses Landes verfiel ich mit jedem weiteren Bruch des Koalitionsvertrags in Lethargie. Im Juni 2002 war endgültig Schluss als der sozialdemokratische Innenminister Otto Schily davon sprach, dass die beste Form von Integration “Assimilierung” sei. Politisch heimatlos beobachtete ich den Wahlkampf 2002 und sah, wie die PDS aus dem Bundestag flog. Einen Tag nach der Bundestagswahl trat ich der PDS bei, weil ich den festen Glauben daran hatte, dass nach dem Ausscheiden der einzigen sozialen Kraft aus dem Bundestag, der Ausverkauf des Sozialstaats beginnen würde. Leider lag ich richtig und nur wenige Monate nach der Bundestagwahl 2002 hielt Schröder seine Agenda 2010 – Rede. Das Armutsgesetz schlechthin mit Hartz I – IV wurde auf den Weg gebracht.
Im durch und durch antikommunistisch geprägten ländlichen Bayern Politik zu machen war nicht leicht und oft dachte man an einen Rückzug ins Privatleben. Das Signal von Oskar Lafontaine zur Fusion von PDS und WASG gab mir und den anderen wenigen Mitgliedern vor Ort den nötigen Mut weiterzumachen. Wir bekamen Zulauf, Beitritte wurden registriert, der Jugendverband wurde größer und ein Stadtrat der Grünen wechselte in die WASG und danach in DIE LINKE. Das Signal zur Gründung einer gesamtdeutschen linken Partei beflügelte viele vor Ort, welche aus unterschiedlichen linken und humanistischen Richtungen kamen. Gewerkschafter/innen, Sozialdemokrat/innen, ehemalige Mitglieder der KPD und DKP, ehemalige Grüne, Menschen aus der Friedensbewegung, Attacies, usw. wollten sich vor Ort aktiv beteiligen. Nach der Bundestagswahl 2005 begannen wir den Kampf um kommunale Mandate. Wir trafen uns jede Woche und arbeiteten als einzige Partei im Landkreis ein Wahlprogramm aus. Wir führten einen sehr harten Wintervorwahlkampf zur Sammlung der nötigen Unterschriften für den Wahlkampfantritt. Von den anderen Parteien belächelt kamen zwei Stadtratssitze und ein Kreistagssitz raus.
Nun nach all den Jahren des Wahlkampfes sind wir vor Ort ein wenig müde. In den letzten vier Jahren nahmen wir teil an Bundestags-, Kommunal-, Bezirkstags-, Landtags- und Europawahlen. Doch es geht momentan um viel zu viel als sich auszuruhen auf den Anstrengungen sowie Erreichtem. Die Bundestagswahl 2009 ist mehr als nur eine gewöhnliche Wahl und das historische Ziel der Linken, angetreten zu sein um dieses Land gesellschaftlich, ökonomisch und politisch radikal zu ändern, ist noch nicht erfüllt. Deshalb ist es für uns im fränkischen Seenland wichtig, den Kampf gegen Armut und Ungerechtigkeiten auch in unserer Region sichtbar zu machen. Unsere stetige Präsenz auf den Straßen und Plätzen unseres Wahlkreises wird wahrgenommen. Dabei wird immer mehr klar, dass es die Bürgerinnen und Bürger satt haben rigoros von den herrschenden Parteien angelogen zu werden. Sie wollen klare Ansagen und eine klare Politik ohne rücksichtslose Kompromisse zu Ungunsten einer sozialen Politik.
Vor einigen Wochen tauchte das SPD-Mitglied Peter Hartz auf einer Veranstaltung der CSU-Mittelstandsunion auf, um sein bundesweites Comeback zu feiern. Er propagierte auf der Veranstaltung, dass er gerne Langzeiterwerbslose mit Hilfe der Gehirnforschung wieder ins Erwerbsleben integrieren möchte. Es gab, angefacht durch uns Linke, lauten Protest dagegen. Es ist Wahnsinn, was sich hier in unserem Land einige Menschen wieder rausnehmen wollen und wieder schreit einzig DIE LINKE dagegen an.
Im Mittelpunkt der Diskussionen mit den Bürgerinnen und Bürgern stehen Existenzängste. Durch Hartz IV wurde ein Instrument geschaffen, welches die Arbeitnehmerschaft in den Betrieben dazu nötigt, schlechte Angebote der Arbeitgeber zu akzeptieren und sich wegen einer gefühlten Arbeitsplatzsicherheit dem Druck am Arbeitsplatz unterzuordnen. Die Entsolidarisierung der Arbeitnehmer/innen nimmt deshalb immer größere Maße an. Lohneinbußen sind daher real in den Geldbeuteln zu spüren und das Maß des Ertragbaren ist erreicht. Prekäre Beschäftigung wird immer mehr zur Regel. Es gibt Betriebe in unserer Region, in denen Leiharbeiter bereits seit 6 Jahren neben Festangestellten arbeiten und mit über 55 Prozent weniger Einkommen nach Hause gehen.
Auch die Rente mit 67 ist ein oft angesprochenes Thema. Über allem droht die Arbeitslosigkeit und dies ist leider auch keine nur gefühlte Angst. In der Altersgruppe der 63 und 64 jährigen Arbeitnehmer/innen sind keine 8 Prozent in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen. Hier wurde also ganz klar Rentenkürzung betrieben und die SPD war wieder einmal einer der Umsetzer. Dies sind einige der Beispiele weshalb DIE LINKE einen immer größeren Zuspruch in unserer Region bekommt. Wir müssen uns also treu bleiben und weiterhin konsequent sozial auf Seite der Ungehörten stehen. DIE LINKE steht aus meiner Sicht für diese konsequenten politischen Alternativen.
Die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn, dem politischen Streik, dem Vorgehen gegen Zeitarbeit, Hartz IV und der Rente mit 67 macht uns zu einem starken Partner der Gewerkschaften und abhängig Beschäftigten in diesem Land. Mit unserer konsequenten Forderung des Abzugs der deutschen Truppen aus Afghanistan achten wir als einzige Partei das Völkerrecht. Mit den Positionen für ein Anbauverbot von genmanipulierten Pflanzen und der Forderung für einen schnelleren Atomausstieg sind wir konsequente Vertreter des ökologischen Wandels und nehmen die Klimaschutzziele ins Visier. Mit der Forderung nach einer solidarischen Bürgerversicherung oder der Einführung einer Millionärssteuer stehen wir für eine konsequent gerechte Gesundheits- und Steuerpolitik. Ich und meine Genossinnen und Genossen werden bis zum letzten Augenblick für diese klaren Positionen kämpfen und auf den Straßen und Plätzen unseres Wahlkreises sein. Dort wo die Menschen sind.


Besuch bei AEG in Rothenburg o.d.T
Informationstreffen mit dem Ansbacher Friedensbündnis und der fluglärmgeschädigten Bevölkerung im Landkreis Ansbach
Kundgebung am Ansbacher Martin-Luther-Platz
Der Bundestagsabgeordneten der Partei DIE LINKE., Klaus Ernst, kommt am Mittwoch, den 2.9.2009, im Rahmen seiner Informationstour durch Bayern, zu einem Informationsbesuch nach Ansbach und Weißenburg/Gunzenhausen. Begleitet wird er dabei vom Bundestagskandidaten der Partei DIE LINKE für den Wahlkreis Ansbach 241, Erkan Dinar, aus Weißenburg.
Klaus Ernst war viele Jahre SPD-Mitglied und hat, wie viele andere seiner Parteifreunde, die SPD verlassen, nachdem diese ihr Programm verlassen hatte. Er gründete mit einigen anderen Gewerkschaftern die Westlinke WASG. Seit der Fusion zur DIE LINKE., ist er deren stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Bundestag und weiterhin erster Bevollmächtigter der IG Metall in Schweinfurt. Seine Politikschwerpunkte sind bekanntermaßen die Renten-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik. Wie Sie aber sicher aus unzähligen Fehrnsehauftritten wissen, kann er auch zu vielen weiteren Politikfeldern kompetent reden.
Der Besuch beginnt um ca. 13.00 Uhr in Rothenburg im AEG-Werk. Dort wird er mit Mit-gliedern des Betriebsrates und der Geschäftsleitung zu einem Informationsaustausch zu-sammentreffen. Anschließend ist ein Betriebsbesichtigung geplant.
Ab ca. 16.00 Uhr steht ein Treffen mit Vertretern des Ansbacher Friedensbündnisses an.
Themen werden die Lärm- und Abgasbelästigung durch die US-Militärhubschrauber sowie die geplante Errichtung der amerikanischen Militärwohnsiedlung auf dem Urlas sein. Desweiteren sind eine Urlasbegehung und ein Meinungsaustausch mit vom US-Helikopterlärm betroffenen Bewohnern um Katterbach geplant.
Ab ca. 17.00 Uhr findet am Martin-Luther-Platz in der „Bundeshauptstadt der Leiharbeit Ansbach“ eine Kundgebung mit Redebeiträgen von MdB Klaus Ernst und dem Bundestagskandidaten, Herrn Erkan Dinar, statt.
Nutzen Sie die Chance und lernen Sie die Linken Bundestagskandidaten persönlich kennen. Wir freuen uns über Ihren Besuch!
Unsere Alternative gegen den neoliberalen und nationalen Zeitgeist:
Ansbach – Zum Stimmkreiskandidaten für die Bundestagswahl wurde für den Stimmkreis 241 Ansbach einstimmig Erkan Dinar (29 Jahre) gewählt.
Der Weißenburger ist Call-Center-Agent und Vater eines Kindes. Er ist Vorsitzender des DGB – Kreisausschuss Weißenburg – Gunzenhausen, Ortsvorsitzender von Die Linke Weißenburg, Kreisvorsitzender von Die Linke Weißenburg-Gunzenhausen/Ansbach sowie Gründer der Hartz IV – Initiative Weißenburg-Gunzenhausen. Im Dezember 2008 wurde er außerdem in den Landesvorstand der Partei DIE LINKE Bayern gewählt. Sein Fachbereich dort ist Hartz IV, Antifaschismus und Migranten.
Außerdem aktiv und Mitglied bei attac, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten, SJD – Die Falken, ver.di, Greenpeace, dem Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen und dem Jugendzentrum Weißenburg.
In seiner Vorstellungsrede sagte das ehemalige SPD-Mitglied Dinar:
„DIE LINKE ist angetreten um dieses Land politisch sozialer zu gestalten und als politische Alternative aufzutreten. Das Heil der Menschen kann nicht bei den kapitalistischen Ausbeutern und ihren Vasallenparteien liegen. Einzig DIE LINKE steht konsequent auf der Seite der Stadt- und Landarbeiter, Angestellten, Erwerbslosen, Rentner, Schüler, Studenten und Migranten. Wir bleiben dabei: Umso stärker DIE LINKE, um so sozialer und gerechter wird dieses Land!“
Deshalb bei der Bundestagswahl am 27.09.2009:
Erststimme: Erkan Dinar
Zweitstimme: DIE LINKE
Haben Sie Fragen an unseren Kandidaten dann schreiben Sie Ihn an unter erkan.dinar@die-linke-bayern.de
Dr. Herrmann Ruttmann
Einladung zum Vortrag u. Diskussion zum Thema:
"Werteverfall in der Politik“
Referent: Dr. Hermann Ruttmann
Wann: Donnerstag, 23.7.2009
Uhrzeit: 19.30 Uhr
Ort: Pizzeria Gartenstadt „Da Pino“, Nelkenstraße 23, Ansbach
Dr. Hermann Ruttmann hat evangelische Theologie, Soziologie, Japanisch und Religions-wissenschaften studiert. Von 1995 bis 2005 war er Pfarrer der bayerischen Landeskirche, u.a. auch in Westmittelfranken. 2005-2009 Geschäftsführer des Pfründestiftungsverban-des und Referent für Liegenschaften im Landeskirchenamt in München. 1982 Mitbegrün-der der Grünen in Dinkelsbühl, 2004 Eintritt in die WASG. Derzeit auch Mitglied im erwei-terten Landesvorstand der bayerischen Linken.
Zum Thema: Werte in der Politik sind immer auch ein Ausdruck der Machtverhältnisse: Wer bestimmt das Denken der Mehrheit? Wer hat die Meinungsführerschaft? Wer verbindet mit welchen Werten welche Handlungen und politische Interessen?
Der Kreisverband AN/WUG der Partei DieLinke. will mit dem Vortrag von Herrn Dr. Ruttman die Diskussion über Werte in der Politik neu anregen. Der Refernt wird, als Pfarrer, auch den christlichen Werte-Gang ansprechen und Werte zur Diskussion stellen.
Zum Vortrag und zur Diskussion sind alle BürgerInnen und VertreterInnen der Presse recht herzlich eingeladen.
Schildbach überreicht Seehofer ein T-Shirt der BI "Etz langt´s"
Bad Windsheim 05.07.2009
Nach dem die Bürgerinitiative „Etz langt´s“ und das Ansbacher Friedensbündnis- AFB- nun auch im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim aktiv ist, die erste Mahnwache vor der US-Kaserne in Illesheim stattfand und sich der BI-Kreisverband Neudtadt/Aisch-Bad Windsheim gegründet hat, macht das Thema Fluglärm, Umweltverschmutzung und Militarisierung auch auf höherer politischer Ebene im Nachbarlandkreis von sich reden.
Der Friedensaktivist und Bezirksrat der Partei DIE LINKE Uwe Schildbach, lies es sich nicht nehmen, den bayrischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, zum Staatsempfang am „Tag der Franken“ in Bad Windsheim, persönlich ein T-Shirt der Bürgerinitiative „Etz langt´s“ zu überreichen.
Bezirkstagspräsident Richard Bartsch, versuchte die Aktion mit den Worten „Das gehört hier heute aber nicht her“ zu unterbinden, Schildbach erwiderte: „Sehr wohl gehört das heute hier her, denn die Hubschrauber knattern mittlerweile auch über dem Fränkischen Freilandmuseum in Bad Windsheim“. Schildbach forderte den Ministerpräsidenten dazu auf, sich für die Interessen der von US-Militärhubschrauber lärmgeplagten Bevölkerung in unserer fränkischen Heimat einzusetzen.
Als Erfolg bezeichnet der Kreisverband DIE LINKE Ansbach/WUG, die heftigen Proteste gegen die Veranstaltung der CSU-Mittelstandsunion mit Peter Hartz in Ansbach am 29.06.09.
„Die Zeiten in denen man glaubte, in Ansbach können man machen was man wolle, angefangen von der Stationierung neuer Hubschrauber der US - Army, bis zur Einladung des vorbestraften Lustwandlers Peter Hartz, dessen Ideen hunderttausende von Menschen in prekäre Arbeitsverhältnisse und Armut getrieben hat und immer noch treiben wird, sind vorbei. Ansbach ist kein ruhiges Hinterland mehr seit dem es auch hier DIE LINKE gibt“, so Erkan Dinar, Bundestags-Direktkandidat der Linken zur Bundestagswahl im Wahlkreis Ansbach.
Als besonders erfreulich bezeichnete Dinar, selbst ehrenamtlicher DGB – Kreisausschussvorsitzende von Weißenburg-Gunzenhausen, die aktive Teilnahme der Gewerkschaft ver.di und des DGB an dieser Veranstaltung.
„Die Gewerkschaften und die von Hartz 4 betroffenen Menschen, haben begriffen wer ihr Verbündeter im Kampf gegen den Sozialabbau in Deutschland ist“.
Laut den Linken ist das neue Hartz 5 Konzept der Minipreneure nichts anderes als ein neuer Verschiebebahnhof für Langzeitarbeitslose. Und wenn nun Peter Hartz von der SPD – ICH AG zur Breitschwerts CSU – ICH AG wechselt, zeigt dies umso mehr den erbärmlichen Zustand zweier Parteien, welche mit ihren neoliberalen Ideen gescheitert sind und keine Antwort auf die Fragen der Zukunft haben.
Erkan Dinar fordert statt dessen, ein Konjunkturprogramm im öffentlichen Beschäftigungssektor zu schaffen, dass angesichts der katastrophalen personellen Engpässe im Gesundheits- und Bildungsbereich von Nöten wäre, um wirklich sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze zu schaffen, die den Arbeitnehmern ein Leben in Würde bis zur Rente garantieren. Finanzieren lasse sich so etwas leicht angesichts der Milliarden für die Banken und den vielen Steuergeschenken der letzten Jahre an die Einkommensmillionäre in Deutschland. Man müsse laut den Linken endlich wieder die Reichen in diesem Land nach europäischen Mindeststandards versteuern und nicht mit seinen Niedrigsteuern für Einkommensmillionäre innerhalb Europas auch noch Druck auf die anderen EU-Länder ausüben.
Dinar weiter: „Den Menschen die unter Hartz 4 leiden müssen, will man nun einen unaufgeblasenen Rettungsring zuwerfen bei denen diese auf ihre „Verwertbarkeit“ geprüft werden sollen.“ „Als eine Verhöhnung der Hartz IV – EmpfängerInnen“, betitelt Dinar, „die Frechheiten von Hartz der mit psychologischen und neurologischen Untersuchungen betroffenen Menschen dazu befähigen möchte einen Weg in die Selbständigkeit zu finden“.
„Peter Hartz und der Ansbacher CSU-Mittelstandsunion empfehlen die Linken sich dringend selber nach neusten Erkenntnissen der Gehirnforschung untersuchen zu lassen“ so Dinar.
http://www.offene-linke-ansbach.de/PDF/FLZ_AN_Hartz_2009_06_30.pdf
http://www.sueddeutsche.de/bayern/437/476944/text/
Ansbach 29.06.09
Heftige Proteste gegen den Besuch von Peter Hartz in Ansbach, der von der „CSU- Mittelstandsunion“ eingeladen wurde, gab es schon im Vorfeld dieser Veranstaltung.
Direkt vor dem Veranstaltungsort fanden sich ca. 120 Ansbacher Bürger, viele davon selber Hartz4-Betroffene, die der Einladung der Partei der Linken, unterstützt von ver.di und dem DGB gefolgt sind um ihren Protest gegen diese Veranstaltung, lautstark und kreativ zu bekunden.

Aus der Hartz4 Kantine: Knäckebrot, Leitungswasser und Har(t)zer Käse
Mit verschiedenen Aktionen, z.B. einer Hartz4 Schlagerparty und einer „Har(t)z stinkt“ Käseverteilaktion, machten die Akteure auf die unsoziale Hartzgesetzgebung vor den Toren des Ansbacher Onoldiasaals aufmerksam.
"Darf ich ihnen einen kleinen Hartz-Snak anbieten?" so begrüßte Kerstin Kernstock die Besucher der Veranstaltung
Beifallklatschen unerwünscht
Nur mit aller größter Mühe, einer erheblichen Zeitverzögerung und mehrmaligen Unterbrechungen konnte die Veranstaltung im Onoldiasaal durchgeführt werden,
da ca. 40 Demonstranten immer wieder an den falschen Stellen in tosenden Applaus verfielen. Als der verzweifelte Veranstalter die Beifallklatscher des Saales verwies, kam es zu einem kurzzeitigen Sitzstreik einiger junger Hartz4-Betroffener die skandierten: „Wir sind Hartz4...“
Protest ohne Krawalle
Ohne größere Tumulte folgten die friedlichen Sitzstreikenden den Anweisung der Polizei und verließen den Saal freiwillig.
Trotzdem wurde vollkommen unwillkürlich, von einigen meist jungen Anwesenden, die Personalien festgehalten und ihnen mit einer Anzeige gedroht.
Wir sind der Meinung: Die Veranstaltung mit Hartz in Ansbach war öffentlich! An welchen Stellen die Bevölkerung zu klatschen habe und an welchen nicht, liegt im Ermessen des einzelnen Besuchers. Aus diesem Grund die Kritiker von Harzt des Saales zu verweisen, zeigt die Unprofessionalität und vom mangelnden Demokratieverständnis des Veranstalters. Fragen aus dem Publikum und eine offen Diskussion waren von vorne herein unerwünscht. Da braucht man sich nicht wundern, wenn betroffene Menschen ihren Unmut auf andere Weise friedlich kundtun.
Von einer strafrechtlichen Verfolgung der kritischen Veranstaltungsteilnehmer, bitten wir auch im Interesse der Ansbacher CSU abzusehen. Ansonsten wird dieses Thema den gesamten Bundestagswahlkampf 2009 in Ansbach überschatten.
Ansbach: „Hartz IV ist Armut per Gesetz. CDU/CSU, SPD und Grüne haben mit der Unterstützung der FDP, Millionen von Menschen in ein System gezwungen, das Erwerbslose mit einer entwürdigenden Schnüffelpraxis gängelt und von Repression und sozialer Ausgrenzung geprägt ist!“, erklärt Peter Gramm, Kreisvorstandssprecher der Partei DIE LINKE. und kündigt Proteste gegen eine CSU-Veranstaltung mit Peter Hartz in Ansbach am 29.06. an.
Zehntausende von Widersprüchen und Klagen zeigten, dass Hartz IV nicht nur ein schlechtes, sondern auch ein schlecht gemachtes Gesetz ist. Das Prinzip „Jede Arbeit ist besser als keine“, entziehe Erwerbslosen und Erwerbstätigen gleichermaßen den Boden für die Durchsetzung ihrer Interessen und ihrer Würde, so dass Deutschland mittlerweile den größten Niedriglohnsektor aller Industriestaaten hat. Durch Hartz IV hat sich die Situation von Millionen arbeitsloser Menschen und ihrer Familien, insbesondere aber von alleinerziehenden Müttern, massiv verschlechtert. Die Hartz-Gesetze sind ein Skandal und müssen deshalb abgeschafft werden, fordert daher der Kreisverband Ansbach der Partei DIE LINKE.
Im Saarland abgeblitzt in Ansbach hofiert
Dass sich die Ansbacher CSU-Mittelstandsunion ausgerechnet mit Herrn Peter Hartz, einem der Erfinder dieser von Repression, Diskriminierung und sozialer Ausgrenzung geprägten Gesetzeskonstruktion nach Ansbach holt, um sich von ihm „inspirieren“ zu lassen, ist ebenso ein Skandal und gleichzeitig ein Schlag ins Gesicht aller Hartz-IV-Empfänger. Mit einem Konzept für Langzeitarbeitslose wollte Peter Hartz im Saarland sein Comeback feiern. Dort wurde er als Referent wegen seiner skandalösen Vergangenheit um Veruntreuung und Betrug bei VW abgelehnt. Die Ansbacher CSU schämt sich aber indes nicht, einen zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilten Betrüger als Referenten einer öffentlichen Veranstaltung zu präsentieren.
Die wahren Werte der CSU
Das offenbart den Zeitgeist in der CSU, nämlich den Verlust des Wertedenkens, gerade bei Politikern, die Vorbild sein sollten. „Die Einladung des Herrn Hartz steht damit auch im krassen Widerspruch zur kürzlichen Gründung des Arbeitskreises „Schule und Kulturpolitik“ der Ansbacher CSU, mit dem Ziel, den „Werteverfall zu stoppen!“, meint Kreisvorstandssprecherin Nicole Frank. Ausgerechnet ein Herr Hartz, der von moralischen Werten nicht besonders viel hält, spricht nun auf einer CSU - Veranstaltung.
Mit Redebeiträgen und Aktionen werden wir deutlich machen, dass Ansbach kein geeignetes Pflaster für das politische Comeback eines vorbestraften Sozialräubers ist. Wir laden alle gesellschaftlichen Gruppen, insbesondere Gewerkschaften, Erwerbslosenverbände und Interessensgemeinschaften von Alleinerziehenden ein, sich kreativ und ausdrucksstark am Protest zu beteiligen. Gerade von Hartz IV unmittelbar betroffene Menschen sollten sich in diesem Rahmen Gehör verschaffen können.
Wir als LINKE fordern die CSU auf, sich in Berlin dafür einzusetzen, nicht wieder nur einige Teile der Hartz-Gesetzgebung zu verschlimmbessern, sondern das gesamte Regelwerk komplett in die Mülltonne zu werfen. Stattdessen muss ein öffentlich geförderter Beschäftigungssektor eingerichtet werden, wo sozialversicherungspflichtige, rechtlich abgesicherte und freiwillige Beschäftigungsverhältnisse zu Existenz sichernden Löhnen für gesellschaftlich notwendige Arbeit geschaffen werden. Das allein böte den Betroffenen endlich eine wirkliche Perspektive.
In zwei Anträgen fordert der Linke Bezirksrat Uwe Schildbach: Der Bezirk Mittelfranken überprüfe und ergänze seine Ausschreibungsrichtlinien bezüglich der Einhaltung von sozialen Mindeststandards seiner Vertragspartner. Der Bezirk Mittelfranken berücksichtige bei seiner Auftragsvergabe keine Firmen, die Lohndumping betreiben und ihre Mitarbeiter zu sittenwidrigen Löhnen beschäftigen und kündigt die Zusammenarbeit mit Zeit- und Leiharbeitsfirmen.
Als einer der größten öffentlichen Arbeitgeber in Mittelfranken habe der Bezirk eine gesellschaftliche Vorbildfunktion, die sich auch in den Ausschreibungsrichtlinien, z.B. bei der Vergabe von Bauaufträgen oder im Dienstleistungssektor wiederspiegeln müsse, so Uwe Schildbach in seiner Antragsbegründung.
Schildbach beruft sich bei seinem Antrag, auf das jüngste Urteil des Landes-Arbeitsgerichts Hamm vom 18.03.2009, in dem Löhne im Dienstleistungssektors des Einzelhandels unter 8,21 Euro für sittenwidrig erklärt wurden. Diese Grundsatzentscheidung sei auch auf andere Dienstleistungsbranchen übertragbar.
Der Bezirk Mittelfranken solle sich diese Zahlen zum eigenen Maßstab bei seiner zukünftigen Auftragsvergabe machen.
„Wir haben in der Region Mittelfranken nicht nur mit Arbeitslosigkeit zu kämpfen, welche durch die bereinigten Statistiken der ARGE schöngerechnet werden, sondern wir haben zunehmend das Problem, dass viele Betroffene durch die Regelungen von Hartz 4, in prekäre und unterbezahlte Arbeitsverhältnisse gezwungen werden, die eine normale Lebensführung für diese Menschen und ihre Familien unmöglich macht“ kritisierte Schildbach.
Die öffentlichen Arbeitgeber seien dazu aufgefordert, für anständige Arbeit auch anständige Löhne zu bezahlen. Die Ausschreibungsmatrix des Bezirk Mittelfrankens, dürfe sich nicht nur auf kurzfristig ökonomischen Interessen konzentrieren, sondern solle sich in Zukunft auch an nachhaltigen soziale Kriterien, wie z.B. die Einhaltung eines Mindestlohns orientieren, so die Forderung der Linken.
Ferner fordert die Linke in einem gesonderten Antrag, die sofortige Aufkündigung der bestehenden Verträge zwischen dem Bezirk Mittelfranken und Leiharbeitsfirmen. Auch der Bezirk Mittelfranken bediene sich solcher Ausbeutermechanismen.
Als Beispiel dafür nannte Schildbach die Verträge im Bereich der Gebäudereinigung, der Fensterputzkolonnen und an den Pforten der Bezirkskliniken. An den Pforten der Bezirksklinken seien einzelne Arbeitsplätze, die eigentlich schwerbehinderten Arbeitnehmern vorgehalten werden müssten, durch Zeitarbeitsfirmen besetzt.
„Zeit- und Leiharbeit sind für uns nichts anderes als eine moderne Art der Sklaverei und haben im öffentlichen Beschäftigungssektor rein gar nichts verloren“ so Schildbach abschließend.
- Schulleiter tickt aus, vernichtet Flugblätter und droht mit Sanktionen-
Während sich die angepassten Jugendverbände der etablierten Parteien anscheinend noch im Dornröschenschlaf befinden, macht die unabhänige Ansbacher Linksjugend gegen das unsoziale Bildungssystem mobil.
Artikel als pdf: http://www.offene-linke-ansbach.de/Content/bildungsstreik_2009.pdf
Solidarität mit den Bildungsstreikenden
Die Linksjugend ['solid] Bayern unterstützt aktiv die Aktionen zum Bildungsstreik in Bayern, deren vielfältige Aktionsformen sie ausdrücklich begrüßt. Am kommenden Mittwoch, den 17. Juni 2009 wird es mehrere Großdemos in Bayern geben. So wird unter anderem in den Städten München, Augsburg, Regensburg, Nürnberg, Bamberg, Würzburg und auch Bayreuth demonstriert. Aber auch viele andere Aktionsformen, wie zum Beispiel Streikcamps, Blockaden und Kundgebungen werden auch in kleineren Städten Bayerns stattfinden. Die Linksjugend ['solid] Bayern ist an zahlreichen Bildungsbündnissen beteiligt.
Die Besonderheit des bundesweiten Bildungsstreiks besteht in der bundesweiten Mobilisierung von Schülerinnen und Schülern, Auszubildenden und Studierenden. Die derzeitigen Zustände und Entwicklungen im Bildungssystem sind nicht weiter hinnehmbar. Eine wirkliche Zukunftsperspektive bildet weder die derzeitige Ausbildungssituation, noch das marode Schulsystem. „Selbstbestimmtes Lernen, freier Bildungszugang und Demokratisierung der Bildungseinrichten sind oberste Forderungen der Streiks, für die auch die Linksjugend ['solid], als Jugendverband welcher der Partei DIE LINKE nahe steht, schon seit Jahren kämpft“, so Stefan Gebuhr, Jugendpolitischer Sprecher der Partei DIE LINKE Bayern.
Aber auch der Studierendenverband der Linksjugend – DIE LINKE.SDS, ist startklar um den Protest auf die Straße zu tragen. „Nach 10 Jahren Bologna wird den Studierenden immer noch das starre Bachelor-Master Systema aufgebürdet, welches unter anderem höhere Arbeitsbelastung und dabei weniger wissenschaftlich-kritische Lehre bedeutet und dafür werden die Studierenden auch noch zur Kasse gebeten“, so Ramona Tax, Sprecherin der Linksjugend ['solid] Bayern.

Am Samstag, den 25. Mai 2009, hat sich mit der Linksjugend ['solid] Ansbach eine weitere Gruppe in Mittelfranken gegründet. Die Gruppe trifft sich ab sofort jeden Montag um 20:00 Uhr im Cafè Prinzregent (Würzburger Landstr. 5). Einfach vorbeischauen und mitmachen!
Oskar Lafontaine in Fürth:
Der Kreisverband Ansbach übernimmt die Bewirtschaftung... und Oskar lässt sichs schmecken...
Ansbacher Bradwurscht die Nr.1 in Mittelfranken!
...gemeinsam für ein soziales und friedliches Europa...
...mehr Fotos zu unserem Europawahlkampf unter der Rubrik Bilder
DIE LINKE und die Wählergemeinschaft Offene Linke Ansbach solidarisiert sich mit der Triesdorfer Studentenrevolte.
Ansbach: „Studiengebühren sind unsozial, abschreckend und schaffen faktisch das Recht auf freie Bildung ab!“, erklärt Peter Gramm, Kreisvorstandssprecher der Partei DIE LINKE.
Die LINKE. sagt konsequent NEIN zu jeder Art von Studiengebühren. Die Linke steht für ein kostenfreies Bildungssystem, welches jeder und jedem zugänglich sein muss und niemanden ausgrenzt.
Studiengebühren sind abschreckend für Studienberechtigte aus bildungsfernen oder einkommensschwachen Bevölkerungsschichten. Sie fördern die soziale Auslese an den Fachhoch- und Hochschulen.
Dies konterkariert das Recht auf freie Bildung Es kann nicht sein, dass die Aufnahme eines Studiums vom Geldbeutel der Eltern abhängig ist.
Studiengebühren verfestigen soziale Barrieren, die bereits im vorgelagerten Schulsystem gelegt worden sind. Das Ergebnis ist ein Zweiklassen-Bildungssystem.
Dabei profitiert aber nicht einmal die Qualität der Hochschulen von den Gebühren, vielmehr werden mit den Geldern häufig Löcher in den Schulaushalten gestopft, die durch jahrzehntelange Unterfinanzierung entstanden sind.
Studiengebührenbegleitende Maßnahmen, wie zum Beispiel Studiendarlehen, sind nicht dafür geeignet, dem durch die Gebühren entstehenden sozialen Ausleseeffekt, entgegenzuwirken. „Welcher Absolvent oder Absolventin will schon nach dem Studium in jungen Jahren mit einem Batzen Schulden ins Berufsleben starten?“, fragt Peter Gramm.
Ungeachtet der gewalttätigen Ausschreitungen der US-Army gegen friedliche Demonstranten vor der Kriegsvorbereitungsmaschine Katterbach, hat das Ansbacher Friedensbündnis neue Aktionsformen ergriffen.
Ein Mitarbeiter des weltweit renommierten Köpenick-Institutes, nahm erste Messungen und Untersuchungen direkt vor der US-Kaserne in Katterbach vor.
„Die ersten Untersuchungsergebnisse sind erschreckend“, so der wissenschaftliche Mitarbeiter Dr. Tillmann E., der die Untersuchungen persönlich vor Ort durchführte. „Aufgrund erster Untersuchungsergebnisse, gehe ich von einer höchst demokratiefeindlichen Bedrohungsstufe aus“, so Dr.Tillmann.
Dr.Tillmann mit hochsensibler technischer Gerätschaft im Einsatz
Die vom AFB in Auftrag gegeben Studie an das Köpenik-Institut, kommt zu dem Ergebnis: Nur ein vollständiger Abzug der US-Army aus Katterbach, könne dieser erschreckenden Entwicklung ein Ende bereiten. Erste Maßnahmen seien sofort zu treffen.
Dr.Tillmann bei der Blutspurengewölbeüberprüfung nach DIN 91522
US-Transporter wartet brav bis Dr. Tillmann die Sondererlaubnis zur Weiterfahrt erteilt
Aus diesem Grund wurde ein Mobilkommando der Ansbacher „Waterpistol-Clowns-Army“ zum Einsatzort Katterbach gerufen.
Die Clownsarmy im Anmarsch
Der Einsatzleiter der Ansbacher „Waterpistol-Clowns-Army“ übernimmt das Kommando in Katterbach
Schießbefehl mit jeder Menge Humor
Unser Fazit: Ihr jagt uns keine Angst ein! So lange die US-Army unser Grundgesetz ad absurdum führt, verarschen wir konsequent zurück!
Wir strecken der US-Kriegsmaschine die Zunge heraus und halten es mit einem Zitat von Albert Einstein über das Militär: "Diesen Schandfleck der Zivilisation sollte man so schnell wie möglich zum Verschwinden bringen."
...der Kampf geht weiter...


Ansbach 20.04.2009: Bei der Mahnwachen-Aktion "Operation Franconian Freedom - Yes We Can!", des Ansbacher Friedensbündnisses (AFB), vor der Kaserne des US-Standortes Ansbach/Katterbach, gab es erstmalig gewalttätige Ausschreitungen seitens US-Angehöriger gegen friedliche deutsche Demonstranten.
Bereits beim Aufbau der Mahnwache kam es zu massiven Behinderungen durch die US-Army.
Direkt vor den Augen der US-Militärpolizei, zerstörten zwei gewalttätige US-Angehörige, mutwillig mehrere Plakate und Transparente der Friedensdemonstranten. Anstatt gegen diese Ausschreitungen vor zu gehen, wurde eine Vertreterin der regionalen Presse, von der US-Miltärpolizei aggressiv bedrängt und dazu genötigt, sämtliche Fotodateien zu diesem Vorfall sofort zu löschen.
Auf die Frage des Ansbacher Stadtrates Boris-André Meyer (Offene Linke Ansbach), an die herbeigerufene deutsche Polizei, ob unsere Presse- und Demonstrationsfreiheit auf deutschen Boden vor der Kaserne nicht zu verteidigen sei, bekam er die Antwort des Einsatzleiters, man sei sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sicher, ob hier das deutsche Grundgesetz oder die Regelungen des Nato-Truppenstatuts greife.
Der an der Mahnwache des Friedensbündnisses beteiligte Mittelfränkische Bezirksrat Uwe Schildbach, erstattete im Namen des AFB, Anzeige wegen Sachbeschädigung und bezichtigte die Vertreter der US-Militärpolizei der unterlassenen Hilfeleistung. Er selber wurde, als er der Zerstörungswut der wild gewordenen Amerikaner auf eigene Initiative ein Ende bereiten wollte, massiv bedroht und beschimpft.
In einer ersten Reaktion auf die Vorfälle sprach das AFB davon, dass bei der US-Armee in Katterbach "offenbar die Nerven blank liegen" würden. Anders könne man sich die Aggressionen nicht erklären. Das AFB bezeichnet die Zwischenfälle "nicht nur als einen Übergriff gegen friedliche Demonstranten", sondern auch als "einen Angriff auf die freiheitlichen Grundrechte der BRD."
Unbeachtet der Drohungen und der Zerstörungswut wird das AFB die Aktion planmäßig mit täglichen Mahnwachen fortsetzen. Nachdem US-Irakkriegsveteran Chris Capps von den heutigen Vorfällen erfuhr, erklärte er, dass er unverzüglich nach Ansbach reisen werde, um die Aktionen vor Ort zu unterstützen.
In einen an den U.S.-Standortkommandeur Oberst Hickey gerichteten Offenen Brief http://www.offene-linke-ansbach.de/Content/Franconian_Freedom/Offener%20Brief_2009_4_20.pdf fordert Jürgen Wangler, Organisationsverantwortlicher des Ansbacher Friedensbündnisses und Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative "Etz langt`s!" eine Stellungnahme der U.S.-Standortkommandantur.
Ansbach: Als beschämend für die Ärzteschaft bezeichnet der Kreisverband der Partei DIE LINKE. Ansbach/Weißenburg-Gunzenhausen, die Drohung von niedergelassenen Ärzten, ihre Kassenzulassungen abzugeben und KassenpatientInnen künftig nicht mehr oder nur noch gegen zusätzliche Barleistungen behandeln zu wollen.
Die Auseinandersetzung zeige sehr deutlich, dass das gesamte Vergütungssystem für die ambulante Gesundheitsversorgung auf den Prüfstand gehöre, fordern die Vorstandsmitglieder der LINKEN im Landkreis.
Aufs Schärfste zu verurteilen sei das Gebaren einiger Teile der niedergelassenen Ärzteschaft. Dies widerspreche dem Grundsatz eines solidarischen Gesundheitssystems, in dem alle PatientInnen unabhängig von ihrer jeweiligen finanziellen Situation, nach den Gesichtspunkten einer medizinisch notwendigen Therapie zu behandeln sind! Ärzte hätten den Auftrag, die medizinische Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Dazu seien nunmal Verträge mit den Krankenkassen abgeschlossen. KassenpatientInnen zahlten Beiträge und hätten ein Recht auf Behandlung.
Schon heute leiden Kranke mit geringem Einkommen unter der Zwei-Klassen-Medizin: Zuzahlungen, Praxisgebühr, Krankenhausgeld und Leistungsausgrenzungen führten dazu, dass viele Menschen erst gar nicht zum Arzt gingen oder sich die Kosten für ihre Gesundheit einfach nicht mehr leisten können. Das Gesamtbudget für die insgesamt 130000 frei praktizierenden Kassenärzte sei im vergangenen Jahr um 2,7 Milliarden, auf insgesamt knapp 25 Milliarden Euro erhöht worden. Damit verbunden war eine Anhebung der im Verhältnis deutlich niedrigeren Einkommen der Ärzte in den neuen Bundesländern. Durch den Bundeszuschuss von knapp drei Milliarden Euro sollte verhindert werden, dass bei den bisher Bevorzugten in den alten Ländern Verluste entstehen.
Damit sei, so DIE LINKE, „eine begrüßenswerte Kalkulierbarkeit ins System eingebaut worden“, die allerdings von „schweren Berechnungsfehlern der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) begleitet wäre“. Das betrifft vor allem das Verhältnis von Regel- und ebenfalls von den Kassen zu übernehmende Zusatzleistungen.
Der „schwarze Peter“ für diese Misere, sei vor allem von der Kassenärztlichen Vereinigung selbst verursacht.
Das kann und muss nachjustiert werden, ist aber keinesfalls eine Rechtfertigung für das Verhalten der Ärzte und ihrer Verbände, besonders im Facharztbereich, die jetzt mit angeblichen Einkommensverlusten von bis zu 40 Prozent hausieren gehen und Kassenpatienten zustehende Leistungen verweigern.
Die Politiker, die der niedergelassenen Fachärzteschaft jetzt so „scheinheilig“ zur Seite stünden, vergessen anscheinend, welche politischen Parteien im Bund für das unsoziale Chaos im Gesundheitssystem verantwortlich sind.
Alle Menschen hätten Anspruch auf einen freien Zugang zur medizinischen Versorgung: Von der Untersuchung bis zum Medikament müssen die Versicherten kostenlos behandelt werden.
Die entstehenden Kosten müssen auf alle Schultern verteilt werden. „Dafür brauchen wir die solidarische Bürgerinnen- und Bürgerversicherung. Ein System in das alle einzahlen müssen und aus dem sich Besserverdienende nicht mehr herausmogeln können“ so die Vorstandssprecher abschließend.
Patienten erster und zweiter Klasse darf es nicht geben!
Bild/Aktive Antimilitaristen: Uwe Schildbach, Stefan Still, Monty Schädel, Ramona Tax und Boris-André Meyer
Die Offene Linke Ansbach richtete gemeinsam mit der Linksjugend [´solid] im Rahmen der Veranstaltungsreihe zur Mobilisierung zum NATO-Gipfel am ersten Aprilwochenende in Straßburg und Baden-Baden ("Block-Nato"; www.kein-frieden-mit-der-nato.de) am 23.03. einen Diskussionsabend zum Thema: "Ansbach - Militärhauptstadt Mittelfrankens" aus.
Es sprach der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG-VK) Monty Schädel.
Monty Schädel erläuterete die Auswirkungen der NATO-Verträge für die Kommune Ansbach in der die Menschen direkt davon betroffen sind und machte mobil gegen den Natogipfel in Straßburg.
Besonders erfreulich an diesem Abend: Die Beteiligung sehr viel neuer und junger Gesichter an dieser Veranstaltung.
Unser antimilitaristischer und sozialistischer Widerstand bekommt anscheinend neuen Zulauf.
Jünger, frecher und wilder: ...darauf freuen wir uns!
Die Gründung der Linksjugend "solid" steht in Ansbach vor der Türe.
http://www.linksjugend-solid-bayern.de/
Näheres auch demnächst unter Termine auf dieser Homepage.

Am 21. Februar 1919 wurde der erste bayerische Ministerpräsident Bayerns und Sozialist Kurt Eisner von Anton Graf von Arco auf Valley mit zwei Schüssen in Kopf und Rücken ermordet. Am 21. Februar 2009 jährt sich dieses Datum zum 90. Mal.
Ab 1910 arbeitete Kurt Eisner bei der Zeitung„Münchner Post“ und publizierte bei verschiedenen Zeitschriften als Schriftsteller und Journa-list. Eisner öffnete sich immer mehr undogmatischen-emanzipatorischen Inhalten und zählte zum Umfeld derantibürgerlichen Schwabinger Bohè-me. Bis 1917 blieb er weiterhin politischerMitarbeiter der SPD.Obwohl Kurt Eisner zu Beginn des 1. Weltkriegs den Kriegskrediten zu-nächst noch zustimmte, wurde er ab 1915 zu einem radikalen Pazifisten und erklärten Kriegsgegner und sprach Deutschland die Verantwortung für selbigen zu.1917 schließt er sich nach Austritt aus der SPD den Unabhängigen Sozi-aldemokraten (USPD) an. Nach einer Friedensdemonstration am 7. November 1918 mit über 60.000 Teilnehmern proklamiert Kurt Eisner das Ende der Monarchie und ruft die erste Republik auf deutschem Boden aus - den Freistaat Bayern.
Wir Gedenken an Kurt Eisner am 21.02.09 um 12.00 Uhr in Ansbach gegenüber dem Stadthaus
Mehr Informationen finden Sie im Internet unter:
www.raeterevolution.de: 90 Jahre Räterevolution München
bayern.rosalux.de: Kurt-Eisner-Verein
Landessprecher Frank Zega zu Gast in Gunzenhausen
Foto: v.l.n.r. Bezirksrat Uwe Schildbach, Vorstandsmitglieder Stefan Still und Peter Gramm, Landessprecher Franc Zega (i.d.Mitte), Vorstandsmitlgieder Ramona Tax, Victor Rother und Erkan Dinar. (Auf dem Bild fehlt Nicole Frank)
Ansbach: Der Kreisverband AN/WUG hat bei der letzen Kreismitgliederversammlung am 18.1.09 in Gunzenhausen, einen neuen erweiterten Vorstand gewählt. Neben den Mitgliedern war auch der neugewählte Landesvorstandssprecher der Bayerischen Linken, Franc Zega, anwesend.
In seiner Rede vor den Mitgliedern betonte Zega die Vielschichtigkeit der Partei DIE LINKE. Sie sei eine pluralistische Partei, in der es keine Ausgrenzungen geben dürfe und sich deshalb viele Menschen mit unterschiedlichen politischen Schwerpunkten wiederfänden. „Der Gedanke an soziale Gerechtigkeit, Umverteilung in der Gesellschaft und die Friedenspolitik ist unser gemeinsamer Nenner. Wir sind keine neue oder bessere SPD, sondern wir haben unser ganz eigenes linkes Profil, das es weiterhin zu schärfen gilt. Nicht wir schreiben von den anderen Parteien ab, sonder die Anderen von uns!“, bekräftigt Zega in seinen abschließenden Ausführungen und fand damit uneingeschränkte Zustimmung der anwesenden Mitglieder.
Als neue Kreisvorstandssprecher für den Landkreis Ansbach wurden Nicole Frank, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall aus Lehrberg sowie Peter Gramm, freiberufliche Lehrkraft aus Niederoberbach, gewählt. Als weiteres Vorstandsmitglied fungiert Stefan Still, Krankenpfleger aus Lehrberg, als Mitgliedsdatenbeauftragter.
Kerstin Kernstock-Jeremias sowie der Bezirksrat Uwe Schildbach standen nicht mehr für das Amt der Kreisvorstandssprecher zur Verfügung.
Durch den Mitgliederzuwachs im letzten Jahr sei es nun personell möglich, die politische Arbeit und Themenschwerpunkte auf mehrere Schultern zu verteilen:
Mit der Wahl von Nicole Frank bekräftigt der Kreisverband Ansbach seine feste gewerkschaftliche Verankerung. Peter Gramm, ehemals Kreisvorstandssprecher der Bündnisgrünen im Landkreis, sieht seinen Arbeitsschwerpunkt insbesondere im Bereich Ökologie, regenerative Energien und Bildung. Stefan Still wird sich für eine gerechtere Gesundheitspolitik stark machen.
Als vordringliche Aufgaben sieht der neue Kreisvorstand den weiteren Aufbau der Kreisverbandsstrukturen sowie eine weitere Zunahme der Mitgliederzahl.
Zudem stehe die Vorbereitung der anstehenden Wahlen und die thematische Aufarbeitung der wichtigsten Wahlkampfthemen an.
Als dringlichstes gemeinsames Thema sehen der Kreisvorstand und die Mitglieder die Friedenspolitik, mit der Forderung nach dem Abzug der Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan und vor Ort den Kampf gegen die weitere Militarisierung der Gesellschaft, insbesondere in der Region Westmittelfranken und im Landkreis Ansbach durch die beabsichtigten Ausbaupläne der US-Army in Katterbach.
Uwe Schildbach, trotz seiner umfangreichen Aufgabe als mittelfränkischer Bezirksrat, wird weiterhin seine aktive Mitarbeit im Kreisverband AN/WUG leisten. Er sieht in der neuen Zusammensetzung des Kreisvorstandes eine Stärkung der Partei DIE LINKE in den beiden Landkreisen hinsichtlich der anstehenden Europa- und Bundestagswahl.
Für den Landkreis WUG wurden die bereits amtierenden VorstandssprecherInnen Ramona Tax und Erkan Dinar, beide aus Weißenburg und Mitglieder im Landesvorstand als KreisvorstandssprecherInnen bestätigt. Victor Rother aus Ellingen, Mitglied in der Jugendorganisation „solid“ der Partei DIE LINKE, verstärkt das Vorstandsteam ebenfalls als Mitgliedsbeauftragter.
Die Offene Linke Ansbach, beantragt den Deckungsüberschuss in die mittelfristige Finanzplanung der Stadt Ansbach einzustellen - mit dem Ziel die öffentlichen Daseinsvorsorge wieder in die Hände der Allgemeinheit zu legen.
U.a. mit dem Rückkauf von privatisierten Anteilen der Stadtwerke GmbH soll die Abhängigkeit der Stadt Ansbach vom Gewinninteresse privater Anteilseigner beendet werden. Denn die Verantwortung einer Kommune kann nicht darin bestehen mitzuhelfen, dass einerseits Profite erzielt werden, von denen die Bürger der Stadt nicht profitieren, und andererseits jeder einzelne Bürger zur Kasse gebeten wird, wenn Verluste erwirtschaftet wurden. Das kommunale Maß aller Dinge muss wieder kostendeckendes Wirtschaften werden. Vermeintlich gestopfte Haushaltslöcher und geschönte Bilanzen durch die Veräußerung von städtischem "Tafelsilber" sind Danaergeschenke der abgewählten alten Ansbacher Parlaments-Mehrheiten. Künftig sollten, wenn Eigentum der Stadt verkauft werden soll, zuvor auch die Eigentümer - die Ansbacher Bürger - gefragt werden. Dieses Mitbestimmungsrecht wird die Offene Linke künftig einfordern. Eigentum verpflichtet!
Die Haushaltsrede von Boris-Andre Meyer findet ihr unter: http://www.offene-linke-ansbach.de/Content/Stadtrat/haushaltsrede_2008.pdf
Die Wiedereinführung der alten Pendlerpauschale stellt endlich den Gleichbehandlungsgrundsatz für alle BürgerInnen und Bürger wieder her, so wie es das Grundgesetz verlangt.
Ansbach: „Die von den beiden CSU-Abgeordneten Göppel und Schmidt gemachten Äußerungen in der Fränkischen Landeszeitung vom 10.12.2008, sind in der Sache zwar richtig, doch gleichzeitig wirkt es schon als besonders dreist, wenn man bedenkt, dass diese beiden Abgeordneten noch am 8.11.2007 und am 25.9.2008 im Bundestag gegen die Wiedereinführung der Pendlerpauschale gestimmt hatten“, kommentiert Kerstin Kernstock - Jeremias, Kreisvorstandssprecherin und Uwe Schildbach, Kreisvorstandssprecher AN/WUG
Als schallende Ohrfeige, insbesondere für die CSU in Bayern, sei das Urteil des Bundesverfassungsgericht zu bewerten. Doch tausende von Berufspendler könnten nun aufatmen. Die unsoziale Kürzung, man denke nur an das Kürzel „S“ in „CSU“, muss nun korrigiert werden. Aller mahnenden Worte zum Trotz habe die jetzige Bundesregierung versucht, das Problem Pendlerpauschale zu Lasten der ArbeitnehmerInnen auszusitzen. „Dass das alte Gesetz sofort und bis Ende 2009 wieder in Kraft gesetzt wird, ist nicht mehr als der schlechte Versuch der Gesichtswahrung angesichts des Superwahljahres 2009“, meint Kernstock.
Die Partei „Die LINKE“, habe von Anfang an die Kürzung der Pendlerpauschale kritisiert, zumal diese mit einer erheblichen Senkung des Sparerfreibetrages und der Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent einhergegangen sei.
Während die Bundesregierung bereitwillig milliardenschwere Regenschirme für Banken spanne, sei sie weiterhin nicht bereit, ein entsprechendes Konjunkturprogramm sowie steuerliche Entlastungen für die BürgerInnen auf den Weg zu bringen, damit diese die Preissteigerungen bei Energie, Lebenshaltungskosten und Gesundheit leichter schultern könnten. Deshalb sei es dringend nötig, eine verfassungskonforme Regelung zur Pendlerpauschale ab dem ersten Kilometer zu finden und „ dass diejenigen ArbeitnehmerInnen, die so wenig verdienen, die Entfernungspauschale steuerlich aber nicht absetzten können aber dennoch fahren müssen, eine entsprechende Auszahlung für ihre Spritkosten bekommen“, so Uwe Schildbach.
Gesetze werden nicht in Karlsruhe gemacht, sondern im Bundestag. Nicht die Bundesregierung und damit auch nicht die Abgeordneten der CSU in Berlin, sondern das BVG sorgt also für „mehr Netto vom Brutto“ als besonderes Weihnachtsgeschenk. „Der dadurch zu erwartende steuerliche Konjunkturimpuls für das flache Land, ist nicht der Verdienst der CSU-Bundestagsabgeordneten Göppel und Schmidt“, so Schildbach abschließend.
Neben den Vertretern der Bundeswehr, der US-Army und der teilweise uniformierten Ansbacher Stadtspitze (Bürgermeister Deffner bezauberte die Ansbacher Bevölkerung strammstehend und voller Militaristenstolz mit seiner schicken Soldatenkluft), gedachten auch unser Stadtrat Boris-Andre Meyer und unser linker Bezirksrat Uwe Schildbach den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft.
Allerdings setzten sie dabei andere Akzente.
Die Deutsche Telekom will von bundesweit 83 Call-Center im Kundenservice nur noch 24 fortführen, also 59 Standorte schließen. Insgesamt 8.000 Beschäftigte werden von der Schließung betroffen sein. Allein davon 120 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hier in Ansbach.
Viele von ihnen werden nicht in der Lage sein, das Angebot einer Weiterbeschäftigung an einem neuen, meist weiter entfernten Standort anzunehmen.
Besonders betroffen davon sind Frauen, 60%-tiger Anteil, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderung.
Die Beschäftigten sowie deren Familienangehörigen, träfe eine Schließung des Standortes besonders hart.
Was die Manager unter „Optimierung“ der Telekom verstehen, richtet sich massiv gegen die ArbeitnemerInnen. Diese „Optimierung“, sprich Gewinnmaximierung, bedeutet für viele Mitarbeiter schlichtweg den Verlust des Arbeitsplatzes und somit eine Bedrohung ihrer Existenz und die ihrer Familien, während sich die Aufsichtsräte der Telekom an den Konzerngewinnen bereichern.
Die Linke erklärt sich solidarisch mit den Protesten den Telekom-Beschäftigten und lehnt die Schließung und Zusammenlegung der Call-Center Standorte ab.
Wir werden auch weiterhin den Widerstand der Telekom-Beschäftigten gegenüber dieser unverantwortlichen Unternehmensstrategie unterstützen.
In den Parlamenten und auf der Straße, die Linke ist Euer Verbündeter.
„Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren“
Laßt Euch nicht entmutigen!
Kerstin Jeremias-Kerstock für der Landes-und Kreisvorstand Der Partei DIE LINKE

Erhöhung der Familienbelastungsgrenze für Schülerfahrkarten steht für familienfeindliche Politik, insbesondere im ländlichen Raum.
Eltern, die noch vor den Sommerferien, ca. Mitte Juli 2008, einen Antrag auf Ausstellung einer Schülerfahrkarte für das Schuljahr 2008/2009 stellten, staunten nicht schlecht, dass im Vollzugsschreiben des Landratsamtes Ansbach nun plötzlich ein Eigenbeteiligungsbetrag von 395 € zu lesen war. „Die CSU hat hier, mithilfe des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, heimlich mit der Verordnung zur Änderung der Schülerbeförderung vom 4. Juli 2008, noch schnell vor den Ferien die Eigenbeteiligung um 25 € erhöht, ohne großes Wahlkampfgezeder“, so Kerstin Kernstock. Diese Erhöhung stehe im krassen Gegensatz zur, zwar berechtigten Forderung nach der Entfernungspauschale ab dem ersten Kilometer, doch bewirke die sie ein zusätzliche finanzielle Belastung für die Familien und widerspräche der ständigen Behauptung der CSU, besonders für die Familien Politik zu machen. Deshalb Kernstock weiter:“ Einer der ersten Anträge einer Landtagsfraktion von DIE LINKE muss deshalb sein, die Erhöhung sofort zurückzunehmen und die Eigenbeteiligung für ein zweites betroffenes Kind von 395€ auf 200€ zu reduzieren!“ Interessant wäre für die Landtagskandidaten die Argumente, mit denen sich die Erhöhung begründen lasse, zu erfahren. Hier könne <//span>MdL Breitschwert von der CSU mal so richtig sachliche Aufklärung betreiben. Dass zu dieser Entscheidung des KuMi von seiten der Oposition von SPD und GRÜNEN kein Einspruch erfolgte, zeige, wie wichtig doch eine neue quirrlige Oppositionsfraktion im Bayerischen Landtag sein könne.
Uwe Schildbach, Bezirkstagskandidat wundert sich, dass das Landratsamt zur Beantragung Formularvordrucke verwende, in denen der falsche Eigenbeteiligungsbetrag steht. Schildbach vermutet, dass die interne Kommunikation zwischen KuMi und Landratsamt nicht optimal funktioniere. „Das darf nicht sein, die BürgerInnen haben ein Recht darauf, ein korrektes Antragsblatt vor sich zu haben“, fordert er.
Eine gewisse Parallele indes sehen Kernstock und Schildbach in der Erhöhung der Eigenbeteiligung mit der Forderung der CSU nach Wiedereinführung der Pendlerpauschale: Diese wurde im Herbst 2007 mit den Stimmen der CSU abgeschafft, um sie jetzt als Wahlkampfthema durchs Land zu jagen. So ähnlich könnte es auch mit der Erhöhung der Eigenbeteiligung passieren. 2008 wird sie erhöht, um dann im Bundestagswahlkampf 2009 eine Reduzierung derselben zum Wahlkampfthema zu machen. „Schau mer mol, was kummt“.
Unser Treffpunkt ab 16.30 Uhr am Infostand der Linken an der Riviera/Ansbach-

Ansbach, den 22.Juli 2008
Presseerklärung
Kerstin-Kernstock-Jermias: Rehabilitation für Krankenhäuser!
Ein gesetzlicher Budget-Deckel bestimmt, dass die Einnahmen der Krankenhäuser seit Jahren nur im „Null-Komma-Bereich“ steigen dürfen – egal wie hoch ihr Aufwand für Krankenversorgung, medizinischen Fortschritt, anständige Bezahlung des Personals oder für die Betriebskosten ist.
Angesichts der explosionsartig gestiegenen Energiekosten, führt die Politik der Budgetdeckelung und der unzureichenden Investitionsförderung unsere Krankenhäuser in den finanziellen Kollaps, der zu einem weiteren Stellenabbau im Bereich der Pflege beitragen wird, so in einer Presseerklärung des Kreisverbandes Ansbach/Weißenburg der Partei DIE LINKE.
Allein in den letzten 10 Jahren wurden in Deutschland 48.000 Krankenpflegekräfte eingespart. Dabei hat sich die Fallzahl der stationär behandelten Patienten erhöht und die Verweildauer der Patienten ist gesunken. Die Belastungszahl des Pflegedienstes stieg in zehn Jahren von 48 Patienten auf 59, was einem Plus von 23 % entspricht.
„Gerade in der bayerischen Sozialpolitik findet zur Zeit ein beispielloser Aderlass statt. Noch nie wurde so viel in so kurzer Zeit gekürzt. 161 Millionen € wurden allein bei den Krankenhausinvestitionen gestrichen", erklärt Kerstin Kernstock-Jeremias Mitglied Landesvorstand DIE LINKE Bayern und Direktkandidatin des Wahlkreises Ansbach/Nord zur Landtagswahl 2008.
„Die Versorgung der Bevölkerung durch Krankenhäuser mehr und mehr dem Markt zu überlassen, wird dauerhaft dazu führen, dass sich der Preis gegenüber der Qualität durchsetzen wird. Dies darf und kann nicht im Sinne der Patientinnen und Patienten sein."
"Gesundheit ist ein Gut das allen Bürgen dieses Landes und im selben Maße zuteil werden muss!“ so Kernstock-Jeremias weiter.
Uwe Schildbach, Kreisvorsitzender und Spitzenkandidat der mittelfränkischen Linken zur anstehenden Bezirkstagswahl, stellt in der Presseerklärung die Frage: „Warum für die Reichen in unserem Land der Spitzensteuersatz gesenkt würde und sich die Politik nicht an die Erbschaftssteuererhöhung für Einkommensmillionäre traue?"
„Gesundheit darf in unserem Land auch Geld kosten“, so Schildbach weiter „Wir brauchen dringend den Systemwechsel zu einer solidarischen Bürgerversicherung. Einer Versicherung in die ALLE einzahlen müssen.“
„Es kann nicht sein, dass die Schönen, - Reichen und Gesunden, sich in die private Krankenversicherung zurückziehen und somit ungestraft aus der Solidargemeinschaft verabschieden.“
Er verstehe nicht, „warum die Spitzenverdiener in unserem Land immer mehr steuerlich entlastet werden, anderseits unser Gesundheitswesen und unsere Krankenhäuser finanziell ausbluten.“
DIE LINKE Kreisverband Ansbach/Gunzenhausen/Weißenburg erklärt sich solidarisch mit dem u. a von Ver.di und dem VDK injizierten Aktionsbündnisses “Rettung der Krankenhäuser“ und unterstützt die Gewerkschaftskampange „Der Deckel muss weg.“